Wissen | Gesundheit
09.04.2018

Warum der Shiitake so gesund ist

Nicht nur in der Traditionellen Chinesischen Medizin werden die Wirkungen des Pilzes geschätzt.

In Japan und China ist der Shiitake seit Jahrhunderten bekannt, auch weil er dort wild wächst und aufgrund seiner Inhaltsstoffe in der Traditionellen Chinesischen Medizin geschätzt wird. Er soll etwa bei Entzündungen, Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen und Magenleiden helfen. Schon geringe Mengen sollen gegen hohen Blutdruck helfen und einen hohen Cholesterinspiegel senken. Auch in Europa ist der Shiitake-Pilz wegen seines Geschmacks mittlerweile sehr beliebt.

Shiitake-Pilze haben einen guten Eiweißgehalt, gleichzeitig aber sehr wenig Kalorien und kein Fett. 100 Gramm Shiitake enthalten rund 2,2 Gramm Eiweiß und können damit speziell bei veganer Ernährung eine gute Eiweißquelle sein. 100 Gramm decken außerdem 40 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin B5, das für Hormone, Nerven und Energiestoffwechsel wichtig ist. Auch Vitamin C und Vitamin B12 sind enthalten. Der Shiitake unterstützt eine schöne Haut und stärkt das Haar. Auch das enthaltene Kupfer – 100 Gramm enthalten 30 Prozent des Tagesbedarfs – fördert kräftiges und glänzendes Haar. Das bei vielen zu gering vorhandene Vitamin D kann nicht nur durch die Sonne, sondern auch durch Shiitake-Pilze aufgenommen werden: 100 Gramm Pilze decken bereits 40 Prozent des Tagesbedarfs. Für Vitamin D konnten zahlreiche positive Einflüsse auf das Immunsystem nachgewiesen werden.

Shiitake-Dermatitis

Beim Kauf der Pilze sollte darauf geachtet werden, dass sie prall und saftig wirken. Risse und Flecken auf dem Hut des Shiitake sind normale Merkmale und deuten nicht auf eine schlechtere Qualität hin. Frische Shiitake-Pilze können etwa fünf bis sieben Tage im Kühlschrank gelagert werden.

In seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion kommen, wenn Shiitake-Pilze verzehrt werden. Bei der sogenannten "Shiitake-Dermatitis" kommt es zu einem Ausschlag. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung führt dies auf einen Inhaltsstoff des Pilzes zurück: Das Polysaccarid Lentinan kann zu peitschenhiebähnlichen Rötungen der Haut am Körper, den Armen und Beinen sowie im Nackenbereich führen. In Deutschland sind nur sehr wenige Fälle der der Shiitake-Dermatitis bekannt. Sie kann auch auftreten, wenn die Pilze gut gekocht wurden. Kommt es nach dem Verzehr zu einem Hautausschlag, sollten die Pilze gemieden werden.