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Wirtschaft
01/27/2021

AT&T schloss 2020 mit Milliardenverlust ab

Harter Konkurrenzkampf auf US-Fernseh- und Videomarkt.

Der US-Telekomkonzern AT&T hat im vierten Quartal wegen des harten Konkurrenzkampfs auf dem US-Fernseh- und Videomarkt einen Milliardenverlust eingefahren. Weil der Konzern seine VideogeschÀfte in eine eigene Sparte umgliederte und die Chancen im Heimatmarkt deutlich schlechter einschÀtzt, musste AT&T allein in diesem Segment 15,5 Milliarden Dollar (12,8 Mrd. Euro) an Wertberichtigungen vornehmen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Dallas (US-Bundesstaat Texas) mitteilte.

Unter dem Strich stand so im vierten Quartal ein Nettoverlust von 13,9 Mrd. Dollar, nach 2,4 Mrd. Dollar Gewinn im Vorjahresquartal.

Im TagesgeschĂ€ft lief es dagegen etwas besser als erwartet. Im vierten Quartal sank zwar der auf eine Aktie entfallende um Sondereffekte bereinigte Gewinn um 14 Cent auf 75 Cent und der Umsatz ging um 2,4 Prozent auf 45,7 Milliarden US-Dollar zurĂŒck. Beide Werte lagen aber ĂŒber den Analystenerwartungen.

AT&T blickt nun vorsichtig optimistisch auf 2021. Im laufenden Jahr solle der bereinigte Gewinn je Aktie in etwa auf Höhe des Vorjahres liegen. Der Vorstand will zudem die Erlöse um gut ein Prozent steigern.

Maßgeblich verantwortlich fĂŒr die RĂŒckgĂ€nge im operativen GeschĂ€ft war die Coronapandemie. So seien etwa die Erlöse aus dem TV- und KinogeschĂ€ft sowie die MobilfunkumsĂ€tze wegen der geringeren ReiseaktivitĂ€ten der AT&T-Kunden zurĂŒckgegangen. Beim Umsatz in Lateinamerika wurden anteilsmĂ€ĂŸig besonders starke Einbußen verzeichnet.

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