In Linz wurde im November ein Polizeiauto angezündet – dahinter dürfte eine Jugendbande stecken

© LPD OÖ

Chronik Oberösterreich
12/31/2021

Corona-Protest: Anschlag auf Polizeiinspektion vereitelt

Jugendbande soll Tat mit Molotowcocktail in Silvesternacht in Linz geplant haben. Die Verdächtigen sitzen in Haft.

von Patrick Wammerl

Die Jugendbande macht unter dem Namen "La Casa Bariks 4030" in sozialen Medien von sich reden. 4030 steht für die Postleitzahl von Linz. Dort könnte durch die Festnahme eines 20-jährigen mutmaßlichen Rädelsführers ein in der Silvesternacht geplanter Anschlag auf die Polizeiinspektion Linz-Ebelsberg vereitelt worden sein. Die Jugendbande soll sogar Vorbereitungen getroffen haben, um einen Polizisten anzuzünden, sollte ihnen die Exekutive bei ihrem Plan in die Quere kommen.

Nachdem eine Gruppe Jugendlicher am 14. November in Linz ein Polizeiauto mit Benzin übergossen und angezündet hatte, konnten zwei 16-Jährige und ein 20-Jähriger als Verdächtige ausgeforscht werden. Die Ermittler gingen davon aus, dass sie Teil einer größeren Gruppe sein dürften. Denn die Verdächtigen hatten in den Wochen zuvor mehrmals Radau geschlagen und Polizeieinsätze provoziert.

Mit derartigen Aktionen rühmten sie sich in sozialen Medien, auch der Anschlag auf das Polizeiauto wurde gefilmt und ins Netz gestellt. Zwei der Verdächtigen gaben bei der Einvernahme an, zu der Tat angestiftet worden zu sein. Demnach soll das 20-jährige "Oberhaupt" von "La Casa Bariks", David F., als Strippenzieher dahinter stecken. Aufgrund dieser Aussagen wurde das Duo am 27. November von drei jungen Männern in Linz zusammengeschlagen und dazu genötigt, bei der Polizei keine Aussagen mehr zu machen.

Mithilfe von Aufnahmen einer Videoüberwachung konnten die mutmaßlichen Schläger – es handelt sich um einen 14-Jährigen und zwei 16-Jährige – ausgeforscht und am 10. Dezember festgenommen werden. Die beiden Älteren wurden in eine Justizanstalt eingeliefert. Im Zuge der Ermittlungen kamen die Kriminalisten schließlich auf die Spur von David F., der am 22. Dezember von der Spezialeinheit Cobra in Handschellen gelegt wurde. Wie die Erhebungen ergaben, soll der Österreicher mit bosnischen Wurzeln eine Revolte gegen die Polizei geplant haben. Die Bande wollte damit mutmaßlich gegen die Corona-Maßnahmen und Kontrollen durch die Exekutive aufbegehren.

Polizisten als Zielscheibe

So sagten Zeugen, dass für die Silvesternacht ein Anschlag mit einem Molotowcocktail geplant war. Der 20-Jährige verweigerte bisher die Aussage, er sitzt in U-Haft. "Polizisten werden verstärkt zum Ziel der Corona Maßnahmengegner. Dieser Entwicklung werden wir mit aller Konsequenz und den Mitteln des Rechtsstaates entgegensteuern", sagt Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

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