Style
03.12.2018

Filmfestival in Kairo: Schauspielerin droht für sexy Kleid Gefängnis

Rania Youssef hatte auf dem roten Teppich des Filmfestivals in Kairo eine Kreation getragen, die viel Haut zeigte.

Fünf Jahre im Gefängnis könnten Rania Youssef bevorstehen - und das nur, weil sich die Schauspielerin für den Besuch des Filmfestivals in Kairo für ein durchsichtiges Kleid, das den Fokus auf ihre Beine setzte, entschieden hatte. In Hollywood nicht der Rede wert, sorgte das schwarze Ensemble, unter dem die Ägypterin einen Body trug, in ihrem Heimatland für Empörung.

"Habe mich verkalkuliert"

Mehrere Anwälte haben Anklage gegen die 44-Jährige wegen "Anstiftung zur Ausschweifung" eingereicht. Laut The Telegraph habe Youssef laut den Anwälten einen "obszönen Akt in der Öffentlichkeit" begangen und die Normen der ägyptischen Gesellschaft verletzt. Der Auftritt der Schauspielerin habe gesellschaftliche Werte und Traditionen sowie moralische Vorstellungen nicht befolgt.

In Ägypten, ein vorwiegend konservatives und muslimisches Land, sollen Frauen ihren Körper als Zeichen der Würde und Bescheidenheit großteils verhüllen. Am Samstag entschuldigte sich Rania Youssef auf Twitter dafür, dass sie viele mit ihrem Auftritt verärgert hatte.

"Ich habe mich wohl verkalkuliert, als ich mich dafür entschied, dieses Kleid anzuziehen", schrieb die Schauspielerin. "Es war das erste Mal, dass ich es getragen habe und ich habe nicht realisiert, dass es so viel Zorn hervorrufen würde." Sie beteuerte, dass sie die Werte, mit denen sie in der ägyptischen Gesellschaft aufgewachsen ist, respektiere.