Präsidialchef Kloibmüller verlässt das Innenministerium

Kloibmüller © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Ex-Kabinettschef von Wolfgang Sobotka wechselt in die Privatwirtschaft nach Niederösterreich.

Präsidialchef Michael Kloibmüller hat heute seinen letzten Arbeitstag im Innenministerium. Der ehemalige Sobotka-Kabinettschef wechselt in die Privatwirtschaft, wie dem KURIER aus gut informierten Kreisen bestätigt wird. Sein neuer Arbeitgeber ist eine Privatfirma in Niederösterreich, wie es heißt. Dort steht allerdings noch ein Aufsichtsratsentscheid aus, damit der Wechsel des Oberösterreichers offiziell ist. Deshalb wird der Name der Firma vorerst nicht bekanntgegeben.

Kloibmüller gilt als enger Vertrauter mehrere ÖVP-Minister und wechselte im Februar 2017 vom Kabinett direkt ins Innenministerium als mächtiger Präsidialchef. Immer wieder tauchte sein Name bei diversen Skandalen in der Vergangenheit auf, auch in der aktuellen Affäre rund um den Verfassungsschutz gab es Anschuldigungen gegen ihn. Kloibmüller ging aber bisher stets unbeschädigt aus allen Affären hervor, alle Ermittlungen wurden eingestellt. Ihm wurden zuletzt mehrfach Abwanderungsgedanken nachgesagt. Ursache dürfte auch die Installierung des Generalsekretärs Peter Goldgruber gewesen sein. Damit wurde der mächtigste Mann des Innenministeriums über Nacht entmachtet.

Goldgruber - der neue starke Mann
ABD0238_20180112 - WIEN - ÖSTERREICH: Peter Goldgruber, Generalsekretär im Bundesministerium für Inneres im Rahmen des Polizeiba… © Bild: APA/HANS PUNZ

Wie der KURIER bereits im Dezember berichtete, war Kloibmüllers Ablösung schon länger geplant. Zuletzt verließen mehrere Spitzenbeamte das Ressort - vom stellvertretenden BVT-Chef bis zu hohen Beamten der Personalabteilung. Glaubt man dem Flurfunk des Innenministeriums, dann dürfte dies nicht der letzte Abgang der alten ÖVP-nahen Garde gewesen sein.

( kurier.at ) Erstellt am 08.03.2018