Style
21.11.2017

Winter: Warum man in Jeans stärker friert

Stylistin Susanne Voggenberger verrät, warum der blaue Stoff derzeit nicht ideal ist - und weshalb Strumpfhosen bei vielen zum Hitzestau führen.

Dass sich Denim während der Wintermonate besonders kalt auf der Haut anfühlt, ist nicht nur subjektives Empfinden. "Der Jeansstoff besteht bis zu 98 Prozent aus Baumwolle - ein Material, das die tolle Fähigkeit hat, im Sommer zu kühlen, da die Hautfeuchtigkeit aufgenommen wird", sagt Stylistin Susanne Voggenberger im Gespräch mit dem KURIER.

Feuchtigkeit aus der Winterluft gespeichert

Ausgerechnet diese Eigenschaft sorgt jedoch dafür, dass ihn viele im Winter nicht als warm empfinden. "Die Kälte und Feuchtigkeit der Winterluft wird ins Jeans-Material eingelagert", weiß die Expertin. "Deshalb fühlt sich eine Jeans im Winter viel kühler als beispielsweise eine Stoffhose aus einer Wollmischung an."

Jenen, die besonders unter der Kälte leiden, jedoch nicht auf Jeans verzichten wollen, empfiehlt Voggenberger Thermo-Modelle, deren Oberfläche speziell bearbeitet wurde. Für das restliche Outfit rät sie zu körpernah geschnittenen Langarmshirts aus Modal, Angora oder Merinowolle als erste Schicht - und auf Baumwolle und Viskose direkt am Körper zu verzichten. Ihr Outfit-Tipp: "Lagen-Looks aus mehreren Oberteilen mit unterschiedlichen Materialstärken. Somit wird die Körpersilhouette gewahrt und der Look kann auch der Raumtemperatur leichter angepasst werden."

Dass viele im Büro den gegenteiligen Effekt bei Strumpfhosen bemerken, liegt ebenfalls an deren Zusammensetzung. "Nylonstrümpfe bestehen aus Kunstfaser, es handelt sich also um ein Material, das unsere Haut nicht gut atmen lässt", weiß Susanne Voggenberger. "Deshalb ist eine Nylon zwar unter einer Hose eine tolle Lösung, wenn man sich im Freien aufhält - in geheizten Räumen können diese aber zu Hitzestaus führen."