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08/21/2020

Jüngere Schwester von Queen Elizabeth II. wäre heute 90 Jahre alt geworden

Prinzessin Margaret galt zu Lebzeiten als Enfant terrible des britischen Hofes.

Ihr Whisky-Konsum war legendär, ihr Jähzorn auch. Prinzessin Margaret wollte so gar nicht ins Schema passen, das das Protokoll am königlichen britischen Hofe vorgab. Schon als Schulkind soll sie grantig gewesen sein, als junge Frau neigte sie zur Revolte. Im Alter musste sie wohl ihrem Lebensstil Tribut zollen. Mit nur 71 Jahren starb sie 2002 nach ihrem vierten Schlaganfall. Ihre damals 101 Jahre alte, schwer kranke Mutter, die "Queen Mum", begleitete ihren Sarg zum Grab. Am 21. August 2020 wäre Margaret 90 Jahre alt geworden. Für ihre Schwester - Queen Elizabeth II. - wohl ein besonderer Gedenktag.

Prinzessin Margaret: Enfant terrible des britischen Hofes

Ihre letzten öffentlichen Auftritte fielen Margaret schwer. Im Rollstuhl, mit großer dunkler Brille, war die fast blinde Queen-Schwester stets auf fremde Hilfe angewiesen. Lungenkrebs und ein Schlaganfall hatten sie gezeichnet. Kaum etwas war übrig von dem lebenslustigen "enfant terrible" vergangener Jahrzehnte. Sie hatte schon die Klatschspalten der Gazetten gefüllt, als royales Privatleben - wenn überhaupt - nur über nüchterne Mitteilungen des Hofes an die Öffentlichkeit drang.

"Wir werden sie sehr vermissen. Sie hat das Leben in vollen Zügen genossen", hatte Prinz Charles nach ihrem Tod über seine Tante gesagt. Schon Anfang der 50er Jahre, kaum dem Teenager-Alter entwachsen, sorgte sie mit einer Liebschaft mit dem bürgerlichen, deutlich älteren und noch dazu bereits geschiedenen Peter Townsend für Aufsehen - für damalige höfische Verhältnisse eine Ungeheuerlichkeit. Kritiker meinten, sie wolle mit dem Tabubruch lediglich Aufmerksamkeit erzeugen, um aus dem Schatten ihrer großen Schwester zu treten.

Und dann kam die andere Margaret zum Vorschein. Pflichtbewusst gab sie die Beziehung zu dem Bürgerlichen zum Wohle der Monarchie auf. Manche glauben, das war erst der Auslöser für ihren späteren Lebenswandel. 1960 heiratete sie dann - wie aus Trotz - mit Antony Armstrong-Jones, dem späteren Lord Snowdon, tatsächlich einen Nicht-Adeligen. Die Ehe, aus der die Kinder David und Sarah hervorgingen, wurde 1978 wieder aufgelöst - die erste Scheidung bei den Royals seit langer Zeit. Es folgten Jahre mit ausschweifenden Partys mit viel Whisky, zahllosen Zigaretten und einigen Männern. 1985 erkrankte Margaret an Lungenkrebs - schon wenig später soll sie wieder 30 Zigaretten täglich geraucht haben.

Zu ihrer Schwester Elizabeth hatte Margaret offenbar ein gespaltenes Verhältnis. "Regier Du mal lieber Dein Empire", soll sie die Königin einmal angeherrscht haben, als diese sich in ihre Angelegenheiten einmischen wollte, schrieb einst der Spiegel. Die Queen selbst gab sich Jahrzehnte später disziplinierter: Sie sei in "tiefer Trauer" über den Tod der "geliebten Schwester", ließ sie nach dem Ableben Margarets mitteilen. Die Times hatte gemutmaßt, das Leben von Margaret wäre anders verlaufen, hätten man ihr die Heirat mit ihrer großen Liebe erlaubt.

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