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Chronik Österreich
08/02/2021

Erneut über 300 Neuinfektionen in Österreich

Zudem gibt es einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion.

von Kevin Kada

Von Sonntag auf Montag gab es in Österreich 364 neue Corona-Infektionen. Damit liegen die Zahlen zwar unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage von 470 Fällen, doch stellen sie den höchsten von Innen- und Gesundheitsministerium vermeldete Wert an einem Montag seit Ende Mai dar. Im Vergleich zur Vorwoche (312 Fälle) legten die Neuinfektionen um 52 Fälle zu. Damit steigt die 7-Tage-Inzidenz auf 36,96 an.

Zudem gibt es einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion. Die Zahl der aktiven Fälle steigt mit 307 neuen Genesenen auf 5.439 an.

In den vergangenen 24 Stunden wurden 39.650 neue PCR-Tests durchgeführt, die Positivrate liegt damit bei 0,92 Prozent.

In den österreichischen Spitälern gibt es aktuell 124 Patienten, das sind drei mehr als noch am Vortag. Auf den Intensivstationen sind es 31 Patienten aktuell und damit zwei Patienten mehr als am Vortag.

Wenig Erstimpfungen

Das Impf-Dashboard des Bundes weist für den Vortag nur 1.693 Erstimpfungen aus, ähnlich niedrige Zahlen gab es zuletzt Mitte Februar bei damaliger Impfstoffknappheit. Damit sind trotz besserer Verfügbarkeit weiterhin weniger als 60 Prozent der Einwohner geimpft.

25.194 Impfungen wurden am Sonntag in den E-Impfpass eingetragen, 23.501 davon waren Zweitimpfungen. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.296.374 Personen zumindest eine Teilimpfung erhalten, das sind 59,3 Prozent der Bevölkerung. 4.621.776 und somit 51,7 Prozent der Einwohner Österreichs sind bisher voll immunisiert.

Während die 35- bis 44-Jährigen mit 52 Prozent Vollimmunierungsrate und 62,4 Prozent Erstimpfungen knapp über dem österreichweiten Schnitt liegen, haben die jüngeren Bevölkerungsgruppen Aufholbedarf. Von den 25- bis 34-Jährigen sind 55,9 Prozent erst- und 44,6 Prozent auch zweitgeimpft. Von den Zwölf- bis 14-Jährigen in Österreich haben sich bisher 43,5 Prozent teil- und 29 Prozent voll impfen lassen. Für Unter-Zwölfjährige ist kein Impfstoff zugelassen.

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate im Burgenland mit 67,1 Prozent der Einwohner. In Niederösterreich sind 62,2 Prozent der Bevölkerung zumindest teilgeimpft, in der Steiermark 59,6 Prozent. Nach Tirol (58,9), Vorarlberg (57,8), Wien (57,3), Kärnten (55,9) und Salzburg (55,7) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 55,1 Prozent.

Die Neuinfektionen in den Bundesländern

  • Wien: 110
  • Niederösterreich: 51
  • Oberösterreich: 48
  • Tirol: 46
  • Steiermark: 39
  • Vorarlberg: 27
  • Kärnten: 22
  • Salzburg: 19
  • Burgenland: 2

Aktuelle Entwicklungen

  • Wien: Eine Woche impfen ohne Termin - freie Impfstoffwahl (mehr)
  • Pfizer und Moderna haben ihre Preise für die EU angehoben (mehr)
  • Deutschland: Politik will baldiges Aus für kostenlose Tests (mehr)
  • Millionen Menschen in den USA droht die Zwangsräumung (mehr)
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Impfstatus in Österreich

Seit 27. Dezember 2020 wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

Todesfälle in Österreich

Testungen und Anteil positiver Tests

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

Internationaler Vergleich

Schauen Sie selbst, wo sich Österreich im internationalen Vergleich in Sachen Infektionsgeschehen befindet. 

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