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12.06.2017

Was Kate, Harry & William strikt verboten ist

Wieso Autogramme und Selfies mit Fans für die Royals tabu sind.

Bei öffentlichen Anlässen geben sich Kate, William, sein Bruder Harry sowie die anderen Royals leutselig. Sie scherzen mit Fans und schütteln fleißig Hände. Wer jedoch auf ein Selfie mit den Blaublütlern oder gar auf ein Autogramm von ihnen hofft, wird bitter enttäuscht. Die Mitgliedern der britischen Königsfamilie sind nämlich dazu verpflichtet, diese abzulehnen.

Wieso Will, Kate & Harry nie Autogramme geben

Und das hat nichts mit Hochnäsigkeit zu tun. Wer eine von den Royals unterzeichnete Autogrammkarte besitzt, könnte die Unterschrift fälschen - und damit erheblichen Schaden anrichten.

Dem britischen Telegraph zufolge hat bisher lediglich Prinz Charles einmal gegen das Autogramm-Verbot verstoßen, als er 2010 sein Kürzel auf ein Stück Papier setzte, nachdem er von einem Paar um ein Autogramm für seinen Sohn gebeten wurde. Charles entschuldigte sich damals sogar für seine unleserliche Schrift, da er "niemals im Stehen schreibe."

Keine Selfies mit den Royals

Auch für Selfies stehen die Royals nicht parat. Sie posieren nur mit ihren Fans, wenn die Fotos von einem Fotografen gemacht werden.

Für Selfies haben die Blaublütler schlichtweg keine Zeit, wie ein Sprecher in Bezug auf Williams und Kates Kanada-Reise im vergangenen Jahr erklärte: "Um sicher zu gehen, dass der Prinz und die Herzogin die Chance haben, so viele Kanadier wie möglich zu treffen, ist es nicht möglich, Selfies mit ihnen zu machen."

Lediglich die Queen herself scheint sich an das Selfieverbot nicht zu halten:

Will & Kate: Die strengen Regeln für ihre Auftritte

Sie sind seit sechs Jahren verheiratet und haben zwei gemeinsame Kinder. In der Öffentlichkeit tauschen Prinz William und seine Frau Kate aber selten Zärtlichkeiten aus. Warum das so ist, verrät eine Adelsexpertin gegenüber dem Hello! Magazine.

Zärtlichkeiten sind tabu

Seit ihrer Hochzeit wurde das Ehepaar nur wenige Male händchenhaltend fotografiert. Auch dass William mal den Arm um seine Frau legt, wie bei ihrer Trekking-Tour durch Bhutan vergangenen April, ist eine Seltenheit.

Der Grund dafür: Bei öffentlichen Auftritten repräsentieren der Prinz und die Herzogin das britische Königshaus. Sie sind "bei der Arbeit" und da wäre es laut Emily Nash unprofessionell Handerl zu halten.

"Außerdem müssen sie vielen Leuten die Hände schütteln, wenn sie sie begrüßen. Von ihren Verpflichtungen abgesehen, wäre es also nicht sehr praktisch", so die Expertin.

"Wir wissen, dass sie einander sehr gern haben und in unbeschwerten Momenten zeigen sie das auch, zum Beispiel bei Sportevents und ähnlichen Veranstaltungen. Aber in formaleren Situationen würde man nicht von ihnen erwarten, dass sie eine Show abziehen."

Benimmregeln für Kate

Um ihrer Rolle als Frau an Williams Seite gerecht zu werden, wurden Herzogin Kate außerdem so einige Verhaltens-Regeln beigebracht. Worauf eine "echte Lady" bei öffentlichen Auftritten besonders achten muss, verrät Myka Meier, die Gründerin von "Beaumont Etiquette".

Sitzen wie eine Lady

Nimmt Kate auf einem Sessel oder einer Bank Platz, sollte zwischen ihrem Rücken und der Lehne der Abstand so groß sein, "dass ein Ei dazwischen passt". Das Kinn wird parallel zum Boden gehalten, die Hände im Schoß gefaltet. Die Beine dürfen niemals übereinandergeschlagen werden. Stattdessen werden die Knie und Knöchel zusammengehalten und die Beine zur Seite gekippt, um peinliche Höschenblitzer zu vermeiden.

Der richtige Händedruck

Beim Händchenschütteln gilt: Dem Gegenüber in die Augen sehen und einen kräftigen Händedruck geben. Davon könnte sich Donald Trump eine Scheibe abschneiden: Die Hand des Gegenübers darf bei der Begrüßung nicht mehr als zwei Mal hintereinander geschüttelt werden.

Knicks vor der Queen

Vor der Queen wird brav geknickst. Hierbei gilt: Je länger und tiefer man sich vor seinem Gegenüber verbeugt, desto mehr Respekt zollt man diesem.

Elegant aus dem Auto steigen

Auch wie man aus dem Auto aussteigt, ohne zu viel zu entblößen, will gelernt sein. Hierbei empfiehlt die Benimmlehrerin: Zuerst mit dem Po im Autositz so weit es geht nach vorne Richtung Tür rutschen. Dann mit beiden Händen hinter dem Rücken auf dem Sitz abstützen, um die Beine beim Aussteigen aus dem Auto richtig zu positionieren. Dabei Knie und Knöchel zusammenhalten und mit einer eleganten Bewegung aussteigen – woran sich Kate aber nicht immer zu halten scheint.

Schritt für Schritt

Eigentlich ist es Williams Aufgabe, seine Frau beim Herabsteigen einer Treppe an der Hand zu führen. Doch auch ohne starken Mann an ihrer Seite, heißt es für Kate: Rücken gerade, das Kinn parallel zu den Stufen. Ein Arm liegt flach am Körper an. Sollte ein Treppengeländer zur Verfügung stehen, darf Kate sich leicht darauf stützen und mit den Zehenspitzen zum Geländer Schritt für Schritt die Treppe hinunterstreiten.

Tischmanieren

Der traditionelle Nachmittags-Tee wird auch heute noch im britischen Königshaus zelebriert. Myka Meier erklärt, wie man das Häferl ladylike hält: Der Henkel wird mit Zeigefinger und Mittelfinger gehalten, die Tasse wird mit dem Daumen gestützt. Beim Trinken sollte man als Frau versuchen, möglichst immer von der gleichen Stelle zu trinken, um Lippenstiftflecken am gesamten Tassenrand zu vermeiden.

Beim Essen darf das Besteck nur dann abgelegt werden, wenn man etwas trinkt, auf die Toilette oder aus anderen dringenden Gründen den Raum verlassen muss. Legt man eine Pause beim Essen ein, muss das Besteck gekreuzt übereinander auf dem Teller abgelegt werden – damit das Personal weiß, dass man mit seiner Mahlzeit noch nicht fertig ist und den Teller nicht voreilig abräumt.

Das Geheimnis der Clutch

Wenn Kate mal keine Lust darauf hat, ständig Händchen zu schütteln, greift sie laut Mayer gerne auf eine Clutch zurück. Diese wird mit beiden Händen vor dem Körper festgehalten. So suggeriert Kate auf diplomatische Weise, keine Hand frei zu haben.

Wenn Kate ohne Clutch unterwegs ist, wird ihr empfohlen, die Hände wie beim Sitzen gefaltet vor dem Körper zu halten. Beides erspare der Herzogin ständiges Händeschütteln – und verbessere gleichzeitig die Haltung.