Wissen und Gesundheit
29.01.2018

Omega-3 gegen Krebs: Fisch besser als pflanzliche Öle

Die Fettsäuren aus Meeresfisch hemmen Krebsentwicklung und -wachstum acht Mal effektiver.

Omega-3-Fettsäuren aus Fisch sind laut einer Studie der University of Guelph in der Krebsprävention stärker als jene aus Leinsamen und anderen Ölen. Untersucht wurde die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren aus Meeresfisch auf die Entwicklung von Brusttumoren. Sowohl bei Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen als auch bei Fisch und Meeresfrüchten gibt es Hinweise, dass sie vor Krebs schützen bzw. Tumorwachstum hemmen. Jene aus Meerestieren sind laut aktueller Studie jedoch acht Mal effektiver. Sie finden sich vor allem in Fischen, Algen und Phytoplankton.

Brustkrebs untersucht

Für die Studie, die im Journal of Nutritional Biochemistry veröffentlicht wurde, erhielten Mäuse mit einer sehr aggressiven Form menschlichen Brustkrebs, die etwa 25 Prozent der Frauen betrifft, verschiedene Arten von Omega-3-Fettsäuren. "Die Mäuse waren den verschiedenen Omega-3-Fettsäuren schon vor der Entstehung von Tumoren ausgesetzt, was uns erlaubte zu vergleichen, wie wirksam die Fettsäuren bei der Prävention sind", sagt Studienautor David Ma.

Die Gabe von Omega-3-Fettsäuren auf Meeresbasis reduzierten die Größe der Tumore um 60 bis 70 Prozent und die Anzahl der Tumore um 30 Prozent. Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren, die sich vor allem in essbaren Samen wie Leinsamen und in Ölen wie Sojaöl und Hanföl finden, hatten denselben Effekt. Allerdings brauchte es für denselben Effekt deutlich höhere Dosen.

Zwei bis drei Portionen Fisch

Omega-3-Fettsäuren wirken präventiv und bekämpfen Krebs, indem sie Gene des Immunsystems aktivieren und Tumorwachstumspfade blockieren. Um den Effekt der in der Studie verabreichten Menge zu erzielen, müssten etwa zwei bis drei Portionen Fisch pro Woche konsumiert werden. Auch Nahrungsergänzungsmittel und funktionelle Lebensmittel wie Milch oder Eier, die Omega-3-Fettsäure zugesetzt enthalten, können krebsvorbeugende Wirkungen haben. Die Studienautoren gehen davon aus, dass Omega-3-Fettsäuren auch für andere Krebsarten von Vorteil sind.