Ticker: Pegel in Oberösterreich gehen zurück

Die aktuellen Entwicklungen in den Hochwasserregionen.

Die Hochwassersituation in Goldwörth in OÖ. Hochwasser beim Kraftwerk Ernsthofen an der Enns. Eine überflutete Stop-Tafel in Sarling, Niederösterreich.
  • Wie bereits vor einigen Minuten berichtet, haben sich Dienstagnachmittag dramatische Szenen auf der Donau bei Wallsee (Bezirk Amstetten) abgespielt. Laut Feuerwehrsprecher Franz Resperger waren fünf Jäger mit einem Boot gekentert. Das Quintett wurde in einem Einsatz zu Wasser und aus der Luft geborgen. Die Männer seien unverletzt, aber vermutlich unterkühlt. Der Anlass für Ihre Bootsfahrt ist noch unbekannt.

  • Im Nachbarland Slowakei bereitet man sich weiterhin fieberhaft auf die nahende Donau-Flutwelle aus Österreich vor. Diese könnte laut jüngsten Prognosen höher als befürchtet sein und erst Donnerstagnachmittag, einen halben Tag später als angenommen, eintreffen. Der Pegel der Donau steigt unaufhaltsam und hat in der Hauptstadt Bratislava bereits Dienstagvormittag mit 8,53 Metern die dritte Hochwasserstufe erreicht. Einige Straßen und Uferteile wurden bereits gesperrt. Auch ein Todesopfer gibt es bereits zu beklagen: Im Süden des Landes ist ein Mann in den Hochwasser führenden Fluss Slana gefallen und ertrunken.

    Am Wochenende dürfte die Flut dann Budapest erreichen. Bereits jetzt wurde der Katastrophen-Notstand ausgerufen und Hochwasserschutzmaßnahmen ergriffen.

    Mehr Informationen zur Situation im Ausland unter Hochwasser: Leichte Entspannung in Deutschland

  • In den sprichwörtlichen Gatsch gegriffen hat heute auch Hannes Halak vom Vorsitzteam der ÖH Linz. Auf Facebook schrieb der VSStÖ-Mann folgende Meldung (Anm. Beim Heinrich-Gleißner-Haus handelt es sich um die Landesparteizentrale der OÖVP).

  • In Linz zieht sich die Donau seit einigen Stunden wieder zurück. Der Höhepunkt war um 4 Uhr früh mit 9,30 Metern - um 12.30 Uhr lag der Pegel bei 9,10 Metern. Wie die Stadt auf Twitter berichtet, konnten einige Bewohner nach den gestrigen Evakuierungen wieder in ihre Häuser zurück. Auch im Verkehr entspannt sich die Lage.

    Alle aktuellen Verkehrsnachrichten

  • In Korneuburg (NÖ) sind am Dienstag neuerlich mehrere Menschen vor dem Hochwasser der Donau in Sicherheit gebracht worden. Die örtliche Feuerwehr rückte mit Booten aus. "Mehrere Personen im Gefahrenbereich weigern sich immer noch, ihre Gebäude zu verlassen".

    In Krems-Stein im Waldviertel kann unterdessen ein Übertritt der Donau weiterhin nicht ausgeschlossen werden, so die Feuerwehr. Und noch ein Aufruf: "Bitte ignorieren Sie die diversen Facebookgruppen, die sich derzeit als Hochwasser-Trittbrettfahrer etablieren." Man solle auf die offiziellen Wasserstands-Nachrichten vertrauen.

  • Das Hochwasser setzt auch der Tierwelt schwer zu. Feuerwehrleute haben gestern und heute Rehe, ein Pferd und auch einen Maulwurf vor den Fluten gerettet.

  • Auf der Donau bei Wallsee-Sindelburg im nö. Mostviertel ist offenbar ein Boot mit fünf Personen an Bord gekentert. Die fünf retteten sich auf Bäume und werden aktuell von der Flugrettung geborgen, berichtet NÖ-Reporter Wolfgang Atzenhofer. Der Anlass für die Bootsfahrt ist noch nicht bekannt.

    In Wallsee gibt es - wie in vielen anderen Gemeinden entlang der Donau - auch Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Die Bewohner wurden von der Gemeinde angewiesen, das Trinkwasser vor der Verwendung abzukochen. Das Einzugsgebiet der örtlichen Brunnen ist überflutet.

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