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Chronik Österreich
04/06/2021

Corona: 1.935 Neuinfektionen in Österreich

34.188 aktive Fälle. Alle aktuellen Zahlen zur Corona-Pandemie im Überblick.

Wie geht es weiter in Sachen Lockdown? Darüber berät heute die Bundesregierung gemeinsam mit der Opposition, Experten und den Landeshauptleuten (mehr dazu hier).

Entscheidend für das Ergebnis des heutigen Gipfels ist neben der Situation auf den Intensivstationen das aktuelle Infektionsgeschehen. 

Das war über die Osterfeiertage konstant bis leicht sinkend - Österreich hält aktuell bei einer 7-Tages-Inzidenz von 228. 

Von Ostermontag auf Dienstag wurden 1.935 neue Infektionen gemeldet. Das ist der niedrigste Wert seit Mitte März - hängt aber wohl auch mit den Osterfeiertagen und einer damit einhergehenden verringerten Testaktivität zusammen (Rund 27.000 im Vergleich zu rund 50.000 wochentags). 

In den vergangenen 24 Stunden wurden zudem 35 neue Todesfälle gemeldet. Damit gibt es aktuell 34.188 aktive Fälle in Österreich.

69 neue Patienten wurden in den vergangenen 24 Stunden auf eine Normalstation eingeliefert, 14 zusätzliche Patienten gibt es auf den ohnehin bereits belasteten Intensivstationen (siehe Grafik weiter unten). Derzeit befinden sich somit 2.395 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung - 578 davon auf Intensivstationen

Aktuelle Neuinfektionen nach Bundesland

  • Burgenland: 62
  • Kärnten: 133
  • Niederösterreich: 411
  • Oberösterreich: 322
  • Salzburg: 141
  • Steiermark: 223
  • Tirol: 171
  • Vorarlberg: 31
  • Wien: 441

Aktuelle Entwicklungen

  • Erste Osterbilanz: 524 Anzeigen wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung (mehr)
  • Drittel hielt sich nicht an Maskenpflicht an Wiener Plätzen (mehr)
  • Am Dienstag wird der Ost-Lockdown evaluiert (mehr)
  • Corona-Hotspots in Österreich: Wien schon bei 7-Tages-Inzidenz von 340 (mehr)
  • Maskenverweigerer in Wiener U-Bahnstation attackiert Polizisten (mehr)
  • Virologe Drosten: "Können diese Welle noch brechen" (mehr)
  • Deutsche glauben nicht an Merkels Impfversprechen (mehr)
  • Besuchslockerungen für Alten- und Pflegeheime nach Ostern (mehr)
  • Slowenien stoppt Astra-Impfungen für Unter-60-Jährige (mehr)

Neue Fälle nach Alter

Während in der ersten und zweiten Welle vor allem ältere Menschen betroffen waren, wurden in der dritten Welle auch viele Jugendliche infiziert. Das liegt zum einen in einer massiven Ausweitung der Testungen - seit Februar werden Österreichs Schüler via Antigen-Test auf das Coronavirus getestet. 

Und zum anderen an der weiten Verbreitung der britischen Virusvariante, die deutlich ansteckender ist. 

Zur Grafik: Klicken Sie auf die einzelnen Altersgruppen, um sie ein- und auszublenden.

Impfstatus in Österreich und international

Seit 27. Dezember wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Hospitalisierungen in Österreich

Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen gelten vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

Wie die Bettenkapazitäten in Spitälern in den einzelnen Bundesländern aussieht, das zeigt die folgende Grafik. 

    Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

    Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

    In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

    Todesfälle in Österreich

    Corona-Hotspots in Österreich

    Folgende Grafik zeigt täglich die neuen Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner - gereiht nach Bezirk. 

    Anmerkung: Bei Bezirken unter 100.000 Einwohnern sind die Fälle statistisch hochgerechnet um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die in dieser Kategorie angegebenen Neuinfektionen müssen also nicht den tatsächlichen Fällen entsprechen. 

    Testungen und Anteil positiver Tests

    Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

    Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

    Internationaler Vergleich

    Acht Monate nach Beginn der weltweiten Corona-Pandemie findet sich Österreich im weltweiten Spitzenfeld des Infektions-Geschehens wieder.

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