© REUTERS/ALESSANDRO GAROFALO

Sport Wintersport
11/27/2020

Parallelrennen in Zürs: "Nicht vergleichbar mit dem Riesentorlauf"

Die Parallelbewerbe werden immer bedeutender. Nicht nur deshalb sind in Zürs auch die Speedläufer Mayer und Kriechmayr am Start.

von Christoph Geiler

Wer in der Zukunft im Kampf um die große Kristallkugel mitmischen will, der darf sich dem Parallelbewerb nicht verschließen. In den Planungen der FIS spielt dieses Rennformat eine wichtige Rolle, wie nicht zuletzt die Wettkämpfe in Zürs zeigen, um die der ohnehin bereits enge Weltcupkalender extra erweitert wurde. Bei der Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo werden im Februar sogar erstmals Medaillen im Parallelbewerb vergeben.

Das erklärt, warum selbst ausgewiesene Speedspezialisten wie Matthias Mayer oder Vincent Kriechmayr keinen Bogen um Zürs machen, sondern sich dieser Herausforderung stellen. Doppel-Olympiasieger Mayer macht kein Geheimnis daraus, dass er in den nächsten Jahren den Gesamtweltcupsieg anpeilt. „Wenn man es in den Speedrennen immer aufs Podest schafft, dann kann man sicher vorne mitfahren“, davon ist der Kärntner überzeugt.

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Kriechmayr und Mayer ("das ist nicht das wichtigste Rennen im Jahr") bewegen sich in Zürs (10 Uhr Qualifikation, 17.45 Uhr Finale) aber nicht nur wegen ihrer Weltcup-Ambitionen auf ungewohntem Terrain, sie sind schlicht froh um jeden Renneinsatz, den sie kriegen können. Die erste Saisonabfahrt steht erst in zwei Wochen in Val d’Isère auf dem Programm, und auch die ist noch nicht gesichert. Die beiden Riesentorläufe von Val d’Isère (5./6.12.) wurden wegen Schneemangels jedenfalls schon einmal nach Santa Catarina (ITA) verlegt.

Echte Spezialisten

In den letzten Wochen vor dem Parallelbewerb in Zürs wurde im Lager der Österreicher jedenfalls eifrig der Kampf Mann gegen Mann geprobt, und auch die Startbox kam regelmäßig zum Einsatz. Denn nicht nur ÖSV-Technikcoach Marko Pfeifer ist der Überzeugung: „Das ist eine ganz eigene Disziplin. Das ist nicht vergleichbar mit dem normalen Riesentorlauf.“

Es haben sich in den letzten Jahren einige Spezialisten für diesen Bewerb herauskristallisiert: Der Franzose Cyprien Sarrazin oder der Norweger Rasmus Windingstad haben in Parallelrennen ihre ersten und einzigen Weltcupsiege gefeiert. Umgekehrt hat sich der beste Riesentorläufer der Gegenwart mit Parallelrennen noch nicht wirklich angefreundet: Henrik Kristoffersen, 2019/’20 Gewinner der kleinen Kristallkugel, ist in diesem Wettkampfmodus erst zwei Mal über das Viertelfinale hinausgekommen.

Spezialist Leitinger

Bei Österreichs Herren ist der Riesentorlauf grundsätzlich die große Schwachstelle. Im vergangenen Winter gelang ausgerechnet im Parallelbewerb das beste Saisonergebnis: Roland Leitingers dritter Platz von Alta Badia war das Highlight, der Salzburger fühlt sich in dieser Disziplin auch wohl. "Das ist wie ein 200-Meter-Lauf, da gibt's auch kein Taktieren. Im Parallelbewerb darfst du nicht viel in der Gegend herumfahren, sondern musst den schnellsten Weg ins Ziel finden", weiß Leitinger.

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