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11.02.2018

Olympia-Telegramm: Tag 2 im Rückblick

Melanie Meilinger. © Bild: REUTERS/DYLAN MARTINEZ

Olympia, Tag 2: Ein herber Rückschlag für Julian Eberhard - und ein strahlendes Olympia-Debüt für David Gleirscher.

Die olympischen Winterspiele gehen in den zweiten Tag. Das große Highlight aus österreichischer Sicht, die Abfahrt der Herren wurde vom Winde verweht. Ebenso wie die Qualifikation der Snowboarderinnen, rund um Anna Gasser.

  • Biathlet Julian Eberhard hat die erste österreichische Medaille nur knapp verpasst. Der Salzburger landete im Sprint an der vierten Stelle. Auf Bronze fehlten lediglich 0,7 Sekunden. Gold ging an Arnd Peiffer. Näheres finden Sie hier.
  • Besser machte es kurz danach David Gleirscher. Der Einsitzer-Pilot fing in einem Herzschlagfinale den großen Favoriten Felix Loch ab und eroberte bei seiner Olympia-Premiere direkt die Goldmedaille - und das erste rot-weiß-rote Edelmetall in Pyeongchang. Mehr lesen Sie hier.
  • Mit einem minimalen Vorsprung hat Ski-Freestylerin Perrine Laffont als erste Französin Olympia-Gold auf der Buckelpiste geholt. Die 19-Jährige verhinderte damit bei den Winterspielen von Pyeongchang am Sonntag einen erneuten Triumph von Sotschi-Siegerin Justine Dufour-Lapointe. Nur 0,09 Punkte lag Laffont im dritten und letzten Endlauf der Top Sechs vor der Kanadierin. Dritte wurde Julia Galyschewa aus Kasachstan. Die Salzburgerin Melanie Meilinger schied in der Qualifikation aus und belegte schlussendlich Rang 26.
  • Mit ihren synchronen und lautstarken Gesängen und Tänzen auf den Tribünen sorgen die nordkoreanischen Cheerleaderinnen für Aufsehen. Wie die Choreografien der "Armee der Schönen" aussehen, erfahren Sie hier.
  • Der Steirer Franz-Josef Rehrl hat im ersten Sprungtraining der Nordischen Kombinierer für den Einzelbewerb von der Normalschanze die größte Weite der Österreicher erzielt. Der Ramsauer landete im zweiten Durchgang bei 108 Metern und war damit Zweiter hinter dem Deutschen Fabian Rießle (109). Bei unterschiedlichen Windbedingungen vermochten die übrigen Österreicher bei den Topweiten nicht mitzuhalten. Die größte Weite war bei Bernhard Gruber 100,5 (11./2. Durchgang), bei Wilhelm Denifl 99 m (7./1.), bei Mario Seidl 94 m (15./1.) und bei Lukas Klapfer 96,5 m (23./2. Durchgang).
  • Im Eissschnellauf-Bewerb der Herren über 5.000 Meter war der niederländische Titelverteidiger Sven Kramer - er gewann sowohl in Sotschi 2014 als auch in Vancouver 2010 - nicht zu schlagen. Mit dem olympischen Rekord von 6:09,76 Minuten verwies er Ted-Jan Bloemen (CAN) und Sverre Lunde Pedersen (NOR) auf die Plätze. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Welche österreichische Olympiastarterin, welcher Olympiastarter ist eigentlich in den Sozialen Medien am präsentesten? Hier gibt es die Auflösung.
  • Der norwegische Langläufer Simen Hegstad Krüger hat einen Überraschungserfolg im Skiathlon der Herren gelandet. Der 24-Jährige war nach einem Sturz auf den ersten Metern der 15 km im klassischen Stil von hinten losgelaufen. In der vorletzten Runde der 15 km Skating setzte er sich vom Feld ab und führte einen norwegischen Triplesieg an. Krüger gewann 8,0 Sekunden vor Martin Johnsrud Sundby und 9,9 vor Hans Christer Holund (NOR). Der 25-jährige Steirer Max Hauke belegte mit einem Rückstand von 2:24,6 Minuten Rang 27.
  • Wegen des starken Windes und der schlechten Prognose für den Tag ist die Abfahrt der alpinen Ski-Herren in Jeongseon bereits zeitig in der Früh (Ortszeit) abgesagt worden. Fix abgesagt ist auch bereits das für Montag angesetzte letzte Abfahrtstraining für die Kombination. Mehr zur Absage gibt es hier.
  • Auch die Slopestyle-Qualifikation der Snowboarderinnen mit Österreichs Medaillenhoffnung Anna Gasser fiel dem Wetter zum Opfer. Der Bewerb wurde wegen zu viel Wind abgesagt. Nach einer Verschiebung um eine halbe Stunde wurde die Vorausscheidung des Bewerbes gestrichen. Das Finale ist für Montag geplant. Gasser will dann volles Risiko gehen.
  • Im Snowboard-Slopestyle-Bewerb der Herren kürte sich der 17-jährige US-Amerikaner Redmond Gerard zum Olympiasieger. Mit 87,16 von 100 möglichen Punkten triumphierte Gerard vor Max Parrot (86,00). Dessen kanadischer Landsmann Mark McMorris eroberte im Phoenix Snowpark in Bokwang wie vor vier Jahren in Sotschi Bronze (85,20). Es ist das erste Gold für die USA in Südkorea. Österreichs Vertreter Clemens Millbauer hatte am Vortag die Qualifikation für das Finale der besten zwölf gerade einmal um 0,91 Punkte verpasst und wurde in der Ergebnisliste als 13. geführt.

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