Schock um Jungstar Embacher: Schwerer Sturz nach 240-Meter-Flug
Stephan Embacher konnte seinen Flug nicht stehen
Gäbe es im Skispringen auch Haltungsnoten für Stürze, Stephan Embacher hätte sich in Planica eine 20,0 verdient. So unbeeindruckt, lässig und abgeklärt wie sich der 20-Jährige nach seinem wilden Abflug beim Skifliegen präsentierte.
Stephan Embacher krachte heftig in den Auslauf
Entwarnung
Stephan Embacher tat den heftigen Aufprall bei der Landung nach einem 240-Meter-Flug als harmlosen Betriebsunfall ab. Alles halb so wild, kommt bei den besten Skispringern vor.
„Es hat viel wilder ausgeschaut, als es war“, sagte Stephan Embacher wenige Sekunden nach dem Sturz in die ORF-Kamera, so als wolle er seine Freunde und Fans beruhigen. „Mir geht’s gut.“
Embacher rappelte sich auf und wirkte benommen
Aufprall mit 130 km/h
Dass Embacher nach einer ersten medizinischen Untersuchung Entwarnung geben konnte, ist ein kleines Wunder. Denn es war eine kapitale Brezn, die der Senkrechtstarter dieser Saison in Planica gerissen hat:
Aus extrem großer Höhe hatte der Tiroler sein Landemanöver eingeleitet und wurde ein Spielball der Kräfte. Ihn verdrehte es bereits in der Luft, danach landete er auf einem Ski und wurde wie eine Puppe herumgewirbelt.
Stephan Embacher rappelte sich selbst auf, wirkte aber benommen
Vorbild MotoGP
Bei Tempo 130 knallte er hart mit dem Kopf auf den Schnee und überschlug sich mehrmals. „Ich habe bewusst die Hände zum Kopf getan und dabei versucht, geschmeidig zu rollen“, erklärte Embacher. Das habe er sich von den Piloten in der MotoGP abgeschaut.
Voller Energie
Trotzdem wirkte Stephan Embacher im ersten Moment sehr benommen und taumelte durch den Auslauf. Wenige Minuten später strotzte er dann schon wieder voller Tatendrang.
Auf gar keinen Fall werde er den Teambewerb am Samstag und den letzten Wettkampf am Sonntag auslassen. „Das lass’ ich mir nicht nehmen.“
Podestplatz für Tschofenig
Wer kann es Stephan Embacher auch verdenken. Der Jungstar befindet sich gerade im emotionalen Hoch nach seinem ersten Weltcupsieg vor einer Woche in Vikersund.
Theoretisch kann er im Skiflug-Weltcup am Sonntag auch noch Sieger Domen Prevc überflügeln, trotz seines Unfalls wurde Embacher am Freitag als Elfter gewertet.
Mit Embacher im Team
Mit Daniel Tschofenig gelang zumindest einem anderen Österreicher der Sprung auf das Stockerl. Der Kärntner sprang für seinen Teamkollegen Embacher in die Bresche und wurde Dritter.
Chefcoach Andreas Widhölzl nominierte Embacher für den Teambewerb am Samstag: "Er ist gesund, er will springen, und wir brauchen ihn auch."
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