© APA/AFP/POOL/KAMRAN JEBREILI

Sport Motorsport
12/12/2021

Verstappen gegen Hamilton: Finaler Krimi um historischen WM-Titel

Aus der ersten Reihe starten die Kontrahenten in das letzte Rennen. Ein Rückblick in Grafiken auf eine mitreißende Saison.

von Philipp Albrechtsberger, Florian Plavec

Vom Stephansplatz in Wien bis zum Lindwurmbrunnen nach Klagenfurt. Die ganze (Sport)-Welt blickt am Sonntag auf diese Entfernung. Es sind jene knapp 306 Kilometer, die ab 14 Uhr MEZ (live ORF 2, Sky Sport) für den Grand Prix von Abu Dhabi angesetzt sind und die entscheiden sollen, ob Max Verstappen neuer Formel-1-Weltmeister wird oder ob Lewis Hamilton den Titel behält.

Nicht ausgeschlossen ist aber, dass es keine 306 Kilometer dafür braucht. Die Angst vor einer neuerlichen Kollision irritiert und fasziniert die Fangemeinde gleichermaßen. Wenngleich die beiden punktgleichen WM-Anwärter im Vorfeld nicht müde wurden zu betonen, die Entscheidung in einem fairen und würdigen Wettrennen suchen zu wollen.

Sollten beide Piloten ausfallen, wäre Verstappen der neue Weltmeister, da er heuer mehr Rennen (9:8) gewonnen hat.

Die besseren Karten, wenn die Lichter der Startampel am Sonntag ein 22. und letztes Mal in dieser Saison erlöschen, hat nach dem Qualifying vom Samstag der Niederländer. Der Red-Bull-Pilot deklassierte die Konkurrenz und holte die Poleposition. „Das ist fantastisch, aber das Wichtigste ist jetzt das Rennen. Ich gehe ganz entspannt an die Arbeit“, sagte Verstappen, der allerdings nach einem Bremsplatten mit den weichsten Reifen losfahren muss, die keine lange Lebensdauer haben. Hamilton kam mit einem Rückstand von 0,371 Sekunden auf Rang zwei. „Max war außerhalb meiner Reichweite“, sagte der siebenfache Weltmeister. „Wir sind mit den etwas härteren Reifen aber in einer guten Position.“

Verrücktes Jahr

Aber was sagt eine einzige Startaufstellung in dieser Saison schon aus? Zu oft wurde das Klassement schon auf den Kopf gestellt; ein ums andere Mal schlugen Mercedes oder Red Bull aus scheinbar aussichtsloser Position noch zurück. Es ist ein Rennjahr, das so viele Wendungen, Irrwitzigkeiten und Aufreger zu bieten hatte, dass man manches davon schon wieder längst vergessen hat.

Da war das Ein-Runden-Rennen von Spa nach dreieinhalbstündiger Unterbrechung, oder der Aufprall, der Verstappen in Silverstone ins Krankenhaus brachte und Hamilton zum Heimsieg katapultierte – ein Crash, bei dem man dachte, dramatischer kann es gar nicht mehr werden. Bis zum Rennen von Monza, wo der Niederländer mit seinem Hinterreifen über den Kopf seines Widersachers flog.

Gegen Saisonende gingen die Emotionen hoch, es kam zu gegenseitigen Beschuldigungen. In Abu Dhabi reichten einander aber die Teamchefs Christian Horner und Toto Wolff die Hand. „Letztlich haben wir das ganze Jahr gekämpft“, sagte Wolff. „Möge der Bessere gewinnen.“

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