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Wirtschaft
07/27/2021

Wieder auf fast 40.000 Dollar: Amazon sorgt für Bitcoin-Preisanstieg

Die Talfahrt des Bitcoin-Kurses in den vergangenen Wochen ist vorerst gestoppt. Grund dafür dürfte eine Stellenausschreibung bei Amazon sein – der Riesenkonzern dementiert halbherzig

von Johannes Arends

Es ist mal wieder so weit: Unter Krypto-Fans herrscht seit dieser Woche erneut Jubelstimmung. Denn der Wert der bekanntesten Kryptowährung Bitcoin, der in den vergangenen Wochen zwar langsam, aber stetig gesunken war, schoss am Montag ruckartig in die Höhe und kratzt aktuell wieder an der Marke von 40.000 US-Dollar.

Erst am vergangenen Dienstag war ein Bitcoin erstmals in diesem Jahr weniger als 30.000 Dollar wert gewesen. Vor allem die angekündigte Regulierung von Kryptowährungen im asiatischen Raum, allem voran in China, hatte die Talfahrt befeuert.

Krypto-Job bei Amazon

Nun geht es also wieder bergauf – und als Auslöser gilt in diesem extrem volatilen Markt einmal mehr ein Gerücht, das in einer unklaren Nachrichtenlage an Brisanz gewonnen hatte.

Zunächst hatte eine Stellenausschreibung von Amazon für Aufsehen gesorgt: Der Riesenkonzern mit Sitz in Seattle sucht darin nämlich offiziell nach „einer erfahrenen Führungspersönlichkeit, um Amazons Strategie in Bezug auf digitale Währungen und Blockchain-Produkte zu entwickeln“. Das heißt im Grunde erst einmal nichts weiter, als dass sich Amazon, einer der größten Konzerne der Welt, für einen der wichtigsten Trends der Finanzwelt interessiert. So weit, so wenig überraschend.

Wenn Sie sich eine Zukunft als Führungskraft bei Amazon vorstellen können - oder einfach nur einen Blick darauf werfen wollen, finden Sie die Ausschreibung hier.

Die britische Gratiszeitung City AM hatte dann am Wochenende aber in einem Artikel einen nicht näher definierten „Insider“ zitiert. Der berichtete demnach, dass Amazon schon bald digitale Währungen als Zahlungsmittel akzeptieren werde und sogar ein eigenes Krypto-Asset etablieren wolle.

Der Bericht traf wie ein plötzlicher Sturm nach einer langen Flaute auf die Segel der vielen, eingefleischten Krypto-Anhänger, die ohnehin stets das Internet nach Meldungen durchforsten, die einen weiteren Wertanstieg von Bitcoin, Ethereum und Co. rechtfertigen. Somit kletterte der Preis für ein einzelnes Bitcoin am Montag um zwischenzeitlich knapp 5.000 Dollar auf den höchsten Wert seit Anfang Juni.

Die Situation erinnert stark an den Februar, als Meldungen, wonach Tesla Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren würde, zu einem Ansturm geführt hatten, in dessen Verlauf der Bitcoin im April sein bisheriges Rekordhoch von rund 65.000 Dollar erreicht hatte.

Vorsichtiges Dementi

Doch schon am Dienstag der vorläufige Rückschlag: Ein Amazon-Sprecher schloss gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP aus, dass das Unternehmen in den nächsten Monaten Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren würde. Diese Geschichte sei "frei erfunden", hieß es. Grundsätzlich sei Amazon aber "durchaus am Bereich Kryptowährungen interessiert", das beweise schließlich auch die ausgeschriebene Führungsposition.

"Wir glauben, dass die Zukunft auf neuen Technologien basieren wird, die moderne, schnelle und kostengünstige Zahlungen ermöglichen, und hoffen, diese Zukunft so schnell wie möglich den Amazon-Kunden bringen zu können", so der Sprecher weiter. Eine besonders kritische Haltung gegenüber Kryptowährungen klingt anders – und ein Blick auf den weiterhin hohen Bitcoin-Wert lässt erahnen, dass die Anleger das ähnlich sehen.

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