© KURIER

Chronik Österreich
06/05/2021

271 neue Corona-Infektionen in Österreich

Die Zahlen gehen weiter nach unten. Die Corona-Lage in Österreich verbessert sich.

Von Freitag auf Samstag wurden 271 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Bisher gab es in Österreich 646.438 positive Testergebnisse. Mit heute sind österreichweit 10.636 Personen an den Folgen des Coronavirus verstorben und 630.458 wieder genesen. Derzeit befinden sich 450 Personen aufgrund des Virus in krankenhäuslicher Behandlung, davon 146 auf Intensivstationen.

Sieben-Tages-Inzidenz bei 25,1

Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei den Corona-Infektionen sinkt weiter und lag am Samstag nach den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium (Stand 9.30 Uhr) nur mehr bei 25,1.

Anstieg bei Spitals- und Intensivpatienten

Allerdings gab es signifikante Anstiege bei Spitals- und Intensivpatienten. Im Krankenhaus lagen am Samstag 450 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung, um 90 mehr als am Freitag. 146 von ihnen wurden auf Intensivstationen betreut um 28, mehr als am Freitag. Innerhalb einer Woche war es dennoch ein Rückgang um 22 Intensivpatienten. Der Anstieg ging aber ausschließlich auf das Konto von Wien und liegt an einer neuen Zählweise in der Bundeshauptstadt, wie Corinna Had vom Wiener Krisenstab der APA mitteilte.

Anders als früher werden in die Wiener Zählung demnach auch Long-Covid-Patienten einbezogen. In Wien gab es daher einen Anstieg um 97 Spitals- und 35 Intensivpatienten gegenüber Freitag. Das bedeutet, rechnet man die Bundeshauptstadt hinaus, ging die Zahl der Spitals- und Intensivpatienten in Österreich weiter zurück.

Keine Genesenen dazugekommen plus Datenbereinigung

Neu Genesene gab es in den vergangenen 24 Stunden nicht. Das führte das Innenministerium auf eine Datenbereinigung zurück, die auch bedeutete, dass es mit 5.344 aktiv Infizierten um 946 mehr als am Freitag gab.

Die Neuinfektionen in den Bundesländern

Burgenland: 5
Kärnten: 13
Niederösterreich: 76
Oberösterreich: 43
Salzburg: 2
Steiermark: 24
Tirol: 44
Vorarlberg: 9
Wien: 55

Fünf Todesfälle

Fünf Menschen starben in den vergangenen 24 Stunden an oder mit Covid-19, im Sieben-Tages-Schnitt waren es täglich 6,3. In den vergangenen sieben Tagen wurden 44 Todesfälle registriert. Insgesamt hat die Pandemie seit ihrem Ausbruch 10.636 Menschenleben in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie 119,5 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Genesen sind seit Ausbruch der Epidemie 630.458 Personen.

3.850.933 Menschen zumindest einmal geimpft

Am Freitag wurden 100.983 Impfungen durchgeführt worden. Nach den Daten des E-Impfasses haben 3.850.933 Menschen in Österreich oder 43,3 Prozent der Bevölkerung zumindest eine Teilimpfung erhalten. 1.734.733 und somit 19,5 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

Am höchsten lag die Durchimpfungsrate weiterhin im Burgenland mit 48,3 Prozent. In Niederösterreich sind 45,3 Prozent der Bevölkerung geimpft, in Tirol 44,9 Prozent. In Salzburg waren 44,5 Prozent immunisiert, in Vorarlberg 43,9 Prozent, in Kärnten 43,7 Prozent, in der Steiermark 42,6 Prozent und in Oberösterreich 42,2 Prozent. Wien ist weiterhin das einzige Bundesland mit einer Durchimpfungsrate von unter 40 Prozent, sie lag am Freitag bei 38,6 Prozent.

Höchste Sieben-Tages-Inzidenz in Vorarlberg

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz war auch am Samstag Vorarlberg mit 59,2, gefolgt von Tirol, Niederösterreich und Steiermark mit 43,8, 28,6 bzw. 25,2. In Wien lag die Sieben-Tages-Inzidenz bei 23,8, in Kärnten bei 23, in Oberösterreich bei 22,2, im Burgenland bei 11,9 und in Salzburg bei null.

Aktuelle Entwicklungen

  • NÖ gibt Impfdosen an Wien ab: Erste Tranchen geliefert (mehr)
  • Spanien hebt PCR-Testpflicht bei der Einreise auf (mehr)
  • Keine Quarantäne für geimpfte Personen (mehr)
  • 85 Prozent meinen: Pandemie noch lange nicht vorbei (mehr)
  • Weltweit mehr als 172 Millionen Corona-Infizierte (mehr)
  • Deutschland streicht fast ganz Österreich von Risikoliste (mehr)
  • Bei Delta-Variante werden schwerere Verläufe befürchtet (mehr)
  • Kindergärten: keine Pflichttests (mehr)
  • Erstes Bundesland ohne Neuinfektionen (mehr)
  • Justiz ermittelt in Tirol gegen Schnelltestanbieter (mehr dazu)
  • Rückgang der Corona-Fallzahlen verlangsamt sich (mehr)

Neue Fälle nach Alter

Während in der ersten und zweiten Welle vor allem ältere Menschen betroffen waren, wurden in der dritten Welle auch viele Jugendliche infiziert. Das liegt zum einen in einer massiven Ausweitung der Testungen - seit Februar werden Österreichs Schüler via Antigen-Test auf das Coronavirus getestet. 

Und zum anderen an der weiten Verbreitung der britischen Virusvariante, die deutlich ansteckender ist. 

Zur Grafik: Klicken Sie auf die einzelnen Altersgruppen, um sie ein- und auszublenden.

Impfstatus in Österreich und international

Seit 27. Dezember wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Hospitalisierungen in Österreich

Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen gelten vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

Wie die Bettenkapazitäten in Spitälern in den einzelnen Bundesländern aussieht, das zeigt die folgende Grafik. 

    Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

    Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

    In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

    Todesfälle in Österreich

    Corona-Hotspots in Österreich

    Folgende Grafik zeigt täglich die neuen Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner - gereiht nach Bezirk. 

    Anmerkung: Bei Bezirken unter 100.000 Einwohnern sind die Fälle statistisch hochgerechnet um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die in dieser Kategorie angegebenen Neuinfektionen müssen also nicht den tatsächlichen Fällen entsprechen. 

    Testungen und Anteil positiver Tests

    Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

    Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

    Internationaler Vergleich

    Acht Monate nach Beginn der weltweiten Corona-Pandemie findet sich Österreich im weltweiten Spitzenfeld des Infektions-Geschehens wieder.

    eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

    Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

    Jederzeit und überall top-informiert

    Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.