Bolivia's former President Evo Morales drives the ball during a futsal match in Mendoza

Boliviens Ex-Präsident Evo Morales beim Amateur-Kick

© REUTERS / STRINGER

Sport
10/20/2020

Neue Corona-Regeln: Was gilt im Amateursport und im Hobbybereich?

"Der aktive Sport" soll trotz der allgemeinen Verschärfungen aufrecht bleiben. An einzelnen Regelungen, auch für Hobbysportler, wird noch geschraubt. 6er-Regel im Fitnessbereich gilt nur für Gruppen.

von Peter Temel

Aktualisierung von 14.15 Uhr: Sportministerium erläutert einzelne Regelungen

Nachdem die Bundesregierung am Montag die Verschärfung der Corona-Maßnahmen bekanntgegeben hat, herrschte bei Freizeitsportlern noch Unsicherheit, was nun ab Freitag, 0.00 Uhr (mittlerweile Sonntag, 0.00 Uhr, Anm.) gilt.

Im Amateurbereich soll in puncto Sportausübung vorerst Corona-Business as usual gelten, hieß es. Die für die Sportart spezifische Teilnehmerzahl soll erlaubt bleiben. Das wären etwa im Fußball 11 gegen 11 plus Reservespieler und notwendiges Personal (Trainer, Betreuer, Schiedsrichter etc.). "Der aktive Sport soll weiter aufrecht bleiben", betonte der zuständige Fachminister Werner Kogler (Grüne) bei der Pressekonferenz am Montag.

Trennung zwischen Wettkampf- und Hobbysport?

Aber was heißt das im Detail? Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind, also zum Beispiel Betreuer, seien in die genannten Höchstzahlen nicht einzurechnen, heißt es auf KURIER-Anfrage aus dem Ministerium. "Das heißt, dass im Mannschaftssport jene Zahl von Spielern erlaubt ist, die für die Durchführung einer Sportart erforderlich ist. Für den Wettkampf sind zwingend auch Ersatzspieler vonnöten", sagt Ministeriums-Sprecher Manfred Behr. Daher gelte weiterhin die Regelung, "dass in Mannschaftssportarten in der Auslegung der Verordnung jene Zahl von Akteuren und Akteurinnen spielen und trainieren darf, die auf dem Spielerblankett vorgesehen ist".

Beim Hallenfußball würde analog dazu eine Begrenzung von sechs Personen pro Team gelten, wie im Ö1-Abendjournal am Montag berichtet wurde. Ob dies auch für reine Hobby-Fußballrunden gelte, die keine Wettkampf-Veranstaltungen bzw. Ligaspiele abhalten, war bis dato nicht zu erfahren.

Update: Hierzu gibt es Neuigkeiten:

Bewirtungsverbot wird noch diskutiert

Einige Details würden gerade in der Koordinierung abgestimmt, heißt es weiter. Dies betreffe etwa das Bewirtungsverbot in Kantinen von Sportstätten. Es gäbe jedenfalls keine Ausnahme für Kantinen im Bereich des Amateursports, so Behr.

Auch eine Präzisierung zu den Verhaltensregeln in Sanitärbereichen und in den Sportkantinen, falls sie geöffnet bleiben, steht noch aus.

6er-Regel bei Yoga und Fitness

Yoga-Gruppen oder Trainingsgruppen in Fitness-Centern werden tatsächlich auf sechs Teilnehmer beschränkt, die Regel gelte aber speziell in den Fitnessstudios nur für gemeinsam abgehaltene Kurse. Der laufende Betrieb von Individualsportlern sei davon nicht betroffen. Hier gelte wie bisher die Abstandsregel von einem Meter.

Insbesondere die Fitness-Studios habe man derzeit "in Beobachtung", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), man  schaue sich "sehr genau" an, ob es dort zusätzliche Fälle gibt, erst dann könne man entsprechende Konsequenzen ziehen.

Während die Profivereine von der Reduzierung der erlaubten Zuschauerzahl stark betroffen sind, wirken die Einschränkungen für den Amateursport bisher nicht einschneidend. Und so dürfte es vorerst auch nicht zu kreativen Aktionen wie in Polen kommen.

Polnisches Fitnessstudio bezeichnet sich als Kirche

Zur Umgehung von Corona-Beschränkungen hat sich ein polnisches Fitnessstudio selbst als Kirche bezeichnet. "Weil Fitness-Kurse nicht erlaubt sind, bieten wir ab heute religiöse Versammlungen für Angehörige der Kirche des gesunden Körpers an", teilte das Studio Atlantic Sports am Wochenende via Facebook mit.

Die polnische Regierung hatte Schwimmbäder und Fitnessstudios angesichts einer steigenden Zahl von Corona-Infektionen geschlossen. Gottesdienste sind in dem katholischen Land aber weiterhin erlaubt, solange die Gläubigen Masken tragen und sich an eine Teilnehmergrenze halten.

 

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