Stars 18.05.2018

Harrys Hochzeits-Fiasko: Viel Kritik an britischen Royals

© Bild: pps.at

Britische Medien werfen dem Königshaus vor, zu dem Debakel um Meghan Markles Familie beigetragen zu haben.

Monatelang geplant und minutiös geprobt – für gewöhnlich überlassen die Royals bei Hochzeiten nichts dem Zufall. Umso mehr zeigen sich die britischen Medien darüber verwundert, wie viel im Vorfeld von Prinz Harrys und Meghan Markles Trauung doch schief gelaufen ist.

Ärger mit den Markles

Besonders Markles Familie sorgte in den Tagen vor der Hochzeit für Wirbel. Allen voran Meghans Vater Thomas Markle. Er sollte seine Tochter zum Altar führen, ließ sich dann für gestellte Paparazzi-Bilder teuer bezahlen, flog auf, heischte Mitleid mit der Bekanntgabe einer Herzerkrankung, wollte aus Scham nicht zur Hochzeit kommen, dann wieder schon, dann noch ein Krankenhausaufenthalt – und wieder nix mit der Teilnahme bei der Hochzeit: Er wurde am Herzen operiert, mehrere Stents wurden eingesetzt.

Zudem lästert Halbschwester Samantha Grant nicht nur wie auch Bruder Thomas jun. fleißig, sondern will überhaupt ein Enthüllungsbuch über Meghan schreiben. Dabei sei angemerkt, dass die beiden sich die letzten zehn Jahre nicht gesehen haben. Und damit es richtig spannend wird, hatte auch sie jetzt einen Autounfall und musste ins Krankenhaus. Ein Paparazzo soll sie in Florida mit dem Auto verfolgt und so den Unfall ausgelöst haben. Währenddessen sind Meghans Neffen Tyler (ein emsiger Cannabiszüchter) und Thomas Dooley mit Mutti Tracy in London gelandet, obwohl sie gar nicht eingeladen sind.

Kritik an den Royals

Inzwischen wird in britischen Medien auch Kritik an den britischen Royals laut: Man habe die Markles nicht genügend auf das bevorstehende Medieninteresse vorbereitet, so der Tenor.

"Ab dem Moment der Verlobung hätte man notwendige Schritte einleiten sollen, um sicher zu stellen, dass Meghans Familie vor dem massiven medialen Interesse beschützt wird, das auf sie zukommt", kritisiert unter anderem Journalist und Royal-Experte Pierce Morgan in einem Bericht der Daily Mail die Vorgangsweise der Königsfamilie.

Man hätte PR-Experten zu Meghan Markles Vater nach Mexiko schicken sollen, um ihn zu unterrichten – oder, noch besser, ihn schon Wochen vor der Hochzeit nach London einfliegen lassen sollen. Thomas Markle bei den Hochzeitsvorbereitungen völlig außen vor zu lassen und nicht mit ihm zu kommunizieren, sei ein fataler Fehler gewesen. Dass aus Meghans Familie außer ihrer Mutter und ihrem Vater niemand zur Hochzeit eingeladen war, hätte die Lage nicht besser gemacht. Immerhin werden 600 Gäste bei der Feier erwartet - da könne man den Frust der Markles über die ausgebliebene Einladung verstehen.

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© Bild: APA/AFP/POOL/VICTORIA JONES

"Manchmal eignet sich eine Hochzeit dazu, alte Missstände zu klären, anstatt sie zu festigen", kritisiert Morgan.

Prinz Harry wird zudem vorgeworfen, dass er keine Anstalten gemacht hat, Meghans Vater vor der Hochzeit persönlich kennenzulernen – und mit dem ersten Treffen bis zur letzten Minute gewartet hat.

Hinter den Palastmauern soll über Harrys Sturheit gelästert werden und darüber, dass die Situation unter dem ehemaligen Privatsekretär der Queen, Sir Christopher Geidt, vermutlich anders verlaufen wäre. Dieser wurde durch Prinz Philips Amtsrücktritt im vergangenen Jahr dazu gezwungen, sein Amt niederzulegen – was Charles in palastinternen Angelegenheiten zu mehr Macht verholfen habe. "Geidt hätte gewusst, wie man die Angelegenheit behandelt", mutmaßt ein Palast-Mitarbeiter. "Und vor allem, wie man mit Harry umgeht."

( kurier.at , spi ) Erstellt am 18.05.2018