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„Schwer, Beine zu bewegen“: Panettieres gesundheitliche Krise schlimmer als gedacht

In den Monaten vor ihrem Tod soll Hayden Panettiere unter heftigen Schmerzen gelitten haben.
Hayden Panettiere in schwarzem Outfit mit Mantel und hochgesteckten Haaren vor einer Filmkulisse.

Hayden Panettiere, die frühere Verlobte von Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko, ist am Sonntag in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina in einer Wohnung tot aufgefunden worden, wie US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. „Mit tiefer Trauer geben wir den tragischen Tod unserer geliebten Hayden bekannt“, zitierten der Sender ABC und andere Medien aus einer Mitteilung ihres Vaters. Die Schauspielerin („Scream 4“, „Scream 6“, „Heroes“ und „Nashville“) wurde 36 Jahre alt.

Tod von Hayden Panettiere: Obduktionsbericht veröffentlicht

Am Montag, 17. August 2026, hat sich die Gerichtsmedizin erstmals offiziell zum Tod der Schauspielerin geäußert. Die Obduktion der Schauspielerin sei abgeschlossen, heißt es in einer Mitteilung, die dem US-Magazin Entertainment Weekly vorliegt. Hinweise auf Gewalteinwirkung seien keine gefunden worden und es gebe keine Anzeichen für Verletzungen, die zum Tod beigetragen hätten. „Todesursache und Todesart stehen noch aus, bis weitere Untersuchungen und zusätzliche Analysen abgeschlossen sind. Die Ermittlungen laufen weiter“, heißt es in dem Statement der Gerichtsmedizin von Greenville County im US-Bundesstaat South Carolina weiter.

Notruf wegen möglicher „Überdosis“

People hatte zuvor berichtet, dass Polizei und Rettungskräfte am Sonntag gegen 13:50 Uhr Ortszeit zu einem Einsatz in Greenville ausrückten, nachdem ein Notruf eingegangen war. Darin wurde eine Frau als bewusstlos gemeldet, die später als Panettiere identifiziert wurde. Die Schauspielerin soll um 14:32 Uhr für tot erklärt worden sein, nachdem Wiederbelebungsversuche erfolglos geblieben waren. Laut einem von People und Page Six veröffentlichten Funkgespräch sprachen die Einsatzkräfte zum Zeitpunkt von Panettieres Tod angeblich von einer „Überdosis“ und einem „Herzstillstand“.

„Zeitweise konnte sie ihre Beine kaum noch bewegen“

Eine Panettiere nahestehende Quelle hatte unmittelbar nach Bekanntwerden ihres Todes gegenüber TMZ erzählt, dass der ehemalige Kinderstar im vergangenen Jahr über Rückenschmerzen geklagt hatte. Wie schlimm es um sie bestellt war, war bisher nicht bekannt. Nun melden sich Insider aus dem Umfeld der Schauspielerin zu Wort, die behaupten, dass diese in den Monaten vor ihrem tragischen Tod unter „wirklich schweren“ gesundheitlichen Problemen gelitten habe.

„Ich weiß, dass sie Anfang des Jahres starke Rückenschmerzen hatte“, verrät Erick Orellana, der Friseur und gute Freund der Mutter einer Tochter gegenüber Page Six. Orellana beschreibt Panettieres Schmerzen als „wirklich heftig“ – so stark, dass die Schauspielerin in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt war. „Zeitweise konnte sie ihre Beine kaum noch bewegen“, behauptet der Friseur.

Im März war der verstorbene Star mit seinem On-Off-Freund Brian Hickerson am Flughafen von Los Angeles mit Krücken fotografiert worden (zu sehen hier). Einem Freund zufolge soll es aber so ausgesehen haben, als wäre Panettiere bereits „auf dem Weg der Besserung“ gewesen. Doch nicht nur Rückenschmerzen sollen der Schauspielerin in den Monaten vor ihrem Tod zu schaffen gemacht haben. Einer weiteren Quellen zufolge habe Panettiere zuletzt generell einen angeschlagenen Eindruck gemacht.

„Anfang des Jahres wirkte sie zeitweise etwas müde. Aber sie war eine Nachteule und sie hatte viel um die Ohren“, so der Insider, der ferner behauptet, dass Panettiere auch „zeitweise unter Angstzuständen“ gelitten habe und deshalb „gelegentlich Medikamente“ genommen habe. „Und hin und wieder konnte das ihre Sprache beeinträchtigen“, sagte die Quelle.

Auf Instagram findet sich unter dem letzten Posting, dass Panettiere am 27. Juli veröffentlicht hatte, auch ein alarmierender Kommentar von einem User, welcher dem verstorbenen Star erst vor Kurzem persönlich begegnet sein soll: „Ich habe Hayden letzten Monat mit einer Freundin auf ihrer Buch-Tour in Los Angeles gesehen und sie auch persönlich kennengelernt – sie war sehr nett. Meine Freundin und ich sagten uns aber, dass sie nicht gut klang und abwesend wirkte … und jetzt ist sie tot.“

Buch über postnatale Depression und Alkoholsucht

Die Schauspielerin hatte in der Vergangenheit zudem offen über ihren jahrelangen Kampf mit psychischen Problemen und Drogenabhängigkeit gesprochen. In einem Interview mit People aus dem Jahr 2022 blickte sie auf diese schwierige Zeit zurück: „Ich war ganz oben und habe alles ruiniert. Ich dachte, ich hätte den Tiefpunkt erreicht, aber dann öffnet sich diese Falltür. Ich habe viel an mir gearbeitet und musste bereit sein, unglaublich ehrlich zu sein.“

Der ehemalige „Nashville“-Star hatte auch offen über ihre Wochenbettdepression nach der Geburt ihrer Tochter Kaya (heute elf) gesprochen, die aus ihrer Beziehung mit dem ehemaligen Profiboxer Wladimir Klitschko stammt.

Im Mai hatte Panettiere eine Biografie herausgebracht. In dem Buch namens „This Is Me“ schrieb sie ebenfalls unter anderem über ihre postnatale Depression nach der Geburt ihrer Tochter und ihre Alkoholsucht. In einem Post auf Instagram dazu, der auch auf dem Profil der Schauspielerin zu finden ist, wird sie mit Bezug auf Alkohol zitiert: „In dem Moment, als ich dieses Brennen spürte, war die Angst, die ich seit der Geburt meiner Tochter verspürt hatte, verschwunden.“ Schon 2015 hatte Panettiere bekanntgegeben, sich wegen einer Wochenbettdepression in ein Behandlungszentrum begeben zu haben.

„Dunkelheit abgeschüttelt“

Vor drei Monaten hatte der „Nashville“-Star in einem ihrer letzten Interviews im „Jay Shatten Podcast“ ihre Memoiren beworben und einmal mehr offen über die Kämpfe, die ihr Erwachsenenleben geprägt haben, gesprochen. In dem Interview wurde auch deutlich, wie sehr der Tod ihres jüngeren Bruders sie mitgenommen hatte. Der fünf Jahre jüngere Bruder der Schauspielerin starb am 19. Februar 2023 völlig unerwartet im Alter von nur 28 Jahren. Hayden Panettiere betonte in dem Interview aber auch, nun ein neues Kapitel aufzuschlagen.

„Ich fühle mich, als hätte ich endlich all die Dunkelheit und Negativität abgeschüttelt. Ich habe eine Türe geschlossen und eine andere hat sich geöffnet und ich kann all die Möglichkeiten fühlen, all die aufregenden Möglichkeiten. Ich fühle mich, als hätte ich noch viel Leben zu leben“, sagte sie gegen Ende ihres Auftritts.

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