Stars-Kultur
08.07.2018

Meghan & Harry: Das ist in Anwesenheit der Queen tabu

Sie geben sich gerne eng und vertraut. Diese Geste sieht Queen Elizabeth aber gar nicht gerne.

Im Gegensatz zum Rest der britischen Königsfamilie tauschen Prinz Harry und Herzogin Meghan bei öffentlichen Auftritten oft Zärtlichkeiten aus. Doch als die ehemalige Schauspielerin beim Empfang der Young Leaders im Buckingham Palace, den sie zusammen mit Harry und der Queen beehrte, nach der Hand ihres Mannes griff, wich dieser seiner Frau aus – und das hat einen bestimmten Grund.

Händchenhalten ist unangebracht

Wenn es um den Neuzugang in der Familie geht, macht Queen Elizabeth II. offenbar viele Ausnahmen. Doch in Anwesenheit der Königin ist auch für Meghan das Anschmiegen an Harry tabu.

Auch Queen und Prinz Philip vermeiden es, Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit auszutauschen. In den 70 Jahren ihrer Ehe wurden sie noch nie händchenhaltend gesehen. Autor und Royal-Experte Gyles Branreth erklärt gegenüber dem Magazin People, dass dieses Verhalten auf den "stoischen Werten" ihrer Generation beruhe.

Auch William und Kate geben sich konservativ. Die beiden wurden seit ihrer Hochzeit im Jahr 2011 nur wenige Male Hand in Hand gesehen. Der Grund: Bei öffentlichen Auftritten repräsentieren der Prinz und die Herzogin das britische Königshaus. Sie sind "bei der Arbeit" und da wäre es laut Adelsexpertin Emily Nash unprofessionell, Händchen zu halten.

"Außerdem müssen sie vielen Leuten die Hände schütteln, wenn sie sie begrüßen. Von ihren Verpflichtungen abgesehen, wäre es also nicht sehr praktisch", so Expertin Nash.

Dass Prinz Harry seiner Frau in Anwesenheit der Queen den Korb gab, hat also mit den Rahmenbedingungen und Respekt für seine Oma und zu tun.

"Es ist selten, dass sich Paare aus dem Königshaus bei öffentlichen Auftritten Hand in Hand präsentieren. Während es unwahrscheinlich ist, dass wir William und Kate händchenhaltend zu sehen bekommen werden, treten Charles und Camilla oft Hand in Hand auf. Es ist einfach auch eine Entscheidung des jeweiligen Paares und es kommt auf die Art des Veranstaltung an, die man besucht. Je seriöser der Anlass, desto mehr Professionalität wird erwartet, und daran halten sich alle Royals", so Myka Maier, britischen Direktorin der Benimmschule Beaumont Etiquette.