Wissen | Gesundheit
24.05.2018

Meeresfrüchte können helfen, schneller schwanger zu werden

Paare, die viel Fisch essen, haben häufiger Sex und werden schneller schwanger als Paare, die kaum Meeresfrüchte essen.

Paare, die mehr Meeresfrüchte essen, tendieren dazu, häufiger Geschlechtsverkehr zu haben und werden schneller schwanger als andere Paare. Das zeigt eine neue Studie, die im Endocrine Society's Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism veröffentlicht wurde.

Meeresfrüchte sind eine gute Quelle für Proteine und andere Nährstoffe für Frauen, die schwanger sind oder es werden möchten. Die Sorge über eine Belastung mit Quecksilber hat allerdings dazu geführt, dass manche Frauen Fisch vermeiden, wenn sie versuchen, schwanger zu werden. Laut der US-amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA sind 90 Prozent der in den USA gefangenen Fische aber quecksilberarm und sicher zu essen. Obwohl Ernährungsgesellschaften empfehlen, pro Woche zwei bis drei Portionen quecksilberarmen Fisch zu essen, verzehrt etwa jede zweite Schwangere deutlich weniger.

Häufiger Sex

"Unsere Studie legt nahe, dass Meeresfrüchte viele reproduktive Vorteile haben können, einschließlich einer kürzeren Zeit bis zur Schwangerschaft und häufigerer sexueller Aktivität", sagte Studienautorin Audrey Gaskins von der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston, Massachusetts. "Unsere Studie ergab, dass Paare, die mehr als zwei Portionen Meeresfrüchte pro Woche konsumieren, während sie versuchten, schwanger zu werden, eine signifikant höhere Häufigkeit von Geschlechtsverkehr und eine kürzere Zeit bis zur Schwangerschaft hatten."

Die Forscher aus Harvard untersuchten 500 Paare aus Michigan und Texas aus der Studie "Longitudinal Investigation of Fertility and Environment" (LIFE) für ein Jahr, um den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Meeresfrüchten und der Zeit bis zur Schwangerschaft zu bestimmen. Die Teilnehmer zeichneten ihren Meeresfrüchte-Konsum und ihre sexuelle Aktivität in Tagebüchern auf.

92 Prozent nach einem Jahr schwanger

Die Forscher fanden heraus, dass 92 Prozent der Paare, die mehr als zweimal pro Woche Meeresfrüchte verzehrten, am Ende eines Jahres schwanger waren, verglichen zu 79 Prozent bei Paaren, die weniger Meeresfrüchte aßen. Die Assoziation zwischen Meeresfrüchten und schnellerer Zeit bis zur Schwangerschaft wurde nicht vollständig durch häufigere sexuelle Aktivität erklärt, was darauf hindeutet, dass andere biologische Faktoren im Spiel waren. Diese könnten Auswirkungen auf die Samenqualität, den Eisprung oder die Embryoqualität haben, sagte Gaskins.

"Unsere Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung nicht nur der weiblichen, sondern auch der männlichen Ernährung bis zur Schwangerschaft und legen nahe, dass beide Partner mehr Meeresfrüchte in ihre Ernährung aufnehmen sollten, um einen maximalen Fruchtbarkeitsvorteil zu erzielen", sagte sie.