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24.07.2018

Meghans Familien-Fiasko: Die geheime Strategie der Queen

Wie die britische Königsfamilie das PR-Debakel um Meghan Markles Familie aus der Welt schaffen will.

Seit die ehemalige Schauspielerin Meghan Markle durch ihre Hochzeit mit Prinz Harry Mitglied der königlichen Familie geworden ist, muss die 36-Jährige immer wieder öffentliche Demütigungen von Seiten ihrer Familie über sich ergehen lassen. Mal lästert ihre Halbschwester Samantha Grant in Interviews über Meghan, mal wird sie von ihrem Halbbruder Thomas Markle Jr. beleidigt. Und dann gibt es auch noch Meghans Vater, Thomas Markle, der Vorwürfe gegen seine Tochter und die Royals erhebt und behauptet, man würde ihn bewusst aus der Familie ausschließen.

Kritik an Familien-Debakel

Image-technisch ein Debakel für das Königshaus. Bereits vor der royalen Hochzeit im Mai hatten britische Medien der Königsfamilie vorgeworfen, zu dem Fiasko um Meghan Markles Familie beigetragen zu haben. Man habe die Markles nicht genügend auf das bevorstehende Medieninteresse vorbereitet, wurde geunkt. Prinz Harry wurde zudem vorgeworfen, dass er es nicht der Mühe wert fand, den Vater der Braut vor der Hochzeit persönlich kennenzulernen (dazu mehr). Man habe Thomas Markle das Gefühl gegeben, er sei bei der Hochzeit nicht erwünscht und auch die Halbgeschwister der ehemaligen Schauspielerin wurden nicht zu dem royalen Heiratsspekakel eingeladen – da sei es irgendwie auch kein Wunder, dass sich diese mit Vorwürfen an die Medien wenden.

Um die Wogen zu glätten, leitete die Queen nach der vielen Kritik zunächst Veränderungen in ihrem PR-Team ein. Laut Daily Mail soll Elizabeth II. gleich zwei ihrer erfahrensten PR-Berater gefeuert haben. Sally Osman, die Direktorin von Royal Communications, und Steve Kingstone, der Pressesprecher der Queen, werden den Buckingham Palace verlassen, berichtete das britische Blatt Anfang Juli.

No Comment-Strategie

Viel mehr ist seitdem aber nicht passiert. Zumindest behauptete Meghans Vater erst kürzlich wieder in einem Interview, er habe seine Tochter seit Monaten nicht mehr gesprochen.

Gerüchte, Meghan wolle ihrem Vater Thomas Markle zusammen mit Prinz Harry demnächst einen Besuch in den USA abstatten, um sich mit ihm zu versöhnen, zweifelt Palast-Expertin Katie Nicholl an.

"Ich glaube, derzeit gibt es keine konkreten Pläne für Meghan, ihren Vater zu sehen", erzählte die Royal-Kennerin gegenüber Entertainment Tonight. Sie geht vielmehr davon aus, dass die spannungsgeladene Situation von der Königsfamilie ausgesessen wird.

"Die Strategie des Kensington Palastes, so wie ich es verstehe, ist: 'Sag' nichts, würdige diesen Kommentaren, diesen Interviews, diesen Artikeln keine Antwort", spekuliert Nicholl. "Es gab in der Vergangenheit schon genug Skandale in der Königsfamilie. Das wird sie nicht beunruhigen."

Hat Meghan kein Mitspracherecht?

Und ob sie will oder nicht - Meghan muss sich den PR-Strategien des Palastes beugen. Sie habe in diesen Belangen kein Mitspracherecht mehr, seit sie in die königliche Familie eingeheiratet hat, heißt es.

"Sie kann diese Geschichten im Grunde nicht vermeiden, denn jetzt wird alles vom Palast entschieden", behauptet ein Insider. "Meghan hat keinen eigenen Pressesprecher, sie kann nichts auf Twitter kommentieren und kann ihren Vater auch nicht kontaktieren und ihn bitten, nicht mehr mit der Presse zu sprechen."

 

Fronten verhärtet

Obwohl sie laut eigenen Aussagen früher ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hatte, sollen zwischen Herzogin Meghan und Thomas Markle die Fronten inzwischen zudem verhärtet sein.

"Ich denke, die Tatsache, dass er immer wieder öffentlich über sie gesprochen und ihren Wunsch, sich öffentlich nicht zu ihr zu äußern, nicht respektierte, hat sie vermutlich mehr aufgeregt, als alles andere – was eine Versöhnung von ihrer Seite her unmöglich macht", mutmaßt zumindest Palast-Expertin Nicholl.