Die Rapidler haderten mit Jäger (li.), auch die anderen Schiedsrichter waren in der Kritik

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Sport Fußball
05/10/2021

Teure Schiri-Fehler beim Pfeifkonzert um die Europacup-Millionen

Die Kritik an den Referees wurde härter - weil für die Klubs jeder einzelne Tabellenplatz auf oder ab eine Millionenfrage stellt.

von Günther Pavlovics, Alexander Huber

Didi Kühbauer und Dominik Thalhammer gelten nicht als logisches Duo. Am Sonntag wurden die Trainer von Rapid und LASK zu Brüder im Geiste. „Ich weiß, wie es Thalhammer jetzt geht. Das ist alles nicht mehr lustig – dafür geht es um zu viel. Vielleicht können wir zusammen legen, um den VAR noch für die letzten Runden zu bekommen“, sagte Kühbauer.

Diese Hoffnung wird sich nicht erfüllen. Die Einführung des Videoreferees wurde wegen Corona auf den Sommer verschoben. Deswegen drohen noch weitere spielentscheidende (durch TV-Bilder zu verhindernde) Fehlpfiffe. Kühbauer ärgerte sich über Referee Jäger nach dem 1:2 gegen den WAC „maßlos“, Thalhammer über Ouschan so sehr, dass er nach dem 3:3 gegen die WSG noch Rot sah. Und auch beim dritten Sonntagsspiel, dem 3:1 von Salzburg in Graz, war die Elferfrage zu stellen.

Schauplatz Hütteldorf: WAC-Spieler Wernitznig traf Barac, bekam bei 1:0 für Rapid aber den Elfmeter-Pfiff, das Spiel kippte noch.

Schauplatz Pasching: Gleich zwei Mal verwertete Frederiksen umstrittene Strafstöße für die Tiroler, der zweite zum 3:3 wäre ein Fall für den VAR gewesen (der bei klaren Fehlern einschreiten soll).

Schauplatz Graz: Wöber foulte Yeboah, der Salzburger spielte erst danach den Ball. Kein Pfiff – ebenso wie bei einer strittigen Szene im Strafraum von Sturm.

Nervenprobe

Schiedsrichter-Kritik gehört dazu, seit gepfiffen wird. Der Ärger der Trainer ist aber besonders groß, weil es um so viel geht.

Nur die Titelfrage ist entschieden – Salzburg ist schon am Mittwoch Meister, sofern gegen Rapid gepunktet wird.

Ansonsten droht bei noch neun zu vergebenden Punkten ein Pfeifkonzert um die Europacup-Millionen: Die Rapidler liegen als Zweiter sechs Punkte vor dem LASK und Sturm, sieben vor dem WAC. Die ersten vier spielen im Europacup, der Fünfte muss ins Play-off.

Der KURIER-Wegweiser:

Platz 1 Salzburg hat es in der Hand, im Play-off die Qualifikation für die Champions League zu schaffen, oder in der Europa League zu spielen. Für die Königsklasse dürfte es weiter rund 15 Millionen Euro Antrittsprämie geben.

Platz 2 Der Alles-oder-nichts-Platz. Der Vizemeister hat die Chance, sich für die Champions League zu qualifizieren. Fliegt er in Runde 2 raus, kann er sich für die Europa League qualifieren. Fliegt er auch dort gleich in Runde 3 hinaus, hat er noch die Chance, sich für die neue Conference League zu qualifizieren. Scheidet er dort im Play-off aus, spielt er in keiner Gruppenphase der drei Bewerbe, die drei Europacup-Heimspiele waren das Trostpflaster.

Platz 3 Der Sicherheitsplatz, dank des Doubles von Salzburg. Der Dritte kann sich (mit dem „Cupsieger-Startplatz“) für die Gruppenphase der Europa League qualifizieren, für die es trotz Corona-Krise mehr Geld (um wie viel ist noch offen) geben soll.

Scheitert der Dritte im Play-off, spielt er in der Gruppenphase der Conference League. Im neuen Bewerb soll es rund drei Millionen Euro Antrittsprämie geben. Das wäre nur etwas weniger, als in der Europa League kassiert wurde. Bei den Punkteprämien wird das Minus im Vergleich größer.

Platz 4 Der Vierte wäre mit zwei Aufstiegen für eine Gruppe der Conference League qualifiziert.

Platz 5, 7 oder 8 Der Weg ist weit: Drei Gegner müssten Richtung Conference League eliminiert werden. Der Sechste ist weg.

Austria darf hoffen

Um nach der Teilung der Liga die untere Hälfte nicht zur Abstiegsliga verkommen zu lassen, gibt es Qualifikationsmöglichkeiten für den Europacup. Der Achte spielt eine Partie beim Siebenten. Der Sieger macht sich in Hin- und Rückspiel gegen den Fünften den letzten österreichischen Europacup-Platz aus.

Das ist auch die letzte internationale Hoffnung der Austria. Heute kommt es zum Duell der Wiener mit Hartberg.

Der Trainer der Steirer, Markus Schopp, wird als ein Wunschkandidat der Veilchen gehandelt.

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