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Rekord-Flut: Bangen in NÖ

Dienstagvormittag wird der Pegelhöchststand im Osten erwartet. Im Westen wird das Ausmaß der Verwüstung sichtbar.
Hochwasser hat Häuser und Bäume überschwemmt.

Katastrophenalarm in Niederösterreich, leichte Entwarnung in Salzburg: Der Hochwasser-Schwerpunkt hat sich nach Osten verlagert. Tausende Menschen zittern in den Gemeinden und Bezirken an der Donau vor einer Jahrhundertflut. Während in Tirol die Aufräumarbeiten begonnen haben und in Salzburg nach einem ersten Durchatmen die Schäden sichtbar wurden, herrschten in Ober- und Niederösterreich Hoffen und Bangen. Die Pegel (siehe unten) der großen Flüsse - vor allem Inn und Donau - waren in den Nachmittagsstunden weiter im Steigen. Zu diesem Zeitpunkt standen einige Orte, zum Beispiel Melk (NÖ) bereits unter Wasser. Das Hochwasser hat außerdem eine Sperre der Donau für den Schiffsverkehr nach sich gezogen.

Hier geht es zum Live-Ticker.

Pegelhöchststände Dienstagvormittag erwartet

„Wir liegen jetzt leicht unter der Prognose“, sagte Landesrat Stephan Pernkopf am Montag nach der Sitzung des Landeskrisenstabes. Im Zentrum der Beratungen in der Landeswarnzentrale in Tulln stand der gesamte Donauraum mit besonderem Augenmerk auf die Wachau. Nach derzeitigen Berechnungen würden wohl die Werte des Hochwassers von 2002 nicht erreicht. „Aber das sind Berechnungen. Unsere Alarmpläne bleiben auf eine 100-jährliches Hochwasser ausgerichtet und sind voll aufrecht“, versicherte Pernkopf. Bei den aktuellen Berechnungen waren die niederösterreichischen Experten übrigens weitgehend auf sich gestellt. Aufgrund technischer Probleme wurden am Montagvormittag keine Prognosewerte mehr aus Bayern gemeldet. „Wir haben also zu einfacheren Prognosemodellen gegriffen“, sagte Landeshydrologe Christian Labut Montagmittag. Nach wie vor sei man für ein 100-jährliches Hochwasser gerüstet. „Wir haben aber die berechtigte Hoffnung, dass diese Werte nicht ganz erreicht werden“, so Labut. Die Pegelhöchststände erwartete Labut bis Dienstagvormittag.

In Melk sind Teile der Altstadt bereits überflutet, ein ähnliches Bild zeigt sich in St. Valentin (Bezirk Amstetten). In den Gemeinden Granz und Marbach (Bezirk Melk) ist Zivilschutzalarm ausgelöst worden. Die Behörden forderten die Bewohner auf, ihre Häuser zu verlassen und ihre Fahrzeuge zu entfernen. Auch im Augebiet der Donau in Klosterneuburg und in der Katastralgemeinde Kritzendorf ersuchte die Feuerwehr die Bewohner, ihre Gebäude zu verlassen. Einige Bewohner weigern sich aber, berichtete der NÖ-Feuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner Montagvormittag im ORF. Als weiterhin angespannt galt am Montagnachmittag die Lage im Kremser Stadtteil Stein. Eine Evakuierung der Bewohner sei noch nicht vorgesehen, es seien jedoch entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen getroffen worden, war auf Anfrage im Magistrat zu erfahren.

Besonders dramatisch stellt sich die Situation in den Nachbarländern Deutschland und Tschechien dar. An der Donau wurde mittlerweile ein Wasserstand von 12,20 Metern überschritten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bundesheer bereit

Das Innenministerium richtete einen Krisenstab im Zusammenarbeit mit Außen-, Verteidigungs- und Umweltministerium sowie Bundeskanzleramt und Bundesfeuerwehr ein. Das Bundesheer ist bereits für einen möglichen Assistenzeinsatz in Niederösterreich gerüstet.

Zwei Männer waten durch eine überflutete Straße mit Bäumen.
APA13032850 - 03062013 - KRITZENDORF - ÖSTERREICH: Situationsübersicht in Kritzendorf, aufgenommen am Monstag, 03. Juni 2013. Nach den heftigen Regenfällen in Österreich ist es zu den ersten Überschwemmungen gekommen. APA-FOTO: HERBERT P. OCZERET

Donau steigt weiter

Die Pegel der Donau sind am Montag weiter im Steigen gewesen. Der Donau-Pegel Kienstock in der Wachau hat am Montagnachmittag die Zehn-Meter-Marke erreicht. Bis Dienstag soll die Donau bei Kienstock laut Prognose sogar auf 10,95 Meter steigen. Das wären fünf Zentimeter mehr als der beim Hochwasser am 14. August 2002 festgestellte Pegelhöchststand.

Bildergalerie: Muren und Hochwasser

Ein überfluteter Stadtteil von Melk, in dem Feuerwehrleute in einem Boot patrouillieren.

Überschwemmung in Melk, Österreich, mit Wasser, das die Gebäude und Straßen bedeckt.

Ein Schild warnt vor Hochwasser an einem Flussufer.

Hochwasser in einer Stadt, wo ein Schiff mit Trümmern treibt.

Luftaufnahme der Donau, die sich durch eine grüne Landschaft schlängelt und unter einer Brücke hindurchfließt.

Eine Brücke überspannt einen breiten Fluss vor einem bewaldeten Hintergrund.

Eine leuchtende Lampe steht im trüben, überfluteten Wasser.

Eine überflutete Straße in einer Stadt mit Wasser, das bis zu den Geschäften reicht.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH / MARBA
Ein Mann telefoniert vor einem überfluteten Gebiet.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH / MARBA
Eine Hochwasserschutzwand schützt eine Straße vor Überschwemmungen.

Hochwasserschutz, Weißenkirchen, NÖ, Wachau…
Ein Polizist steht auf einer Plattform vor einer hohen, silbernen Schutzwand.

Hochwasserschutz, Weißenkirchen, NÖ, Wachau…
Eine Gruppe von Feuerwehrleuten posiert vor einer Tafel mit der Aufschrift „Evakuierung HQ 100“.

Hochwasserschutz, Weißenkirchen, NÖ, Wachau…
Zwei Männer installieren einen Hochwasserschutz vor Wohnhäusern.

Vor dem Hochwasser Juni 2013 in der Wachau. Mobile…
Hochwasser in Melk, Österreich, mit überfluteten Häusern und Straßen.

Hochwasserschutz, Weißenkirchen, NÖ, Wachau…
Ein rotes Feuerwehrfahrzeug steht vor einer Hochwasserschutzwand in Melk-Spitz, Wachau.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Überflutung in einem Wohngebiet mit Feuerwehrleuten in Booten und einem roten Hochwasserschutzsystem.

Kemmelbach:Steigende Donau verhindert bei Ybbs das…
Einsatzkräfte navigieren während einer Überschwemmung in Booten und sichern einen Damm.

Kemmelbach:Steigende Donau verhindert bei Ybbs das…
Helfer versuchen, mit Sandsäcken und einem Schlauchsystem ein überflutetes Gebiet zu schützen.

Kemmelbach:Steigende Donau verhindert bei Ybbs das…
Überschwemmungen haben Teile einer Stadt und umliegende Felder überflutet.

NÖ Ybbs…
Luftaufnahme einer Überschwemmung in einer ländlichen Gegend mit einem Fluss und überfluteten Feldern.

NÖ Rossatz…
Hochwasser überflutet ein Dorf mit Häusern und einer Kirche.

NÖ Sarmingstein…
Überschwemmungen haben weite Teile einer Landschaft und eine Stadt überflutet.

NÖ Neusarling…
Hochwasser bedroht Häuser in einer Ortschaft am Waldrand.

NÖ Freyen…
Luftaufnahme von einem Dorf, das von Hochwasser überschwemmt ist.

NÖ, Aggstein…
Überschwemmungen haben ein Dorf und umliegende Weinberge überflutet.

NÖ Loiben…
Luftaufnahme von einem Dorf, das von Hochwasser überschwemmt ist.

NÖ Hofarnsdorf…
Luftaufnahme der über die Ufer getretenen Donau, die Weinberge und Dörfer überflutet.

NÖ Rührsdorf…
Luftaufnahme von Überschwemmungen, die ein Gewerbegebiet und angrenzende Felder überfluten.

NÖ Krummnussbaum…
Hochwasser überflutet ein Dorf mit roten Ziegeldächern.

NÖ Dürnstein…
Hochwasser hat Teile eines Dorfes überschwemmt, Felder und eine Bahnlinie sind im Hintergrund zu sehen.

NÖ Diedersdorf…
Überflutung eines Dorfes durch einen Fluss.

NÖ Aggsbach…
Luftaufnahme von einem Dorf, das von Hochwasser bedroht ist.

NÖ Krummnussbaum…
Luftaufnahme von Überschwemmungen, bei denen ein Fluss über eine Straße und Felder tritt.

NÖ Wösendorf…
Luftaufnahme eines Dorfes, das von Hochwasser bedroht ist.

NÖ St. Michael…
Überflutete Landschaft unter einem dunklen, bewölkten Himmel.

NÖ Ardagger…
Feuerwehrleute arbeiten mit Pumpen und Schläuchen bei einem Hochwassereinsatz.

Donau Hochwasser 2013, Leck in der Hochwassermauer…
Überschwemmung hat Häuser und Gärten überflutet.

Donau Hochwasser 2013, Leck in der Hochwassermauer…
Ein Haus ist bis zum Dach mit Hochwasser bedeckt.

Donau Hochwasser 2013, Leck in der Hochwassermauer…
Ein Mann watet durch das Hochwasser in Ottensheim.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH / OTTENSH
Feuerwehrleute füllen Sandsäcke, um sich vor Überschwemmungen zu schützen.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH
Ein roter Feuerwehrwagen vor einer Hochwasserschutzwand mit Sandsäcken in Melk-Spitz.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Ein kleines Gebäude mit Ziegeldach steht im überfluteten Wasser.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Hochwasser überschwemmt eine Stadt, Schutzmauern sind errichtet.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Rettungskräfte transportieren eine verletzte Person mit einem Boot durch das Hochwasser.

Marbach, Hochwasser…
Eine Person geht an einem überschwemmten Flussufer entlang.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Überschwemmungen in „Sunken City“; Geschäfte und Restaurants stehen unter Wasser.

AUSTRIA WEATHER FLOODS
Die Donauinsel in Wien mit Blick auf einen modernen Büroturm.

Hochwasser der Donau in Wien überflutet Uferbereiche und Stege.

AUSTRIA WEATHER FLOODS
Ein zerstörtes Haus in Hürtau, möglicherweise nach einer Naturkatastrophe.

AUFRÄUMUNGSARBEITEN NACH DEM HOCHWASSER IN ÖSTERRE
Eine Frau steht in der offenen Tür eines alten Hauses, vor ihr Schlamm.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG / TAXENBACH
Luftaufnahme von Überschwemmungen, die Häuser und Straßen überfluten.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: ÖBERÖSTERREICH / SCHÄRDI
Hochwasser in Spitz an der Donau mit überfluteter Uferpromenade.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH / SPITZ
Hochwasser umspült Bäume und ein Wehr.

AUSTRIA WEATHER FLOODS
Hochwasser in einer Stadt, das Straßen und Gebäude überflutet hat.

AUSTRIA WEATHER FLOODS
Einsatzkräfte in einem Boot vor dem überfluteten „Hotel Stadt Melk“.

Members of the emergency services travel by boat a
Ein überfluteter Bus; Feuerwehrleute fahren in einem Boot vorbei.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Überschwemmung in einer Stadt, ein Mann schaut aus dem Fenster eines grünen Hauses.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Ein Wohnhaus steht während einer Überschwemmung im Wasser.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Hochwasser überflutet ein Dorf mit Häusern, einem Traktor und einem Mann.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Luftaufnahme von einem Wohngebiet, das von Überschwemmungen betroffen ist.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH / KRITZ
Zwei Männer waten durch eine überflutete Straße mit Bäumen.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Ein „Uferhaus“ ist von Hochwasser umgeben.

Kritzendorf Hochwasser…
Eine Stadt, die von einer schweren Überschwemmung betroffen ist.

AUSTRIA WEATHER FLOODS
Eine Luftaufnahme von Häusern, die während einer Überschwemmung im Wasser stehen.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: ÖBERÖSTERREICH / SCHÄRDI
Ein Lastwagen fährt durch eine überflutete Straße in der Nähe eines Voestalpine-Gebäudes.

DONAU HOCHWASSER STARKREGEN Überflutung Linz Indus…
Hochwasser am Ufer der Donau in Linz, Österreich, mit dem Lentos Kunstmuseum im Hintergrund.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH / LINZ
Hochwasser in Villach, Österreich, mit Treibholz im Fluss.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH / LINZ
Hochwasser in Linz, Österreich, überflutet die Ars-Electronica-Straße.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH / LINZ
Freiwillige helfen nach einer Überschwemmung beim Aufräumen und Entsorgen von beschädigtem Hausrat.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG
Zwei Feuerwehrmänner reinigen eine Straße mit Wasser, im Hintergrund ein Boot und ein Schlauchboot.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG
Ein lila Fahrrad lehnt an einer grauen Wand, neben einem kleinen Busch.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG
Der Inn in Innsbruck führt Hochwasser und fließt unter zwei Brücken hindurch.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG/LUFTAUFNAHME
Feuerwehrleute montieren eine Hochwassermarke an einem Gebäude.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH
Bei Hochwasser überqueren Menschen mit Regenschirmen eine Brücke.

People pass a bridge during heavy rainfall in the
Luftaufnahme einer über die Ufer getretenen braunen Flusslandschaft in einer grünen Stadtlandschaft.

Steyr, OÖ, Hochwasser…
Luftaufnahme von der Stadt Wasserburg am Inn mit dem Inn, der sich durch die Stadt schlängelt.

Steyr, OÖ, Hochwasser…
Hochwasser in einer Stadt; trübes Wasser überflutet die Uferpromenade.

Flooded houses next to river Steyr are pictured du
Menschen beobachten das Hochwasser hinter Sandsäcken vor ihren Geschäften.

AUSTRIA WEATHER
Ein Mann wird während einer Überschwemmung mit einem Hubschrauber gerettet.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: PERSONENRETTUNG
Eine überflutete Rollfähre in der Wachau mit Blick auf Dürnstein im Hintergrund.

Donau Hochwasser Weißenkirchen…
Überschwemmungen in einem Dorf inmitten von Weinbergen.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH / LUFTA
Ein Haus ist nach einem Hochwasser mit Schlamm und Baumstämmen bedeckt.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG
Ein reißender, schlammiger Fluss ergießt sich über ein Wehr.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG
Hochwasser fließt durch ein Wehr mit geöffneten Toren.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG
Ein umgestürzter Traktor und ein beschädigtes Haus nach einer Schlammlawine.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG
Ein Bagger räumt Trümmer und Holz von einer überfluteten Bahnstrecke.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG
Ein überflutetes Gebiet mit einem Auto und Containern im Wasser.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: TIROL
Ein Feuerwehrmann fährt mit einem Schlauchboot durch ein überflutetes Parkhaus.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG
Zwei Personen in gelben Regenmänteln waten durch eine überflutete Straße, geschützt durch Sandsäcke.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: SALZBURG
Eine Überschwemmung bedeckt einen Uferbereich in Gmunden mit Schlamm und Treibholz.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH
Häuser stehen unter Wasser, vermutlich nach einer Überschwemmung.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH
Überschwemmung hat Wohnhäuser und Gärten überflutet.

Schärding…
Zwei Feuerwehrleute in Schärding fahren mit einem Boot durch eine überflutete Straße.

Schärding…
Ein Boot mit Feuerwehrleuten und Zivilisten fährt durch eine überflutete Stadt.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH
Ein blaues Auto ist bis zum Dach in trübem Hochwasser versunken.

Kloburg Hochwasser…
Zwei Männer fahren mit einem kleinen Motorboot durch eine überflutete Landschaft.

Kloburg Hochwasser…
Ein Wohngebiet steht unter Wasser, Häuser sind überflutet.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH / WALDING
Luftaufnahme von Überschwemmungen, die Felder und Häuser überfluten.

Ein Pferd wird mit einem Kran und Gurten über einen Fluss gehoben, während Rettungskräfte zusehen.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: PFERDERETTUNG IN DER STE
Ein Reh schwimmt in einem trüben Gewässer.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: OBERÖSTERREICH
Ein Feuerwehrmann von Kritzendorf rettet ein Reh aus dem Hochwasser.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Überschwemmung in einer Stadt, das Wasser steht hoch in den Straßen.

oö Hochwasser Linz, Lentos, Montagabend…
Mehrere Personen mit Regenschirmen stehen bei Regen auf einer Brücke.

HOCHWASSER IN ÖSTERREICH: NIEDERÖSTERREICH
Luftaufnahme von überfluteten Häusern und Bäumen während einer Überschwemmung.

Struden, OÖ…
Luftaufnahme einer Überschwemmung, bei der ein Fluss über die Ufer getreten ist und Felder und Häuser überflutet hat.

Wallenbach, OÖ…
Luftaufnahme eines Flusses mit einem Wehr, umgeben von grüner Landschaft und Wohnhäusern.

NÖ KW ernsthofen…
Luftaufnahme von Überschwemmungen, die ein Dorf und Felder überfluten.

NÖ Mitterkirchen…

Verkehr massiv beeinträchtigt

Durch das Hochwasser war der Straßen- und Bahnverkehr in halb Österreich massiv beeinträchtigt. Die Westbahnstrecke war seit Sonntag um 19 Uhr gesperrt, weil eine Überflutung der Ennsbrücke zwischen Amstetten und St. Valentin gedroht hatte. Montagvormittag wurde die Strecke zwischen Wien und Salzburg wieder freigegeben. Fahrgäste müssen aber mit Verspätungen rechnen. Reisen in Richtung Westen über Salzburg sind derzeit nicht möglich, weil die wichtige Korridorstrecke über Rosenheim in Bayern durch das Hochwasser stark beschädigt wurde.

Arbeiter heben eine rote ÖBB-Lokomotive mit Hebeböcken an.
APA13031892-2 - 03062013 - GRIES - ÖSTERREICH: ZU APA 0026 CI - Arbeiter der ÖBB bei Bergungsarbeiten an dem nach einem Murenabgang entgleisten Zug der Rollenden-Landstrasse (RoLa) auf der Brennerbahnstrecke am Montag, 3. Juni 2013, in Gries am Brenner. Nach den heftigen Regenfällen in Österreich ist es zu Überschwemmungen gekommen. APA-FOTO: ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL

Gesperrt war auch die Brennerbahn in Tirol: Wegen eines Murenabgangs im Gemeindegebiet von Gries am Brenner entgleiste in der Nacht auf Montag ein ÖBB-Zug der Rollenden-Landstrasse (RoLa). Nach Angaben der Polizei versuchte der Lokführer noch eine Notbremsung einzuleiten, konnte aber ein Auffahren der Lok auf die Erdmassen nicht mehr verhindern. Sie entgleiste mit beiden Vorderachsen. Verletzt wurde niemand.

Die Dauer der Sperre der Brennerbahnstrecke war vorläufig nicht absehbar. Tirol ist auf dem Schienenwege vorerst nicht erreichbar. Aufgrund von Streckenunterbrechungen rieten die ÖBB ihren Kunden, nicht notwendige Reisen zu verschieben. Mehr Informationen dazu bei der ÖBB-Streckeninformation.

Salzburg: Pegelstände gehen zurück

Im Bundesland Salzburg hat sich die Situation nach dem Hochwasser vom Sonntag mittlerweile beruhigt, die Aufräumarbeiten in den betroffenen Gebieten sind voll im Gange. "Die Lage entspannt sich langsam, von einem Normalzustand sind wir aber noch weit entfernt", so Norbert Altenhofer vom Referat Katastrophenschutz des Landes. "Die Durchfeuchtung des Bodens ist so massiv, das selbst kleine Niederschläge reichen, um Hangrutschungen und Murenabgänge auszulösen."

Die Pegelstände an Salzach und Saalach sind deutlich zurück gegangen, nachdem sie am Sonntag Rekordwerte erreicht hatten, die noch über jenen aus dem Jahr 2002 lagen. Einsatzkräfte waren am Montag entlang der Flüsse damit beschäftigt, unterspülte Bereiche abzusichern oder Schäden zu beheben. In der Stadt Salzburg musste etwa eine vom Wasser freigelegte Gasleitung mit Seilen an Bäumen abgesichert werden.

Aus dem Katastrophenfonds des Landes Salzburg werden in einem ersten Schritt vier Millionen Euro als Sofortmaßnahme für die Opfer des Hochwassers und der Murenabgänge bereitgestellt. Das sagte der Sprecher des ressortzuständigen VP-Landesrates Sepp Eisl am Montag zur APA. In den Gemeinden würden Antragsformulare für die Geschädigten aufliegen.

Todesopfer im Pongau

Im Pongau war hingegen ein Todesopfer zu beklagen. Bei Aufräumarbeiten nach einem Erdrutsch wurde ein Bauer, 62, Sonntagmittag auf einem Güterweg in der Gemeinde St. Johann von einer zweiten Mure überrascht und samt seinem Traktor 150 Meter weit mitgerissen. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Am Nachmittag wurde in Filzmoos im Pongau eine 24-jährige Frau in ihrem Auto von Erdmassen über einen Hang gedrückt. Der Pkw blieb an Bäumen hängen. Die Lenkerin erlitt Verletzungen, konnte aber von den Einsatzkräften rechtzeitig gerettet werden.

Im Pinzgau waren mehr als 40 Muren abgegangen. Häuser mussten evakuiert werden, Straßen und Bahnlinien waren nicht mehr befahrbar, der Bezirk von der Umwelt abgeschnitten.

Keine Hoffnung dürfte mehr bestehen, die beiden in Taxenbach im Pinzgau vermissten Personen noch lebend zu finden. Die Suche nach einem Bauer, der mit seinem Traktor von einer Mure mitgerissen wurde, und einer Frau, die mit einem Auto in einen Bach gestürzt und nach dem Aussteigen mitgerissen wurde, lief auch am Montagnachmittag weiter auf Hochtouren.

Bei Hochwasser fahren Rettungskräfte mit Schlauchbooten durch eine überflutete Straße.
APA13021716-2 - 02062013 - TIROL - ÖSTERREICH: ZU APA 100 CI - Die Situation nach den starken Regenfällen in Kössen / Tirol , aufgenommen am Sonntag, 02. Juni 2013 . Nach den heftigen Regenfällen in Österreich ist es zu den ersten Überschwemmungen und Murenabgängen gekommen. APA-FOTO: EXPA/ MIKE WENDT
Zivilschutzalarm wurde in Tirol gegeben: Rund 60 Hangrutsche und Murenabgänge wurden am Sonntag verzeichnet. Am prekärsten war die Situation in Kössen, St. Johann und Waidring. Hunderte Personen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die wichtigen Verkehrsverbindungen im Bezirk Kitzbühel waren unterbrochen. Montagvormittag hat sich die Situation etwas entspannt. Der Regen ließ nach, auch die Pegelstände der Flüsse gingen zurück.

Mehr als 3000 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 150 Helfer des Roten Kreuzes befanden sich in Tirol im Einsatz. In St. Johann half zusätzlich das Bundesheer. In Kössen trat die Großache über die Ufer. Der Strom fiel aus, Ortsteile standen unter Wasser, Autos schwammen herum. Viele Bewohner flüchteten zu Verwandten, andere wurden in der Sporthalle und in einem Hotel untergebracht. „Wir stehen seit zwei Uhr Früh in höchster Alarmbereitschaft“, sagt Bürgermeister Stefan Mühlberger. Die Lage sei äußerst heikel: „Die Wasserrettung muss immer wieder Menschen aus ihren Häusern befreien.“

Vermisster Vorarlberger tot aufgefunden

Ein 58-jähriger Vorarlberger, nach dem seit Sonntag gesucht wurde, ist Montagvormittag tot aufgefunden worden. Der Mann hatte am Samstagabend eine Feier besucht, von der er nicht nach Hause zurückkehrte. Weil sein Heimweg am Koblacher Kanal in Mäder (Bezirk Feldkirch) entlangführte, wurde befürchtet, dass er in das Hochwasser führende Gewässer gestürzt ist. Am Montagvormittag gegen 10.40 Uhr wurde die Leiche des Mannes im Bereich des Ortsendes von Altach (Bezirk Feldkirch) entdeckt. Zur Todesursache des Mannes aus Götzis (Bezirk Feldkirch) gab es vorerst keine Angaben. Zunächst müsse die sanitätspolizeiliche Untersuchung abgewartet werden, hieß es seitens der Polizei. Der Mann dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach ertrunken sein.

In Vorarlberg scheint in Sachen Hochwasser das Gröbste überstanden zu sein. Landeshauptmann Markus Wallner gab am Sonntagabend Entwarnung. "Die erhöhte Alarmbereitschaft ist beendet", erklärte der Landeschef. Vorarlberg war vor allem von zahlreichen Murenabgängen und lokalen Überschwemmungen betroffen.

Steiermark: Gefahr durch Hochwasser akut

In der Steiermark war vor allem der Bezirk Liezen massiv von Überflutungen betroffen. Auch hier standen Hunderte Feuerwehren im Dauereinsatz. Die starken Regenfälle haben mittlerweile aber aufgehört und die Pegel der Enns und der Traun gingen wieder zurück. Die Gefahr durch Hochwasser sei jedoch weiterhin akut, erklärte Thomas Meier, Sprecher des steirischen Landesfeuerwehrverbandes.

Nähere Informationen zu Oberösterreich, Niederösterreich und Wien siehe unten.

Spenden

In Oberösterreich wurde zusätzlich zu den Mitteln aus dem Katastrophenfonds ein Spendenkonto - mit der Nummer 800003, der Bankleitzahl 54.000 und dem Verwendungszweck "Hochwasserhilfe OÖ 2013" - eingerichtet.

Das Land Niederösterreich hat bei der Hypo NÖ Landesbank ein Spendenkonto für die Opfer des aktuellen Hochwassers eingerichtet. Es lautet auf „ Hochwasser 2013“, die Kontonummer ist 04455 014455, die Bankleitzahl 53000.

Die Caritas bittet um Spenden für die Opfer des Hochwassers über die Spendenkonten der Erste Bank, Kontonummer 01234560, Bankleitzahl 20111 sowie das Spendenkonto der PSK, Kontonummer 7.700.004, Bankleitzahl 60.000. Das Kennwort ist " Katastrophenfonds Österreich".

Auch die Diakonie hat ein Spendenkonto für die Opfer des Hochwassers eingerichtet. Gespendet werden kann online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.at/spenden oder via Überweisung mit dem Kennwort " Hochwasser", PSK, Kontonummer 23 13 300, Bankleitzahl 60 000.

Das Rote Kreuz bat um Spenden und hat dafür ein Konto bei der Erste Bank mit dem Kennwort " Hochwasser" eingerichtet, mit der Kontonummer 40014400144 und der Bankleitzahl 20111.

Auch der ORF hat am Montag eine Hilfsaktion gestartet und ein Spendenkonto für die Opfer des Hochwassers eingerichtet. Spenden wurden unter der Kontonummer 400 144 001/00 bei der Erste Bank, Bankleitzahl 20111 erbeten.

Infos

Die aktuellsten Wetterprognosen finden Sie hier.

Einen Überblick über die Verkehrslage gibt es hier.

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Video: Philipp Blüthl

Die Hochwasserkatastrophe hat auch auf die Wirtschaft der überfluteten Gebiete schwere Auswirkungen. Betroffene Unternehmen können die Möglichkeit der Kurzarbeit nutzen, weist das Arbeits- und Sozialministerium heute Montag auf eine Möglichkeit zur Entlastung hin. "Für Betriebe, die besonders von der derzeitigen Hochwasserkatastrophe betroffen sind, stellt die Arbeitsmarktpolitik vor allem in Form der Kurzarbeit kurzfristige Unterstützung zur Verfügung", unterstreicht Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer. Im Katastrophenfall werde alles "rasch und unkompliziert" abgewickelt, heißt es aus dem Ministerium auf APA-Anfrage.

Konkret geht es dabei um die normale Kurzarbeitshilfe, die auch bei sonstigen Schwierigkeiten eingesetzt werden kann. Dabei wird die Arbeitszeit der Arbeitnehmer reduziert, die entfallene Entlohnung wird großteils ausgeglichen. Zumindest 90 Prozent des Normallohns sollten die Beschäftigten bekommen, so das Ziel.

Wenn zum Beispiel die Arbeitszeit um 50 Prozent reduziert wird, zahlt das Arbeitsmarktservice (AMS) für die entfallene Hälfte das halbe Arbeitslosengeld als Kurzarbeitsunterstützung. Weitere Hilfen können von den Sozialpartnern vereinbart werden.

Bei Naturkatastrophen wie Hochwasser oder vergleichbaren Schadensereignissen ist die Verständigung des AMS unmittelbar nach Eintritt des Ereignisses und eine Vereinbarung auf betrieblicher Ebene erforderlich, betont das AMS.

Die Kosten sowie die budgetären Auswirkungen des Hochwassers sind in Österreich noch nicht abschätzbar, sagt Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP). „Es wäre zu früh, über ein Schadensausmaß zu reden, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Umweltminister Nikolaus Berlakovich (beide ÖVP) am Montag. Gemeinsam mit den betroffenen Nachbarstaaten, werde man bei der EU um Unterstützung ansuchen. Der Krisenstab im Innenministerium tage ständig, sagte Innenministerin Johann Mikl-Leitner. Bundeskanzler Werner Faymann, Verteidigungsminister Gerald Klug und Staatssekretär Josef Ostermayer (alle SPÖ) habenMontagvormittag die vom Hochwasser schwer getroffene oberösterreichische Gemeinde Ebensee besucht.

Gemeinsam mit Bayern, der Slowakei und Ungarn habe man sich geeinigt, bei der EU um Unterstützung aus dem 2002 eingerichteten Hilfskatastrophenfonds anzusuchen, sagte Spindelegger. Er sprach von einer “unglaublichen Schadenssumme", die für Österreich zu erwarten sei. Das Hochwasser habe allerdings noch längst nicht seinen Höhepunkt erreicht. Die Situation sei noch “äußerst angespannt".

Dank an die Helfer

Der Bundeskanzler und der Verteidigungsminister nahmen an der morgendlichen Lagebesprechung der Einsatzkräfte von Bundesheer, Feuerwehr und Polizei im Gemeindeamt Ebensee teil. Sie konnten sich dabei ein umfassendes Bild über die derzeitige Lage machen.

„Wir werden die Betroffenen hier in Ebensee wie in ganz Österreich selbstverständlich beim Wiederaufbau unterstützen. Wir lassen niemanden im Stich“, sagte der Kanzler. Man agiere hier in enger Abstimmung mit den Ländern, um „schnell und unbürokratisch zu helfen“, so Faymann. „Die Helfer vor Ort leisten Großartiges. Der Dank gilt hier vor allem den Feuerwehren, der Polizei, den Soldaten des Bundesheeres und den vielen Freiwilligen, die rund um die Uhr im Einsatz sind“, sagten Faymann und Klug.

Bundesheer

„Derzeit unterstützt das Bundesheer mit rund 700 Soldaten die zivilen Einsatzkräfte in den Katastrophengebieten. Weitere 2000 Soldaten halten sich für Einsätze bereit“, sagte Verteidigungsminister Gerald Klug. Zusätzlich wurden 24 Hubschrauber des Bundesheeres für Erkundungs- und Evakuierungsflüge eingesetzt.

Kritik der Opposition

Naturgemäß setzt es von der Opposition auch Kritik am Hochwasserschutz. „Aus dem Jahrhunderthochwasser 2002 hat die Regierung nichts gelernt. Denn Schutzbauten werden auf die lange Bank geschoben, Umweltminister Berlakovich hat heuer sogar die Mittel gekürzt“, kritisiert Team Stronach Umweltsprecher Erich Tadler. Für ihn ist es „ein Skandal, dass Milliarden nach Zypern und in andere marode Länder fließen, während Österreicher wegen fehlender Schutzanlagen durch Murenabgänge und Hochwasser ihr Hab und Gut verlieren.“

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