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Chronik Österreich
03/03/2021

Corona: 2.553 Neuinfektionen in Österreich

Wien als Hotspot bei Neuansteckungen mit 690 innerhalb von 24 Stunden. 20 Covid-Tote in ganz Österreich zu beklagen. Anstieg auch bei den Intensivpatienten.

Mehr als drei Wochen nach den ersten Öffnungsschritten nach einem harten Lockdown sind die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in Österreich weiter im Steigen begriffen. Am Mittwoch (Stand: 9.30 Uhr) sind laut Gesundheits- und Innenministerium mehr als 2.500 neue Ansteckungen seit Dienstag registriert worden. 20 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden an oder mit Covid-19 verstorben. Eine Zunahme gab es auch bei den Patienten auf den Intensivstationen von 296 auf 313.

Innerhalb eines Tages haben 2.553 Menschen in Österreich einen positiven PCR-Test erhalten. Im Schnitt wurden in den vergangenen sieben Tagen täglich 2.135 Menschen mit SARS-CoV-2 positiv getestet. Die Sieben-Tage-Inzidenz (pro 100.000 Einwohner) erhöhte sich somit von 161,8 vom Dienstag auf 167,9 am Mittwoch. Der Anteil der positiven PCR-Tests in den vergangenen 24 Stunden - insgesamt wurden österreichweit 51.188 durchgeführt - lag somit bereits bei fünf Prozent. Tags zuvor lag dieser Wert noch bei 3,2 Prozent mit insgesamt 60.618 PCR-Tests.

Wien Hotspot bei Neuinfektionen

Hotspot bei den Neuinfektionen war Wien mit 690 Positivtestungen, allerdings wurde in der Bundeshauptstadt auch österreichweit mit 30.400 Stück die meisten Tests durchgeführt. Somit lag der Anteil der Positivtestungen in Wien bei 2,2 Prozent. Im Vergleich: Das Burgenland ist eines der Bundesländer mit den wenigsten Neuinfektionen (135), allerdings liegt der Anteil der Positivtestungen bei 15,8 Prozent bei den innerhalb der vergangenen 24 Stunden 663 durchgeführten Tests.

Niederösterreich hatte von Dienstag auf Mittwoch 603 Neuansteckungen zu verzeichnen (6.859 PCR-Tests, 8,5 Prozent positiv), Oberösterreich 290 (1.981 PCR-Tests, 14,6 Prozent positiv), die Steiermark 282 (2.772 PCR-Tests, 9,9 Prozent positiv), Kärnten 192 (1.313 PCR-Tests, 14,3 Prozent positiv), Tirol 171 (4.327 PCR-Tests, 4,0 Prozent positiv), Salzburg 156 (1.458 PCR-Tests, 10,6 Prozent positiv) und Vorarlberg 34 (1.415 PCR-Tests, 3,0 Prozent positiv).

Mehr Intensiv-Patienten

Einen weiteren Anstieg gab es bei der Zahl der Patienten auf den Intensivstationen. Am Dienstag mussten noch 296 Menschen intensivmedizinisch behandelt werden, nun sind es 17 mehr. Leichte Entspannung gab es bei den Hospitalisierten, da gab es einen Rückgang von zwölf Patienten auf 1.415. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden 20 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung verzeichnet. Seit Beginn der Pandemie sind 8.625 Menschen daran verstorben. In den vergangenen sieben Tagen gab es durchschnittlich 22,1 Topdesopfer zu beklagen. Das bedeutet 96,9 Tote pro 100.000 Einwohner.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich in Österreich 465.322 Menschen infiziert. 435.699 haben sich davon wieder erholt. Aktuell laborieren 21.028 Menschen an SARS-CoV-2. Das sind 737 mehr seit Dienstag.

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Impfstatus in Österreich und international

Seit 27. Dezember wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen „Näherungswert“. 

Hospitalisierungen in Österreich

Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen gelten vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

Wie die Bettenkapazitäten in Spitälern in den einzelnen Bundesländern aussieht, das zeigt die folgende Grafik. 

    Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

    Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

    In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

    Todesfälle in Österreich

    Corona-Hotspots in Österreich

    Folgende Grafik zeigt täglich die neuen Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner - gereiht nach Bezirk. 

    Anmerkung: Bei Bezirken unter 100.000 Einwohnern sind die Fälle statistisch hochgerechnet um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die in dieser Kategorie angegebenen Neuinfektionen müssen also nicht den tatsächlichen Fällen entsprechen. 

    Testungen und Anteil positiver Tests

    Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

    Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

    Internationaler Vergleich

    Acht Monate nach Beginn der weltweiten Corona-Pandemie findet sich Österreich im weltweiten Spitzenfeld des Infektions-Geschehens wieder.

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