Totes Baby im Burgenland: Anklagen gegen fünf Beschuldigte
Zusammenfassung
- Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat im Fall des im Jänner in Nickelsdorf tot aufgefundenen Neugeborenen Anklage gegen fünf Beschuldigte erhoben, die in Untersuchungshaft sitzen.
- Der damals 17-jährigen Mutter wird die Tötung eines Kindes bei der Geburt vorgeworfen, vier Familienangehörigen die Beteiligung an einem Mord.
- Die Angehörigen sollen als Aufpasser fungiert und bei der Beseitigung von Spuren geholfen haben; laut „Kurier“ handelt es sich um Mutter, Schwester, Bruder und Schwager der 17-Jährigen.
Im Fall des im Jänner am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) tot aufgefundenen Neugeborenen hat die Staatsanwaltschaft Eisenstadt Anklage gegen die fünf Beschuldigten eingebracht, die derzeit in Untersuchungshaft sitzen.
Der damals erst 17-jährigen Mutter des Säuglings wird die Tötung eines Kindes bei der Geburt vorgeworfen, vier weiteren Familienangehörigen Beteiligung an einem Mord, erläuterte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag auf APA-Anfrage.
Angehörige als „Aufpasser“
Die Familienangehörigen sollen unter anderem als Aufpasser fungiert und geholfen haben, Spuren am Tatort zu beseitigen. Sie werden, anders als die 17-Jährige, wegen Beteiligung an einem Mord angeklagt, weil der Paragraph 79 des Strafgesetzbuches - Tötung eines Kindes bei der Geburt - nur bei der Kindsmutter zur Anwendung kommen kann, erläuterte die Staatsanwaltschaft.
Bei den Familienmitgliedern handelt es sich laut einem „Kurier“-Bericht um die Mutter, die Schwester, den Bruder und den Schwager der 17-Jährigen.
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