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Chronik Österreich
02/18/2021

Planung der Impfungen sorgt weiter für Kopfzerbrechen

Die Situation bei den Impfstoff-Lieferungen macht Prognosen nach wie vor extrem schwierig

von Marlene Penz, Josef Gebhard, Anja Kröll, Michael Pekovics, Elisabeth Holzer, Petra Stacher, Christian Willim

Selbst Experten tun sich aktuell schwer, das Impfprogramm langfristig zu planen: „Im Sommer kann man sich vermutlich den Impfstoff wie bei der Zeckenimpfung in der Apotheke abholen und jeder Hausarzt wird impfen“, sagte Stefan Spielbichler vom Notruf NÖ, der Impfkoordinationsstelle des Landes, noch in der Vorwoche.

Sieben Tage später relativiert er: „Jetzt habe ich hinsichtlich der Impfstoff-Menge schon wieder Bauchweh.“ Grund sind jüngste Gerüchte auf EU-Ebene über angebliche Lieferverzögerungen. Im Gesundheitsministerium hält man jedenfalls am Ziel fest, bis in den Sommer hinein alle Österreicher, die das wollen, zu impfen. „Es schaut derzeit so aus, als ob das Ziel erreicht wird. Früher schaffen wir das nur, wenn wir unverhofft zusätzliche Lieferungen bekommen“, sagt eine Sprecherin. Umgekehrt gelte: „Große Verzögerungen zeichnen sich aktuell nicht ab.“ In den einzelnen Bundesländern ist man indes beim Impfen unterschiedlich schnell unterwegs.

Wien

In der Bundeshauptstadt will man noch diese Woche die Marke von insgesamt 100.000 verabreichten Impfungen überschreiten. Noch nicht abgeschlossen sind die Impfungen in Spitälern, Alten- und Pflegewohnheimen. Unabhängig davon hat man diese Woche mit der Immunisierung der Über-80-Jährigen, Menschen mit Behinderungen und Hochrisikopatienten (absteigend mit dem Alter) begonnen. Für diese Gruppen gibt es aktuell drei Impfzentren.

Niederösterreich

In Niederösterreich werden seit Montag auch Personen über 80 Jahre außerhalb von Pflegeeinrichtungen geimpft. 45.000 Termine wurden an sie vergeben, ein paar Tausend Impfwillige haben noch keinen. Abseits davon werden derzeit die Hauskrankenpflege, Personal in Kliniken, Sonderkrankenanstalten und Reha-Zentren, Bewohnerinnen und Bewohner von Behinderteneinrichtungen sowie der Rettungsdienst über deren Träger oder Organisationen geimpft.

Burgenland

Am Donnerstag hat die nächste Impfaktion für Menschen über 80 Jahre begonnen. Insgesamt 1.200 Personen aus dieser Altersgruppe werden bis Samstag von 30 Ärzten geimpft. Die Verabreichung erfolgt zum größten Teil in den sieben burgenländischen Test- und Impfzentren. Für den Februar stehen insgesamt 7.100 Dosen zur Verfügung. Als Nächstes an der Reihe sind 1.500 Hauskrankenpfleger und 3.300 Menschen von Behinderteneinrichtungen.

Oberösterreich

Bis Ende Februar können nach derzeitigem Stand nun alle Zweitimpfungen in Alten- und Pflegeheimen abgeschlossen werden.  Zudem sollen 6.160 Rettungsdienst-Mitarbeiter, 13.120 Mitarbeiter in Spitälern und 7.000 Personen in Ordinationen noch im Februar ihre Impfung erhalten. Auch werden noch innerhalb dieser Woche eMails an bereits registrierte Personen über 84 Jahren verschickt, damit sie einen Impf-Termin für die kommenden zwei Wochen buchen können.

Steiermark

In der Steiermark starten die Impfungen abseits von Heimen oder Spitalpersonal erst ab 2. März. Und zwar mit 20.000 über 80-Jährigen, die nicht in Heimen leben. Im Bundesland leben 75.000 Menschen, die älter als 80 Jahre sind und nicht im Heim leben, registriert sind rund 60.000. Fix vergeben sind ihre Impftermine  zudem noch nicht, bisher gibt es nur Vorregistrierungen: 294.000 Steirer haben bis Stand Donnerstagmittag ihren Impfwillen bekundet.

Kärnten

In Kärnten haben sich bisher 107.679 Personen auf der Plattform kaernten-impft.ktn.gv.at für die Impfung vorgemerkt. Die insgesamt rund 28.000 über 80-jährigen Kärntnerinnen und Kärntner, die sich für eine Impfung angemeldet haben, werden bis Anfang des 2. Quartals laufend geimpft werden. Bis dato sind über 6.000 Personen dieser Altersgruppe geimpft, 2.600 haben die zweite Teilimpfung erhalten und sind somit vollimmunisiert. 

Salzburg

In Salzburg sind  97.417  Personen für eine Corona-Impfung vorgemerkt. Davon haben 14.156 die erste Teilimpfung erhalten. Den zweiten Teil und damit eine Vollimmunisierung gab es bisher für 13.171 Personen. Vormerken für die Impfung können sich alle Salzburger seit Anfang dieser Woche unter www.salzburg-impft.at. Die Impfung selbst soll bei den Hausärzten und in Impfstraßen erfolgen. Probleme gab es, weil die Telefone der Hausärzte heiß liefen.

Tirol

In 73 Gemeinden wurden über 80-Jährige geimpft oder stehen unmittelbar vor einer Impfung. Die Reihenfolge der Orte richtet sich prinzipiell nach der 7-Tage-Inzidenz. Seit vergangener Woche wird auch das Aufkommen der südafrikanischen Variante berücksichtigt. Bislang wurden 22.120 Personen im Land geimpft – 13.230 davon bereits mit beiden Dosen. Auf dem Anmeldeportal des Landes www.tirolimpft.at gab es bislang rund 133.000 Vormerkungen.

Vorarlberg

Ein Monat nach der Freischaltung der Vorarlberger Anmeldeplattform www.vorarlberg.at/vorarlbergimpft haben sich dort 122.762 Menschen vorgemerkt. 14.376 von ihnen bekamen bereits zumindest eine Impfung. Darunter sind 2.229 Bewohner und 1.937 Mitarbeiter in Alters- und Pflegeheimen. Zudem wurden jeweils über 1.000 Risikopatienten und über 80-Jährige erstgeimpft. In Spitälern und Arztordinationen haben rund 4.700 Personen Impfschutz.

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