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Iran-Krieg lässt Preise für Diesel und Benzin weiter steigen

Schon im Februar ist es zu Spritpreissteigerungen gekommen. Mit Beginn der Kampfhandlungen setzt sich der Aufwärtstrend fort. Das Wirtschaftsministerium will die Spritpreisentwicklung prüfen lassen.
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Der Iran-Krieg lässt die Spritpreise weiter steigen. Mit Stand Dienstag kostete Diesel im Schnitt 1,739 Euro und Superbenzin 1,639 Euro pro Liter, wie der ÖAMTC berichtete. Binnen einer Woche entspreche das einer Erhöhung von 17 Cent bei Diesel und 12 Cent bei Super. Schon im Februar sei es zu Spritpreissteigerungen gekommen, der Aufwärtstrend setze sich nun mit Beginn der Kampfhandlungen deutlich fort. Das Wirtschaftsministerium will die Spritpreisentwicklung prüfen lassen.

Die schnelle und spürbare Reaktion an den Tankstellen auf den gestiegenen Rohölpreis hält der ÖAMTC nur für "bedingt nachvollziehbar". Immerhin sei der aktuelle Erdölpreis in etwa auf dem Niveau vom Jänner 2025, wo die Tankstellenpreise, insbesondere bei Diesel, aber spürbar niedriger als heute lagen.

Sonderuntersuchung der Treibstoffpreise ausgeweitet

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) will die aktuell laufende Sonderuntersuchung der Treibstoffpreise durch das Institut für Höhere Studien (IHS) auf die aktuellen Entwicklungen ausweiten, wie er am Mittwoch bekanntgab. "Ich habe eine strenge Überwachung der Tankstellenpreise beauftragt, mit dem Ziel festzustellen, ob Preise ausschließlich auf Grund von Marktverwerfungen geändert werden oder auf Grund von anderen Parametern", so Hattmannsdorfer. Der Bericht der Untersuchung soll Ende März vorliegen, im Fokus stehe speziell die Weitergabe von Preisänderungen an die Konsumentinnen und Konsumenten.

Dieselpreis reagiert etwas stärker

Der Dieselpreis reagierte laut ÖAMTC erneut stärker als Super auf die jüngsten geopolitischen Entwicklungen. Seit Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022 sei Diesel in 37 von 48 Monaten das teurere Produkt an Österreichs Zapfsäulen gewesen. Im Durchschnitt lag der Dieselpreis in diesem Zeitraum je Liter rund fünf Cent über dem Benzinpreis. Aktuell sind es bereits schon wieder zehn Cent Unterschied.

Der deutschlandweite Dieselpreis kletterte unterdessen auf mehr als zwei Euro. In der morgendlichen Preisspitze (07:15 Uhr) ermittelte der ADAC einen Durchschnittspreis von 2,054 Euro pro Liter, berichtete die dpa.

Wifo-Chef Gabriel Felbermayr kritisierte Rufe nach einem staatlichen Eingriff wegen der steigenden Spritpreise in Deutschland. "Wer jetzt nach einem neuen Tankrabatt ruft, sorgt eher dafür, dass die Preise noch weiter steigen, weil die Unternehmen auf den staatlichen Eingriff spekulieren und weil die Forderung noch mehr Panik auslösen würde", sagte er dem Handelsblatt. Laut dem Ökonom, der am Mittwoch in den Rat der Wirtschaftsweisen berufen wurde, der die deutsche Bundesregierung berät, gelte: "Keine Panik an der Zapfsäule."

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