Wellness 02.01.2018

Snacks: Wie viele Kalorien sind für Kinder erlaubt?

Kinder lieben süße Snacks. Das tut der Gesundheit nicht gut. © Bild: Getty Images/iStockphoto/Lisa5201/iStockphoto

Eine britische Gesundheitsinitiative warnt vor kalorienreichen Kindersnacks.

Rund die Hälfte der Gesamtmenge an Zucker, die britische Kinder zu sich nehmen, stammt aus ungesunden Snacks und süßen Getränken. Das geht aus einer Erhebung der Regierungsbehörde Public Health England hervor. Im Schnitt konsumieren Kinder in Großbritannien mindestens drei zuckrige Zwischenmahlzeiten pro Tag. Damit nehmen sie rund drei Mal so viel Zucker zu sich, wie von Experten empfohlen wird. Bei Kindern zwischen vier und zehn Jahren machen Snacks wie Kekse, Kuchen, Backwaren und Soft Drinks über 50 Prozent ihres täglichen Zuckerkonsums aus. Kinder essen, im Durchschnitt, jährlich an die 400 Kekse, 120 Kuchen, 100 Portionen Süßigkeiten und 70 Tafeln Schokolade und trinken 150 Soft-Drink-Dosen.

Aus diesem Grund hat Public Health England eine Initiative gestartet, die ein verstärktes Bewusstsein für das gesundheitsschädigende Potenzial von Snacks schaffen soll. In die Pflicht genommen werden dabei Eltern: Sie sollen darauf achten, dass ihre Sprösslinge nicht mehr als 100 Kalorien in Form von Snacks pro Tag zu sich nehmen. Lediglich zwei Mal täglich sollen die Kleinen zu Süßem greifen dürfen, so die Forderung der Kampagne Change4Life.

Im Rahmen der Initiative werden Eltern auch Vergünstigungen für gesündere Snack-Alternativen angeboten. Das soll Anreize schaffen, den Kindern eine gesunde Auswahl zur Verfügung zu stellen, wie die BBC berichtet. Außerdem wurde eine bereits existierende Smartphone-App, die Eltern den Zuckergehalt verschiedenster Nahrungsmittel aufschlüsselt, weiter verbessert.

Sechs Teelöffel

Als Richtlinie für den täglichen Zuckerkonsum nennt die WHO sechs Teelöffel, das entspricht 25 Gramm Zucker. Will man gesund leben, sollte man demnach nicht mehr Zucker aus Cola, Ketchup, Tiefkühl-Pizza oder anderen verarbeiteten Lebensmitteln zu sich nehmen. Die WHO-Richtlinie bezieht sich nicht auf den natürlichen, in frischem Obst oder in Milch vorkommenden Zucker. Die von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte Richtlinie für die empfohlene Aufnahme von Zucker soll helfen, ungesunde Gewichtszunahme und Zahnkaries besser zu kontrollieren beziehungsweise ernstzunehmenden Folgeerkrankungen wie Diabetes vorzubeugen.

( kurier.at , pama ) Erstellt am 02.01.2018