Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Marokko spielt um den Gruppensieg, der Star landet bei den Bayern

Marokkos Rekordtor gegen Schottland reicht dem WM-Halbfinalisten von 2022 wohl zum Aufstieg. Ismail Saibari soll bereits Bayerns Medizincheck absolviert haben.
Der marrokanische Tormann in der Luft gegen einen am Boden liegenden Schotten

Anpfiff, hoch anlaufende Marokkaner, Ballgewinn, kontrolliertes Aufbauspiel und nach 72 Sekunden steht es 1:0 für Marokko. So einfach und schön kann Fußball sein.

Das Tor vom PSV Eindhoven-Mittelfeldmann Ismael Saibari ist damit das bisher schnellst erzielte in dieser WM-Endrunde.

Marokko versuchte zwar die Führung weiter auszubauen, am Ergebnis änderte das schlussendlich aber nichts mehr. Schottland zeigte sich in weiterer Folge bemüht, Großchancen blieben aber aus.

Die Bayern-Frage

Dass sich Marokkos Goldtorschütze mit seinem bereits zweiten Treffer bei der Weltmeisterschaft in das internationale Transfer-Schaufenster geschossen hat, ist auch den Reportern nach dem Spiel nicht entgangen. Bereits vergangene Woche kamen vermehrt Meldungen zu einem baldigen Wechsel von Saibari zum Deutschen Rekordmeister Bayern München auf.

Saibari beim Jubel mit ausgestreckten Armen

Jubelt er bald für den FC Bayern?

Auf die Gretchenfrage der anwesenden Journalisten, wie es um den Wechsel zu den Bayern stünde, antwortete er mit einem „Danke“ und leitete zur nächsten Frage weiter. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll es sich bei dem vermeintlichen Wechsel nur noch um Formsache handeln.

Einen Medizincheck soll er bereits während des Turniers absolviert und bestanden haben.

Schottland muss noch zittern

Während die Nordafrikaner relativ entspannt in die letzte Gruppenpartie gegen Haiti am Donnerstag schauen können (00:00; ORF), muss Schottland noch zittern. Immerhin ist der dritte und letzte Gruppengegner Schottlands niemand geringerer als Rekordweltmeister Brasilien. Wie Marokko hält auch die Seleção nach zwei Spielen bei vier Punkten.

Die Ausgangslage ist somit klar: In Gruppe C kommt es zum Fernduell um Platz 1.

Zweikampf zwischen einem schottischen und einem marokkanischen Spieler

Schottland, das wie Österreich ganze 28 Jahre auf eine WM-Teilnahme warten musste, schwört sich vor dem dritten Spieltag gegen Brasilien ein. Kapitän John McGinn fordert im Nachfassen des Spiels gegen Marokko von seiner Mannschaft, „mehr Charakter auf dem Feld zu zeigen“. Mit bisher drei erspielten Punkten ist ein Weiterkommen der Schotten noch nicht fixiert. Zumal sie mit nur einem geschossenen Tor am Ende nicht zu den acht besten Gruppendritten zählen könnten.

Mit einem Punkt mehr am Konto würde sich das ändern.

Mehr zur Fußball-WM

Von 48 sind noch acht übrig. Ein Titelverteidiger mit Hang zur Dramatik, ein Europameister ohne Gegentor und ein Wikinger, der Brasilien nach Hause geschickt hat. Die Viertelfinalisten im Check, samt Einschätzung ihrer Titelchancen.
Weiterlesen
48 Teams, 104 Spiele, ein Viertelfinale, das erst nach vier Wochen beginnt. Die befürchteten Kantersiege sind weitgehend ausgeblieben. Nur: Macht das die Fußball-WM tatsächlich besser? Oder einfach nur größer?
Weiterlesen
Die Österreicher benahmen sich in den USA tadellos. Das war nicht immer so. Einst wurde Hans Buzek Opfer der Streitereien im Team.
Weiterlesen
In der 5. Folge ziehen die KURIER-Experten Bilanz. Können wir wirklich stolz auf dieses österreichische Team sein? Wird es neben Arnautovic weitere Rücktritte geben?
Weiterlesen
Zum 149. Mal finden in Südlondon derzeit die Wimbledon Championships statt. Wie die Tennismeisterschaft ritualisiert wird - und welcher Ballsport die Briten derzeit noch in Atem hält.
Weiterlesen

Kommentare