US-Star Lindsey Vonn siegt in Zauchensee, schwerer Sturz von ÖSV-Hoffnung
10 Jahre nach ihrem Sieg in Zauchensee gelang es Lindsey Vonn wieder
Zusammenfassung
- Lindsey Vonn feiert in Zauchensee ihren 84. Weltcupsieg und zweiten Saisonsieg nach ihrer Rückkehr.
- Die ÖSV-Läuferinnen verpassen beim Heimweltcup die Top-Platzierungen deutlich.
- Magdalena Egger sorgt mit einem schweren Sturz und einer Knieverletzung für einen Schockmoment.
Lindsey Vonn hatte 2016 in Zauchensee ihren 72. und 73. Weltcupsieg gefeiert. Heute - zehn Jahre später - feierte die US-Amerikanerin ihren 84. Sieg im alpinen Ski Weltcup, den insgesamt 5. in Zauchensee. Die 41-jährige Rückkehrerin begeistert im Weltcup weiter. In der Abfahrt vom Samstag holte sie ihren 5. Podestplatz in der zweiten Saison nach ihrer Rückkehr. Den zweiten Saisonsieg nach der Abfahrt in St. Moritz.
Auf einer aufgrund von Wind und Schnee verkürzten Strecke mit etwas mehr als einer Minute Fahrzeit galt es von oben bis unten gegen die langsame Unterlage zu kämpfen, wie die Fahrerinnen erklärten. Die Attacke gelang Vonn am besten. Obwohl sie im Vorfeld gesagt hatte, sie wolle sich zurückhalten und "vorsichtig fahren", weil sie vor den Olympischen Spielen keine Verletzung riskieren wolle.
Vonn fand die beste Linie
Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie und die US-Amerikanerin Jacqueline Wiles, über deren Fahrt sich Vonn im Ziel ausgelassen freute. Die Routinierin hatte der 33-jährigen Teamkollegin die Linie vorgegeben, sagte Wiles später im Ziel. "Man musste voll attackieren, ich habe mir Lindseys Linie abgeschaut."
Vierte wurde Laura Pirovano aus Italien, mit Rang fünf überraschte die junge Schweizerin Janine Schmitt.
ÖSV-Team schwer geschlagen
Die ÖSV-Läuferinnen konnten beim Heimweltcup die Fans nicht mit guten Platzierungen verwöhnen. Zumindest heute in der Abfahrt nicht. Cornelia Hütter (+1,01), Ariane Rädler, Nadine Fest ( beide +1,20), Mirjam Puchner (+1,38), Emily Schöpf (+1,53), Christina Ager (+1,58) und Nina Ortlieb (+1,62) landeten unter "ferner liefen", weit ab von den Top 10.
Weltcup-Debütantin Leonie Zegg konnte mit +1,39 noch einen Weltcuppunkt holen. "Es war eine harte Reise die letzten Jahre, ich hab mich sehr gefreut, dass ich es jetzt geschafft hab", sagte sie im ORF-Interview, die sich zufrieden mit ihrer Leistung zeigte. Carmen Spielberger (+1,35), die in Teilabschnitten stark dabei war, landete ebenfalls in den Punkterängen (28.).
Die bitter enttäuschte Cornelia Hütter hatte eine einfache Erklärung für ihren großen Rückstand: "Ich bin einfach nicht auf der richtigen Spur gefahren." Die Verhältnisse seien nach den Schneefällen nicht mehr mit dem Training von Donnerstag zu vergleichen, das habe sie aber gewusst, konnte es aber nicht besser umsetzen.
ÖSV-Hoffnung Magdalena Egger wurde mit dem Hubschrauber ins Tal gebracht
ÖSV-Hoffnung schwer verletzt
Für einen Schockmoment sorgte Jungstar Magdalena Egger, die mit blutigem Gesicht am Streckenrand lag. Die Vorarlbergerin war von der Ideallinie abgekommen und hatte die Kontrolle über ihre Ski verloren. Die 24-Jährige hatte sich in Zauchensee im Europacup schon einmal eine schwere Verletzung zugezogen. Beim ÖSV gab es am Nachmittag die bittere Gewissheit. Egger hat bei ihrem Sturz einen Kreuzbandriss erlitten.
Als sie mit dem Hubschrauber abtransportiert wurde, musste ihre Teamkollegin und gute Freundin Nina Ortlieb mit der nächsten Startnummer lang auf ihren Start warten. Der verpatzte Lauf war schließlich wohl eine Folge daraus.
Am Sonntag soll es - wenn das Wetter mitspielt - mit dem Super-G (12 Uhr/live ORF 1) weitergehen.
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