Nach Potapowa-Sieg: Euphorie über das Traum-Viertelfinale
Starke Performance: Anastasia Potapowa
"Das ganze ist ein Traum. Gut für das österreichische Tennis, aber auch für den gesamten österreichischen Sport. Und ein Signal für den Frauen-Sport", freut sich Sandra Reichel, Turnierdirektorin in Linz. Die Welserin erlebt wie 2.500 Zuschauer im schmucken Design Center, wie eine Österreicherin ins Halbfinale aufsteigt.
Denn nach Lilli Taggers 6:2-7:6-Erfolg über die Russin Liudmilla Samsonowa, Nummer drei des Turniers und Nummer 21 der Welt, erledigte auch Neo-Österreicherin Anastasia Potapowa ihre Aufgabe - und das souverän. Die 25-Jährige schlug die deutsche Qualifikantin Tamara Korpatsch klar 6:2, 6:1. "Ich bin sehr glücklich, heute war ich nicht so nervös wie in der 1. Runde", sagt die glückliche Siegerin. Damit kommt am Freitag zum Viertelfinal_Duell zwischen Tagger und Potapowa (3. Spiel nach 13 Uhr). "Es ist toll, dass zwei Österreicherinnen hier im Viertelfinale stehen und gegeneinander spielen", sagt Potapowa.
Potapowa musste härter kämpfen, als es das Ergebnis aussagt, viele Games gingen über Einstand. Korpatsch brachte fast alles zurück, doch Potapowa, die 2023 schon auf Linzer Hartplatz triumphierte, setzte sich als technisch klar bessere Spielerin letztlich durch. Während sich Tagger mit dem Sieg über Samsonowa für den Hauptbewerb der French Open qualifizierte, hatte Potapowa schon mit ihrem Auftakterfolg über Zhang Shuai das Ticket fix.
Damit ist es fix: Österreich hat beim größten Heimturnier wieder eine Halbfinalistin. Das gelang Judith Wiesner (1993, 1997), Barbara Schett (1994) und Beate Reinstadler (1995) - ins Endspiel schaffte es noch keine Österreicherin.
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