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Wissen Gesundheit
11/25/2021

Nach Covid-Infektion: Männer oft unfruchtbar und impotent

Kinderwunschexperte Michael Feichtinger beobachtet auch bei mild Betroffenen häufig Langzeitfolgen hinsichtlich ihrer Fruchtbarkeit.

von Elisabeth Gerstendorfer

Impfgegner bringen häufig eine Angst vor Unfruchtbarkeit als Folge der Covid-Impfung gegen eine Impfung hervor. Während diese Behauptung mittlerweile durch mehrere Studien widerlegt ist – sowohl bei Männern als auch bei Frauen konnte kein Einfluss der Vakzine auf die Fruchtbarkeit festgestellt werden –, zeigt sich, dass bei jenen, die an Covid-19 erkrankt waren, sehr wohl Veränderungen feststellbar sind.

Der Kinderwunschexperte Michael Feichtinger beobachtete in seinem Wiener Wunschbaby Institut etwa, dass Männer nach einer Covid-Infektion ein sechsfach erhöhtes Risiko für Impotenz und in weiterer Folge für eine Depression haben. "Auch bei jungen Männern mit Kinderwunsch, welche einen milden Corona-Verlauf hatten, sehen wir häufig Langzeitfolgen im Sinne von stark eingeschränkten Samenbefunden und männlicher Unfruchtbarkeit. Deswegen rate ich auch jungen Männern, entsprechend vorzusorgen und sich unbedingt impfen zu lassen", sagt Feichtinger in einer Aussendung.

Männer schwerer betroffen

Männer zeigen tendenziell schwerere Verläufe als Frauen. Vor kurzem berichtete etwa die New York Times, dass Männer mit Covid-19 um 50 Prozent häufiger beatmet werden müssen und 50 Prozent häufiger an den Folgen der Infektion versterben als Frauen. "Bei Männern konnte ein deutlich schnellerer Abfall von impfspezifischen Antikörpern festgestellt werden im Vergleich zu Frauen. Ich appelliere daher auch an Geimpfte, ihren Impfschutz auffrischen zu lassen", so Feichtinger.

Erst kürzlich zeigte eine schwedische Studie, dass bei den Covid-Impfstoffen von AstraZeneca, Biontech/Pfizer und Moderna der Impfschutz bei Männern schneller nachlässt, ebenso bei älteren Personen sowie Personen mit Vorerkrankungen. Diese Risikogruppen sollten besonders darauf achten, sich impfen zu lassen und sich die Auffrischungsimpfung vier Monate nach dem Zweitstich verabreichen zu lassen. Das Nationale Impfgremium in Österreich empfiehlt dies allen Personen ab 18 Jahren. Studien zeigen aber, dass Männer besonders darauf achten sollten, diese Empfehlung einzuhalten.

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