Muren nach dem Starkregen

Schneeschmelze und heftige Niederschläge halten die Feuerwehren auf Trab.


Salzburg: Eine Sperre im Bereich Fischbach. Salzburg: Überflutungen im Bereich Tiefenbach. Bei Pumparbeiten im Ortsteil Tipschern (Gemeinde Sankt Martin) wurde ein Feuerwehrmann von einer Schlauchkupplung im Gesicht getroffen und unbestimmten Grades verletzt. Bei Pumparbeiten im Ortsteil Tipschern (Gemeinde Sankt Martin) wurde ein Feuerwehrmann von einer Schlauchkupplung im Gesicht getroffen und unbestimmten Grades verletzt. Bei Pumparbeiten im Ortsteil Tipschern (Gemeinde Sankt Martin) wurde ein Feuerwehrmann von einer Schlauchkupplung im Gesicht getroffen und unbestimmten Grades verletzt.

Intensiver Regen und Temperaturen, die auch noch den Schnee schmelzen lassen, hielten am Samstag in vielen Regionen Feuerwehren und Geologen in Atem. Sogar Häuser mussten zur Sicherheit evakuiert werden.

In Tirol gerieten vor allem in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel völlig durchnässte Hänge in Bewegung, Erdrutsche waren die Folge. In Niederndorferberg türmte sich Erde bis auf das Dach einer Tischlerei. „Für das beschädigte Gebäude besteht Betretungsverbot“, berichtet Landesgeologe Gunther Heißel. Zwei Wohnhäuser daneben bleiben bis Sonntagmorgen evakuiert. Spätestens dann soll sich die Wetterlage wieder entspannen.

Auch bei Hopfgarten mussten die Bewohner von zwei Häusern ihr Heim verlassen, nachdem ein Hangrutsch die Straße nach Wildschönau verschüttet hatte. „Die Feuerwehr hat die Rutschfläche abgedeckt, damit nicht noch weiter Regen eindringen kann“, sagt Geologe Thomas Figl. Bei Oberndorf kontrollierten Feuerwehrleute Messeinrichtungen in einem Hang, der ins Rutschen geraten war. Er bedroht die Zufahrt zu einem Hof, der vorerst aber nicht evakuiert werden musste.

Starker Regen hat in der Nacht auf Samstag in mehreren Bundesländern zu Murenabgängen, Hochwasser und Überflutungen geführt. Im Bild: Eine Sperre im Bereich Fischbach (Salzburg). Alleine in Salzburg standen 28 Feuerwehren die ganze Nacht im Dauereinsatz. 350 Feuerwehrleute rückten bis in der Früh zu 50 Einsätzen aus. Am Samstag ist in Koppl im Salzburger Flachgau ein bewaldeter Hang abgerutscht. Die Erdmassen und Bäume haben die Plainfelder Landesstraße (L220) auf einer Länge von rund zwölf Metern und einer Höhe von rund einem Meter verschüttet. In der Steiermark ein ähnliches Bild: Von Überschwemmungen und Hochwasser war vor allem die Obersteiermark getroffen. Bei Pumparbeiten im Ortsteil Tipschern (Gemeinde Sankt Martin) wurde ein Feuerwehrmann von einer Schlauchkupplung im Gesicht getroffen und unbestimmten Grades verletzt. Nach erfolgter Erster Hilfe durch seine Kameraden wurde der Verletzte vom Roten Kreuz weiterversorgt. Im Gemeindegebiet Mitterberg wurde die Landesstraße von einer Mure verlegt, ein weiterer Straßenabschnitt wurde durch einen über die Ufer getretenen Bach derart unterspült, daß Teile der Straße weggebrochen sind. Feuerwehrleute bei Aufräumarbeiten im Bezirk Liezen. Bezirk Liezen. Zu zahlreiche Feuerwehreinsätzen hat der Starkregen auch in Oberösterreich geführt. Hauptsächlich galt es, überflutete Keller auszupumpen. (Bild: Steyr) In Steyr herrschte Hochwasseralarm. Ennskai, Ortskai und Unterer Schiffweg wurden vorsorglich gesperrt, hieß es aus dem Landesfeuerwehrkommando. Ein Mädchen in Steyr kann dem Regen was Gutes abgewinnen. Der hydrografische Dienst des Landes Oberösterreich meldete steigende Pegelstände an etlichen Messstellen wie zum Beispiel in Schärding am Inn, Linz, Mauthausen und Grein an der Donau, Wels und Gmunden an der Traun. Hochwasser in Schärding, OÖ Eine durch die Salzach überflutete Strasse im Bereich Ettenau. Überflutungen im Bereich Neukirchen an der der Enknach. Überflutungen im Bereich Neukirchen an der der Enknach.

Auch in der Obersteiermark führte der Regen zu Hochwasser, Überflutungen und Muren. Allein im Bezirk Liezen standen rund 500 Helfer von 32 Feuerwehren im Einsatz. Einer von ihnen wurde von einer Schlauchkupplung getroffen und erlitt Platzwunden im Gesicht.

Straßensperren

In Oberösterreich waren vor allem das Salzkammergut und das Innviertel von Überflutungen betroffen. Allein die Traun verzeichnete binnen zwölf Stunden einen Wasseranstieg von mehr als zwei Metern – und es regnete heftig weiter. Die Einsatzkräfte standen im Dauereinsatz. Die Enns stieg binnen kurzer Zeit stark an. In Steyr mussten am Vormittag Ennskai, Ortskai und der Untere Schiffweg gesperrt werden. Und auch der Inn drohte über die Ufer zu treten. In Schärding wurden Hochwasserwände aufgebaut. Oberhalb von 1500 Meter gab es dafür viel Neuschnee.

Im Großraum Mondsee wurde die B154 nach kleineren Felsstürzen gesperrt. Ähnlich brisant war es auf der L551 im Bezirk Kirchdorf.

Brisant auch die Lage in Teilen Salzburgs. Auf der Pleinfelder Landesstraße bei Koppl kam es zu einem Murenabgang. 300 m² Erde samt Bäumen stürzten auf die Fahrbahn. Die Straße bleibt die nächsten Tage gesperrt.

In NÖ wurde entlang der Donau der Hochwasserschutz aufgebaut. In Rossatz der Campingplatz geräumt, in Spitz die Durchgänge zum Treppelweg geschlossen.

Falls Sie Bilder vom Hochwasser gemacht haben, freuen wir uns über Zusendungen an newsroom@kurier.at.

(KURIER) Erstellt am
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