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Nicht nur Hayden Panettiere: 6 tragische Schicksale von Ex-Kinderstars

Hayden Panettiere war schon in jungen Jahren erfolgreich. Die Folgen: Kontaktabbruch zur Mutter sowie Alkohol- und Drogensucht. Ihr Schicksal ist in Hollywood nicht selten.
Michael Jackson tanzt

Hollywood ist in Schock – und trauert: Serien- und Filmstar Hayden Panettiere („Heroes“, „Nashville“, „Scream“) ist am 16. August verstorben. Sie wurde nur 36 Jahre jung. 

„Mit tiefer Trauer geben wir den tragischen Tod unserer geliebten Hayden bekannt“, zitierten der US-Sender ABC und andere Medien aus einer Mitteilung von Panettieres Sprecher. „Sie war ein unglaubliches Licht und eine Naturgewalt, die allen, die sie kannten - und den Millionen, die sie auf der Leinwand sahen -, unermessliche Liebe und Freude schenkte.“

Mutter war Panettieres Managerin

Panettiere galt schon in jungen Jahren als hochtalentiertes Schauspieltalent, das mit ihrem natürlichem Charisma und ihrer Leinwandpräsenz ihre älteren Kollegen nicht selten mit Leichtigkeit gegen die Wand spielte. Egal ob in Komödien oder Dramen, in Horrorfilmen oder in Musicals: Panettiere verkörperte jede einzelne ihrer Rollen mit hoher Intensität und überzeugte mit purer Elektrizität und nuancierten Darstellungen. 

Schon im Babyalter stand sie vor der Kamera. In ihren 2026 veröffentlichten Memoiren „This Is Me: A Reckoning“ erinnert sich Panettiere an diese Zeit zurück und erzählt unter anderem über das sehr schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter Lesley Vogel, die für sie mehr ehrgeizige Managerin als liebevolle Mama war. Die geschäftlichen Interessen ihrer Mutter führten dazu, dass Panettiere sich häufig eher wie ein Produkt denn wie ein Kind fühlte. „Unsere Verbindung glich mehr einer Geschäftsbeziehung als einer natürlichen Eltern-Kind-Beziehung“, schreibt sie in ihrem Buch. Diese belastende Dynamik prägte ihre Kindheit und Jugend; in Interviews erklärte Panettiere, dass die Beziehung zu ihrer Mutter „rein geschäftlich, manipulativ und emotional stark belastend“ gewesen sei. Als junge Erwachsene brach sie den Kontakt zu ihr ab.

Aber auch von anderen Höhen und Tiefen ihres Lebens berichtet Panettiere in ihrer Autobiographie. So hatte sie jahrelang mit psychischen Problemen sowie Alkohol- und Drogenabhängigkeit zu kämpfen. Ihre Beziehung zu Brian Hickerson, mit dem sie eine On-Off-Beziehung führte, war von häuslicher Gewalt geprägt.

Hayden Panettiere ist nicht der einzige ehemalige Kinderstar, dessen Leben von Traumata und anderen schweren persönlichen Krisen geprägt war – ein Leben, das nicht immer in ein Happy End mündete und nicht selten allzu früh seinen Abschluss fand. Der rote Faden dabei: eine fehlende Kindheit, Ausbeutung, psychische Erkrankungen, Suchtprobleme, ein enormer Druck, auch seitens der Familie. 

Folgende Beispiele von tragischen Schicksalen ehemaliger Kinderstars verdeutlichen einmal mehr: Wenn Kinder nicht als Kinder, sondern als kleine Erwachsene behandelt werden, endet das oftmals in einer Tragödie. Hollywood hat das immer noch nicht verstanden.

Judy Garland vor rotem Hintergrund

Judy Garland

Judy Garland wurde mit "Der Zauberer von Oz" 1939 weltberühmt, die Rolle der Dorothy machte sie untersterblich. Garland war bei ihrem internationalen Durchbruch gerade einmal 16 Jahre alt war, doch hinter dem strahlenden Bild des jungen, stets freundlichen und gut aufgelegten Stars verbarg sich ein Leben voller Kontrolle, Druck und Ausbeutung. 

Das Filmstudio MGM behandelte seine jungen Schauspieler damals wie Produkte: Garland musste strenge Diäten einhalten, wurde wegen ihres Aussehens kritisiert und erhielt angeblich regelmäßig Medikamente, um lange Drehtage durchzustehen, wach zu bleiben oder schlafen zu können. Diese frühe Abhängigkeit von Aufputschmitteln und Beruhigungsmitteln begleitete sie fast ihr gesamtes Leben. Gleichzeitig stand sie unter enormem psychischen Druck, ständig perfekt wirken zu müssen, obwohl sie sich privat oft einsam, unsicher und emotional erschöpft fühlte. 

Trotz ihres außergewöhnlichen Talents und ihrer Erfolge kämpfte Garland über Jahrzehnte mit Depressionen, Suchtproblemen, finanziellen Krisen und gescheiterten Beziehungen. Ihr Ruhm brachte ihr Bewunderung, aber kaum Stabilität oder Schutz. Immer wieder kehrte sie auf die Bühne zurück, auch wenn sie körperlich und seelisch bereits schwer angeschlagen war, weil sie finanziell und emotional dem teuflischen Kreislauf des Showgeschäfts nicht entrinnen konnte.

1969 starb Judy Garland im Alter von nur 47 Jahren an einer versehentlichen Überdosis von Medikamenten.
 

Vier Jungen stehen im Wald, wobei einer von ihnen in die Ferne zeigt, eine Szene aus dem Film Stand by Me.

River Phoenix (2.v.li.)

River Phoenix galt schon als Jugendlicher als eines der größten Schauspieltalente seiner Generation und wurde durch Filme wie „Stand by Me“ (siehe Foto) und später „My Own Private Idaho“ weltberühmt. 1989 wurde er für "Die Flucht ins Ungewisse" gar für einen Nebendarsteller-Oscar nominiert. Hinter seinem sensiblen und charismatischen Auftreten stand jedoch ein junger Mensch, der seit früher Kindheit unter enormem Druck lebte. 

Seine Familie zog in seinen frühen Jahren rastlos durch verschiedene Orte, zeitweise lebten sie in großer Armut, bevor River als Kinderstar praktisch zum Ernährer der Familie wurde. Der plötzliche Ruhm brachte ihm nicht nur Anerkennung, sondern auch eine enorme Verantwortung und eine permanente öffentliche Beobachtung, obwohl er selbst noch kaum erwachsen war. In Hollywood galt er als außergewöhnlich reif und ernsthaft, doch viele Weggefährten beschrieben später, wie erschöpft und innerlich zerrissen er wirkte. 

Während seine Karriere immer größer wurde, geriet er zunehmend in ein Umfeld aus Partys, Drogen und Selbstzerstörung, wie es in der Filmindustrie jener Zeit weit verbreitet war. Gleichzeitig versuchte er, das Bild des sensiblen, engagierten jungen Stars aufrechtzuerhalten, was den inneren Druck zusätzlich verstärkte. 

In der Nacht des 31. Oktober 1993 brach River Phoenix vor dem berühmten Viper Room in Los Angeles zusammen, nachdem er eine tödliche Mischung aus Drogen konsumiert hatte. Er starb im Alter von nur 23 Jahren auf dem Gehweg vor dem Club, während sein jüngerer Bruder Joaquin den Notruf absetzte.

Drew Barrymore vor rotem Hintergrund und lächelt in die Kamera, der Kopf ist leicht schräg geneigt.

Drew Barrymore

Der Durchbruch gelang Drew Barrymore schon mit sieben Jahren in "E.T. – Der Außerirdische", ihr Bussi mit dem Alien zählt zu den bekanntesten Szenen der Filmgeschichte. Plötzlich war Barrymore überall gefragt, doch als kleines Mädchen konnte sie natürlich emotional mit dem Druck des Ruhms noch nicht umgehen.

Statt einer geschützten Kindheit erlebte sie früh exzessive Partys, Alkohol- und Drogenkonsum sowie ein Umfeld, in dem Grenzen und Stabilität fehlten. Schon als Jugendliche kämpfte sie mit schweren Suchtproblemen, Klinikaufenthalten und Suizidversuche, während ihr Leben gleichzeitig öffentlich ausgeschlachtet wurde. Mit neun Jahren betrank sie sich erstmals auf einer Hollywood-Party, mit zehn rauchte sie ihren ersten Joint und mit zwölf schnupfte sie das erste Mal Kokain. Ihr Schicksal galt lange als weiteres tragisches Beispiel für einen Kinderstar, der an Hollywood zerbricht. 

Anders als viele andere schaffte Drew Barrymore jedoch einen Neuanfang: Sie arbeitete sich Schritt für Schritt aus ihren Problemen heraus, baute eine erfolgreiche Karriere als Schauspielerin und Produzentin auf und wurde später auch als Talkshow-Moderatorin und Unternehmerin erfolgreich. Heute gilt sie als Beispiel dafür, dass ein früher Absturz nicht zwangsläufig das ganze Leben bestimmen muss.

Aaron Carter lächelt vor einem roten Hintergrund.

Aaron Carter

Aaron Carter wurde Ende der 1990er Jahre schon als Kind zum Popstar („Crazy Little Party Girl“) und stand früh im Schatten des Erfolgs seines älteren Bruders Nick Carter von den Backstreet Boys. Noch bevor er erwachsen war, tourte er weltweit, veröffentlichte erfolgreiche Alben und wurde zu einem Idol für Millionen Jugendliche. 

Hinter dem bunten Pop-Image war Carters Alltag jedoch geprägt von familiären Konflikten und fehlender Stabilität. Er sprach später offen darüber, wie belastend der frühe Ruhm gewesen sei und wie sehr ihn das Gefühl begleitet habe, ständig funktionieren zu müssen. Je älter Aaron wurde, desto mehr schwand auch der Erfolg, die zahlreichen Comeback-Versuche scheiterten. Es klingt wie ein Klischee, das wahr wurde: An seinem erwachsenen Ich war man nicht interessiert. Aaron Carter durfte nicht erwachsen werden.

Mit den Jahren geriet er zunehmend in persönliche Krisen, kämpfte mit psychischen Problemen, Drogensucht und der Gier nach öffentlicher Aufmerksamkeit. Gleichzeitig zerbrachen viele familiäre Beziehungen – unter anderem zu Nick – öffentlich, was sein Leben zusätzlich belastete. 

Sein körperlicher und seelischer Zustand verschlechterte sich über Jahre sichtbar, während große Teile seines Absturzes in sozialen Medien und Boulevardmedien verfolgt wurden. 2022 wurde Aaron Carter im Alter von nur 34 Jahren tot in seinem Haus aufgefunden. Nachdem er zur Entspannung Drogen genommen hatte, war er in seiner Badewanne ertrunken.

Britney Spears mit erhobener Hand und offenem Mund vor einem GLAAD-Hintergrund.

Britney Spears

Britney Spears stand bereits als Kind vor Kameras und wurde durch Auftritte im „Mickey Mouse Club“ früh an ein Leben im Rampenlicht gewöhnt, bevor sie Ende der 1990er Jahre zu einem der größten Popstars der Welt aufstieg. Der enorme Erfolg brachte ihr Reichtum und weltweite Berühmtheit, setzte sie aber auch einem extremen Druck aus, ständig perfekt auszusehen und zu funktionieren. Über Jahre wurde ihr Privatleben von Paparazzi, Boulevardmedien und der Öffentlichkeit nahezu pausenlos verfolgt, während persönliche Krisen öffentlich ausgeschlachtet wurden. 

Nach ihrer Trennung von Kevin Federline und dem Verlust von Teilen des Sorgerechts für ihre beiden Söhne verschlechterte sich ihr psychischer Zustand sichtbar. 2007 erreichte die Situation ihren Tiefpunkt, als ihr Zusammenbruch (sie scherte sich eine Glatze und ging auf einen Fotografen mit einem Schirm los) weltweit zum Medienspektakel wurde. Kurz darauf wurde Spears unter die Vormundschaft ihres Vaters gestellt, die ihr über viele Jahre hinweg große Teile der Kontrolle über ihr eigenes Leben und Vermögen entzog, obwohl sie gleichzeitig weiter auftreten und Geld verdienen musste. 

Erst die öffentliche #FreeBritney-Bewegung lenkte weltweit Aufmerksamkeit auf ihre Situation und führte schließlich 2021 zur Beendigung der Vormundschaft. Nach eigenen Aussagen möchte Spears nicht mehr auftreten, auf Instagram postet sie jedoch regelmäßig Amateurvideo von sich selbst – oftmals auf derart skurrile Art und Weise, das Fans immer noch über den Gesundheitszustand der Pop-Legende spekulieren. Mit ihrer Familie soll Spears keinen Kontakt mehr haben.

Michael Jackson tanzt

Michael Jackson

Michael Jackson wurde bereits als Kind mit der Band "Jackson 5", die er mit seinen Brüdern gründete, weltberühmt und verbrachte seine gesamte Jugend unter enormem Leistungsdruck. Statt einer normalen Kindheit bestimmten Proben, Auftritte und die strenge Kontrolle seines Vaters seinen Alltag. Jackson berichtete später mehrfach, dass er sich um viele Erfahrungen einer gewöhnlichen Kindheit beraubt fühlte und unter der Härte seines Vaters litt. So soll dieser ihn beispielsweise mittels Schlägen mit dem Gürtel zu leistungsstärkeren Performances auf der Bühne gedrillt werden.

Der frühe Ruhm machte ihn zwar zu einem der bekanntesten und ikonischsten Künstler der Musikgeschichte, führte aber auch zu einem Leben voller Isolation, permanenter Beobachtung und psychischer Belastung. Mit zunehmendem Erfolg wurde sein Privatleben immer stärker zum Gegenstand weltweiter Medienbesessenheit, während er gleichzeitig mit körperlichen Problemen, Schlafstörungen und einer wachsenden Abhängigkeit von Medikamenten kämpfte. Zudem soll er am sogenannten "Peter-Pan-Syndrom" gelitten haben. Auch die zahlreichen Kontroversen und Gerichtsverfahren (er wurde mehrfach des Kindesmissbrauchs beschuldigt) überschatteten sein späteres Leben massiv und verstärkten seinen Rückzug von der Außenwelt. 

2009 starb Michael Jackson im Alter von 50 Jahren an einer Überdosis eines Narkosemittels, das ihm von seinem Arzt verabreicht worden war.

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