Iran-Krieg: Rückholaktion für Österreicher ist voll angelaufen
Symbolbild
Die Rückhol-Aktion des Wiener Außenministeriums (BMEIA) für jene Österreicher, die in den Arabischen Emiraten gestandet sind, ist voll angelaufen. Das erste Flugzeug mit 151 Personen sollte heute um 17.30 Uhr in Wien-Schwechat landen. Doch es gibt offenbar Hürden. Der Flug ist später gestartet als geplant, weil das Flugzeug verspätet in Maskat eintraf. Nach aktuellen Angaben des Außenministeriums wird der Flug erst um 20.15 Uhr in Wien-Schwechat erwartet.
Es handelt sich dabei um einen Flug des ägyptischen Carriers Sky Vision Airlines, der von Maskat über Kairo in die Bundeshauptstadt fliegt. Zwei weitere Flüge für den Donnerstag hat das Außenamt laut seinem Sprecher Clemens Mantl bei der AUA gebucht, ein Flug startet in Maskat (Oman) und einer in Riad in Saudi Arabien. Die Ministeriumsmitarbeiter sollen gerade dabei sein, zu evaluieren, wie viele Busse sie in den Vereinigten Arabischen Emiraten benötigen, um die Österreicher nach Riad zu bringen. Die Fahrt dauert rund zehn Stunden und sie fahren am Mittwochabend und am Donnerstag in der Früh Richtung Riad.
Rund um die Uhr
Die AUA will nach derzeitigem Stand von Riad mit einer Boeing-777 fliegen, die für 315 Personen Platz hat. Von Maskat will die AUA mit einem Airbus A320 fliegen, der 165 Personen transportieren kann. Ingesamt werden mit den zwei Flugzeugen 480 Personen nach Österreich gebracht. Laut Mantl befinden sich derzeit noch 1.400 Österreicher in den Emiraten.
"Das Team des BMEIA konnte bereits 210 Personen, darunter besonders schutzbedürftige Österreicherinnen und Österreicher, bei der Ausreise aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman und nach Saudi-Arabien, aus Katar nach Saudi-Arabien sowie aus Israel über Jordanien unterstützen", heißt es in einer Aussendung. "Das BMEIA steht mit den registrierten österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern in der Region in Kontakt. Rund um die Uhr sind Personen im Außenministerium und an den Botschaften dazu im Einsatz, an den Botschaften werden sie von Teams des Bundesministerium für Landesverteidigung unterstützt. Außerdem haben wir unsere Teams in der Region sowie in Wien verstärkt und werden diese bei Bedarf weiter aufstocken, um die Anfragen aller Österreicherinnen und Österreicher beantworten zu können. Aufgrund laufender Neuregistrierungen kann es jedoch zu Verzögerungen kommen."
Brisant ist, dass auf dem Schwarzmarkt in Maskat Flugtickets nach Europa umgerechnet 3.000 Euro zu haben sind.
Laut Außenamtssprecher Clemens Mantl höre man über die Medien von vielen Beschwerden von Urlaubern, die sich in dder Krisenregion befinden, doch die Leute würden sich nicht bei den Botschaften melden.
Am Dienstag erhielt der KURIER folgende eMail:
"Wertes Team,
Meine Schwester und drei weitere Personen sollten am Montag von (Dubai-)Urlaub retour kommen. Die AUA fliegt erst am 12.3.26. Dies wurde heute bekannt gegeben. Sie sind im Außenministerium registriert. Leider ist Österreich das einzige Land das sich nicht um die Personen kümmert. Keine Kontaktaufnahme, einfach alleingelassen und verängstigt. Im Außenministerium sagte mir ein Mitarbeiter sie melden sich erst wenn sie was wissen bei den Betroffenen. Können sie nicht helfen, stellen sie sich vor ihre Familie wäre in Dubai- und sie in Österreich."
Der KURIER hat umgehend den Fall an das Außenministerium herangetragen. Es gab eine Zusage, sich darum zu kümmern.
Noch mehr Flüge betroffen
Es sind aber nicht nur Österreicher in den Emiraten gestrandet. Auch unter jenen, die am vergangenen Wochenende aus Asien über Dubai nach Eruopa geflogen wären, sind Österreicher. Ihre Flüge wurden gestrichen. Sie müssen sich nun um Ersatzflüge kümmern.
Zwei Wienerinnen sind unter den Betroffenen, die von Sri Lanka über Dubai nach Wien fliegen wollten. Sie haben die Krisenregion Gott sei Dank nicht erreicht. Sie müssen aber jetzt tagelanger Verspätung zuerst nach Bankok fliegen und eine paar Tage später über Rom nach Wien. Kostenpunkt pro Ticket: 1.500 Euro. Es gibt aber auch Tickets nach Europa, die um umgerechnet 5.000 bis 6.000 Euro gehandelt werden.
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