Wellness
17.04.2017

Haare als Gesundheitsbarometer

Ihre Haare werden besonders schnell fettig, sind brüchig oder gar glanzlos? Das kann einiges über Ihre Gesundheit verraten.

1. Glanzlose Längen

Wenn das Haar trotz Reparaturshampoo, Balsam und Intensiv-Kur keinen natürlichen Glanz bekommt, könnte das darauf hindeuten, dass Omega-3-Fettsäuren in Ihrer Ernährung zu kurz kommen. Diese gesunden ungesättigten Fettsäuren sind nicht nur gut fürs Herz und sorgen für geschmeidige Haut, auch das Haar profitiert. Omega-3-Fettsäuren sind quasi ein Lebenselixier für stumpfe Längen und lassen es wieder kraftvoll und gesund aussehen.

Ungesättigte Fettsäuren finden sich hauptsächlich in hochwertigen Pflanzenölen, Ölfrüchten (z.B. Oliven), Nüssen und Samen. Eine Ausnahme bilden die Omega-3-Fettsäuren. Sie sind unter anderem auch in fettem Fisch (wie Lachs, Makrele oder Hering) enthalten.

2. Brüchiges, trockenes Haar

Mangelerscheinungen sind hier die häufigste Ursache. Eine

unzureichende Nährstoffzufuhr von Calcium, Eisen oder Zink

kann zu Störungen bei der Haarneubildung und in Folge zu einer instabilen Haarstruktur führen. Ist das Immunsystem nach längeren Krankheiten geschwächt, kann sich dies ebenfalls in brüchigem Haar äußern. Auch Probleme psychischer Natur können dazu führen.

Neben Mangelerscheinungen kann brüchiges Haar auch ein Anzeichen für eine hormonelle Störung (PCO Syndrom) oder hormonelle Veränderungen, wie sie beispielsweise während oder nach der

Schwangerschaft

oder in den

Wechseljahren

auftreten, im Körper sein.

Auch äußere Faktoren wie häufiges Bleichen, Färben und Waschen sowie falsche Bürsten, Gummibänder und starke Hitzeeinwirkung durch Föhn und Glätteisen können die Haarstruktur massiv schädigen. In seltenen Fällen können unter Umständen auch Schadstoffe aus der Umgebung für Schäden an der Haarsubstanz verantwortlich sein.

3. Schnell fettendes Haar

Besonders schnell nachfettendes Kopfhaar kann vielfältige Ursachen haben. Zu allererst ist die erbliche Veranlagung zu nennen: Manche Menschen produzieren schlichtweg mehr Talg als andere. Auch Stress kann die Haare schneller fetten lassen. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die Stress ausgesetzt sind, zu einer höheren Talgproduktion neigen. Bei Frauen kann auch die hormonelle Veränderung im Zuge der Schwangerschaft die Talgproduktion beträchtlich ankurbeln.

Sollten Sie über einen längeren Zeitraum unter besonders starken Beschwerden leiden, ist in jedem Fall der Rat eines Facharztes einzuholen.