3 von 5, die eine Zigarette probieren, bleiben dabei

Rauchen
Foto: APA/dpa .

Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, die Versuchung der ersten Zigarette zu verhindern.

Nur probiert? Von wegen, einmal ist keinmal: 60 Prozent jener, die einmal eine Zigarette probieren, werden zumindest eine zeitlang zu täglichen Rauchern. Das ergab eine Studie der Queen Mary University of London mit mehr als 215.000 Teilnehmern. Studienleiter Prof. Peter Hajek erklärt: „Das ist der erste fundierte Beweis, dass der Effekt einer einzelnen Erfahrung mit Zigaretten mit so einer großen Datenmenge dokumentiert wurde.“

Bei der Entwicklung jedes Suchtverhaltens sei der Schritt vom Probieren zum täglichen Gebrauch ein wichtiger Meilenstein. Die Studienergebnisse würden zeigen, wie wichtig es ist, die Versuchung der ersten Zigarette zu verhindern, berichten die Forscher im Fachjournal Nicotine & Tobacco Research.

Während das Rauchverbot in der Gastronomie noch heiß diskutiert wird, zählt Österreich weltweit nach wie vor zu den Ländern mit den meisten Rauchern – fast jeder vierte Österreicher qualmt täglich. Im OECD-Vergleich gibt es nur fünf Länder, in denen mehr geraucht wird: Indonesien, Griechenland, Ungarn, China und Türkei. Um wenigstens den Anteil der jugendlichen Raucher zu reduzieren, wurde im Vorjahr unter VP-Familienministerin Sophie Karmasin immerhin ein bundesweites Rauchverbot bis 18 Jahre beschlossen.

E-Zigaretten haben weniger Suchtpotenzial

Bedenken, dass E-Zigaretten so ein Suchtverhalten auslösen wie herkömmliche Zigaretten, kann Hajek nach der Studie nicht bestätigen: "Es gibt auffällig wenige Nichtraucher, die nach Probieren einer E-Zigarette dabei bleiben, während auffällig viele Nichtraucher, die herkömmliche Zigaretten probieren, zu täglichen Rauchern werden. Nikotin ist also nicht der einzige Suchtfaktor."

(Kurier / lada) Erstellt am
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