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Chronik Österreich
08/30/2021

1.120 Neuinfektionen in Österreich

Zudem wurde ein neuer Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Die vierte Welle nimmt deutlich früher an Fahrt auf als die zweite Welle im vergangenen Herbst. Das zeigt der Blick auf die Statistik. Wurden vor genau einem Jahr 181 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wurden von Sonntag auf Montag 1.120 neue Corona-Infektionen registriert. 

Zudem gibt es einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion zu vermelden, damit hat die Pandemie bisher 10.782 Todesopfer in Österreich gefordert. Die Zahl der aktiven Fälle steigt um 28 auf 15.105 an. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 106,43.

Die steigenden Zahlen machen sich auch in den Krankenhäusern bemerkbar: In Österreichs Spitälern befinden sich aktuell 453 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung, das sind um 13 mehr als am Vortag. 122 Patienten liegen auf einer Intensivstation - das sind um 10 mehr als noch tags zuvor. Mehr Patienten mussten zuletzt Anfang Juni intensiv behandelt werden.

In den vergangenen 24 Stunden wurden 37.226 PCR-Tests durchgeführt, die Positivrate beträgt 3,01 Prozent.

Impfungen

Gleichzeitig ist die Zahl der Impfungen stark rückläufig. Obwohl Experten vor einem Ausufern der vierten Welle warnen, sind am Sonntag lediglich 3.268 Impfungen durchgeführt worden. 1.597 davon waren Erstimpfungen (inklusive Johnsson & Johnsson), 1.671 waren Zweitstiche. Binnen der letzten Woche wurden somit 91.278 Impfdosen verabreicht. Anfang Juni wurden am Spitzentag noch über 143.000 Menschen geimpft. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.490.613 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 61,5 Prozent der Bevölkerung. Exakt 5.189.613 und somit 58,1 Prozent der Österreicher sind unterdessen voll immunisiert.

Eine Vollimmunisierung, die laut Experten vor einem schweren Verlauf der Krankheit schützt, haben im Burgenland 66,2 Prozent der Bevölkerung erhalten, gefolgt von Niederösterreich (61 Prozent), der Steiermark (58,9 Prozent), Vorarlberg (57,7 Prozent), Tirol (56,8 Prozent), Wien (56,2 Prozent), Salzburg (54,6) und Kärnten (54,4 Prozent). Schlusslicht ist weiterhin Oberösterreich mit 53,6 Prozent an Vollimmunisierten.

Neuinfektionen in den Bundesländern

  • Burgenland: 16
  • Kärnten: 40
  • Niederösterreich: 150
  • Oberösterreich: 236
  • Salzburg: 72
  • Steiermark: 80
  • Tirol: 73
  • Vorarlberg: 24
  • Wien: 419

Aktuelle Entwicklungen

  • Baden-Württemberg plant Lockdown für Ungeimpfte (mehr)
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  • Niederösterreich startet mit dritter Impfrunde (mehr)
  • Ungeimpfter US-Lehrer ohne Maske infiziert Kinder und Erwachsene (mehr)
  • Van der Bellen ruft zum Impfen auf (mehr)

Impfstatus in Österreich

Seit 27. Dezember 2020 wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

Todesfälle in Österreich

Testungen und Anteil positiver Tests

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

Internationaler Vergleich

Schauen Sie selbst, wo sich Österreich im internationalen Vergleich in Sachen Infektionsgeschehen befindet. 

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