Maria Höfl-Riesch feierte einen überlegenen Sieg.

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Maria Höfl-Riesch hat die Aufholjagd gestartet
12/06/2013

Maria Höfl-Riesch hat die Aufholjagd gestartet

Die Deutsche siegt in Lake Louise, Fenninger wird Vierte. Vonn mit verhaltenem Comeback.

von Stefan Sigwarth

Knapp 1470 Kilometer weiter nordöstlich als die Herren waren Freitag auch die Damen im kanadischen Lake Louise am Werk, und sie hatten ganz klar die Nase vorn, zumindest, was die Temperaturen angeht: Minus 36 Grad zeigte das Thermometer zur geplanten Startzeit von 11.30 Uhr Ortszeit, was bei 100 km/h gefühlten -77,3 Grad entspricht.

FIS-Renndirektor Atle Skaardal hatte ein Einsehen und ließ den Start um eine halbe Stunde verschieben. Jedoch weniger wegen der Temperatur, sondern viel mehr wegen der Schneekanonen, die eine Art Eisnebel produzierten. Also wurden sie abgestellt, und es wurde noch eine halbe Stunde gewartet. Die Sonne tat, was sie tun sollte – und als um 21.30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit dann gestartet wurde, war es doch glatt um zwei, drei Grad wärmer.

Warm ums Herz wurde es vor allem Maria Höfl-Riesch, die den ersten Abfahrtssieg seit dem 18. Februar 2012 feierte – damals gewann die Deutsche die Olympia-Generalprobe in Sotschi. Es war ein deutlicher Erfolg, die sieben Zehntelsekunden Differenz auf die zweitplatzierte Marianne Kaufmann-Abderhalden aus der Schweiz sind fast jene Dimensionen, die Lindsey Vonn bei den letzten Siegen in Lake Louise hatte.

Sieben Mal hat die Amerikanerin en suite im kanadischen Nationalpark gewonnen, am Freitag, im ersten Rennen nach dem Kreuzbandriss bei der WM in Schladming und zwei Wochen nach ihrem Kreuzbandeinriss im Training, verfehlte Vonn die Punkteränge. „Ich war sehr nervös am Start, es war ja auch mein erstes Rennen nach zehn Monaten Pause. Ich habe nicht das Selbstvertrauen, ich habe ja in den letzten Wochen kaum trainiert. Aber ich habe ja noch zwei Rennen hier.“

Anna Fenninger freute sich über ihren vierten Platz, mit dem die 1,66 Meter kleine Technikerin auf der Gleiterstrecke in den kanadischen Bergen nicht gerechnet hatte. Schon weniger überraschend war da der siebente Platz von Stefanie Moser – vor einem Jahr war die 25-jährige Tirolerin sogar schon Fünfte.

Heiß-kalt empfand hingegen Nicole Hosp, die sich beim Fahren das linke Knie verdrehte – und aufgab.

Endstand:
1. Maria Höfl-Riesch GER 1:56,03
2. Marianne Kaufmann-Abderhalden SUI 1:56,73
3. Elena Fanchini ITA 1:57,23
4. Anna Fenninger AUT 1:57,30
5. Nadja Jnglin-Kamer SUI 1:57,54
6. Tina Maze SLO 1:57,57
7. Stefanie Moser AUT 1:57,66
. Larisa Yurkiw CAN 1:57,66
9. Carolina Ruiz Castillo ESP 1:57,76
10. Lara Gut SUI 1:57,79
11. Kajsa Kling SLO 1:57,84
12. Viktoria Rebensburg GER 1:57,85
13. Dominique Gisin SUI 1:57,88
14. Elisabeth Görgl AUT 1:57,90
15. Ilka Stuhec SLO 1:58,01
16. Cornelia Hütter AUT 1:58,05
17. Ramona Siebenhofer AUT 1:58,08
18. Regina Sterz AUT 1:58,29
Weiter:
25. Nicole Schmidhofer AUT 1:58,58
30. Tamara Tippler AUT 1:58,97
36. Lindsey Vonn USA 1:59,22
47. Andrea Fischbacher AUT 1:59,49
Out:
. Nicole Hosp AUT
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