Red Bull-Geschäftsführer Dietrich Mateschitz
Red Bull-Geschäftsführer Dietrich Mateschitz

© APA/ERWIN SCHERIAU

Wirtschaft
03/04/2021

Umsatz von Red Bull auf 6,3 Milliarden gestiegen

Beim Dosenabsatz gab es ein Plus von 5 Prozent auf 7,9 Milliarden verkaufte Einheiten.

Der Salzburger Energydrink-Produzent Red Bull hat 2020 trotz Coronapandemie und Gastronomie-Lockdowns deutlich mehr Geschäft gemacht. In der Bilanz stehen plus 4 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro beim Umsatz, plus 5,2 Prozent auf 7,9 Mrd. Dosen beim Absatz und erneut auch ein Profitzuwachs, schreibt das Wirtschaftsmagazin "Trend" in seiner Online-Ausgabe. Die Coronakrise hat das rasante Umsatzwachstum aber gebremst. 2019 erreichte Red Bull noch ein Erlösplus von 8 Prozent.

Auf der Unternehmenswebsite veröffentlichte Red Bull einige weitere Kennzahlen: Hauptgründe für die positiven Zahlen seien die gute Absatzentwicklung im vergangenen Jahr in der Türkei (+23 Prozent), Deutschland (+19 Prozent), Russland (+16 Prozent), Kanada (+14 Prozent), Skandinavien (+11 Prozent), Schweiz (+11 Prozent) und USA (+10 Prozent) sowie das Kostenmanagement und Markeninvestitionen.

Trotz Coronapandemie soll das Wachstum auch heuer weitergehen. Der Energydrink-Hersteller erwartet "die Fortsetzung der bisherigen positiven Entwicklung".

Erstmals Konzernbilanz veröffentlicht

Nach Anfragen der Investigativplattform "Dossier" beim zuständigen Firmenbuch am Landesgericht Salzburg hat Red Bull Ende Dezember 2020 erstmals einen Konzernabschluss veröffentlicht. Nun ist ein Blick auf die komplette Unternehmensbilanz möglich.

Bei einem Umsatz im Jahr 2019 von über 6 Mrd. Euro betrug der Betriebsgewinn inklusive aller Tochtergesellschaften rund 1,27 Mrd. Euro und der Konzerngewinn 937 Mio. Euro, davon entfielen 818 Mio. Euro Gewinn auf die Salzburger Red Bull GmbH mit Sitz in Fuschl am See. Der Energydrink-Hersteller zahlte weltweit 327 Mio. Euro Steuern, davon 240 Mio. Euro in Österreich.

Red Bull gehört zu 49 Prozent dem Mitgründer und Firmenchef Dietrich Mateschitz und zu 51 Prozent der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidhya. Nachdem die Eigentümer meist nur die Hälfte des Gewinns jährlich entnehmen, ist über die Jahre im Konzern ein Gewinnvortrag von rund 1,5 Mrd. Euro entstanden.

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