Französischer Konzern schluckt Abfallentsorger
Paprec übernimmt 80 Prozent von Brantner Green Solutions. Zur Umweltsparte gehört auch der Standort Wulkaprodersdorf mit rund 30 Mitarbeitern.
Knappe vier Jahre nach der Übernahme der Wulkaprodersdorfer Abfallentsorgungsfirma Hackl durch die Brantner-Gruppe aus Krems in Niederösterreich gibt es jetzt wieder einen Eigentümerwechsel. Die französische Paprec Gruppe wird strategischer Mehrheitsgesellschafter von Brantner Green Solutions, der Umwelt- und Abfallwirtschaftssparte der Brantner Gruppe, zu der auch der Standort in Wulkaprodersdorf gehört.
Die strategische Mehrheitsbeteiligung von Paprec habe „derzeit keine Auswirkungen auf den Standort“ im Nordburgenland, teilte ein Brantner-Sprecher am Dienstag auf KURIER-Anfrage mit. Am Brantner-Standort Wulkaprodersdorf sind derzeit rund 30 Mitarbeiter beschäftigt, sie stellen Ersatzbrennstoffe her.
Paprec, eines der führenden Recycling- und Abfallwirtschaftsunternehmen Europas mit rund 26.000 Mitarbeitern in 15 Ländern, übernimmt 80 Prozent von Brantner Green Solutions. 20 Prozent bleiben im Besitz der Familie Brantner. Brantner Logistic Solutions und Brantner Real Estate bleiben zur Gänze im Eigentum der Familie Brantner.
Abgespeckt
Die Brantner Gruppe hatte den Hackl-Standort an der B50 bei Wulkaprodersdorf am 1. Dezember 2022 übernommen. Davor war das 1978 gegründete Familienunternehmen Hackl in die Insolvenz geschlittert. Neben der Sortierung von Leichtverpackungen, Baustellenabfällen sowie Gewerbe- und Sperrmüll wurden damals auch die Erzeugung von Ersatzbrennstoffen und das Sammeln von Leichtverpackungen und Kartons angeboten. Übrig geblieben sind die Ersatzbrennstoffe und 30 von 65 Mitarbeitern.THOR
Was ist los im Burgenland?
Aktuelle Nachrichten aus dem Bundesland
Kommentare