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Sport Fußball
05/31/2021

FC Wacker Innsbruck: Die Geschäftsführer müssen gehen

Angebliche finanzielle Ungereimtheiten und Machtkämpfe beim Innsbrucker Traditionsverein. Der Wacker-Vorstand beruft die drei Geschäftsführer ab.

von Christoph Geiler

Als der FC Wacker im März des Vorjahrs seine Liaison mit einem "finanzstarken Partner" bekannt gab, wähnten sich manche rund ums Tivolistadion bereits im Schlaraffenland. Altpräsident Gerhard Stocker hatte Tränen in den Augen und fortan wurden in Innsbruck große Pläne geschmiedet. Ein eigenes Trainingszentrum? Alles längst ausfinanziert. Ein neues Stadion? Nur eine Frage der Zeit. Die Geldsorgen der letzten Jahre? Welche Geldsorgen eigentlich?

Das Budget für die kommenden drei Jahre sei durch diesen Deal gesichert, war außerdem zu hören, "aber wir reden von einer Zeitspanne von zehn Jahren", meinte Jens Duve, der in Vertretung des Hamburger Investors Matthias Siems auftrat und hinzufügte: "Lassen wir sie doch einmal in Ruhe arbeiten."

Chaostage

Mit in Ruhe arbeiten ist es beim FC Wacker nicht weit her. Seit Wochen geht’s beim Traditionsklub drunter und drüber und mit jedem Tag scheint die Lage nur noch mehr zu eskalieren. Zuletzt ließen die vertraglich vereinbarten Zahlungen aus Hamburg immer wieder auf sich warten. Um Investor Matthias Siems milde zu stimmen und den Geldfluss anzukurbeln, war der Vorstand des FC Wacker bereit, drei Vertrauten des Hamburgers die Geschäftsführung der Wacker GmbH zu überlassen: Dennis Aogo, Jens und Dennis Duve. 

Das Trio ging am letzten Freitag in die Offensive und prangerte "finanzielle Ungereimtheiten" im fünfstelligen Bereich an. Die fünf Vorstände rund um Präsident Joachim Jamnig und Sportchef Alfred Hörtnagl weisen den Vorwurf zurück. Sie sehen darin eine gezielte Aktion der Geschäftsführer, den Vorstand aus dem Amt zu drängen, um im Klub das alleinige Sagen zu haben. 

Nun macht der Vorstand selbst mobil. Auf Anraten der Anwälte wurden die Geschäftsführer abgesetzt und damit wohl endgültig die Verbindung zu Matthias Siems gekappt. Es sei Gefahr in Verzug, ist aus Vorstandskreisen zu hören. Nun will der Vorstand selbst das Heft in die Hand nehmen und nicht länger auf die zugesagten Gelder warten. Laut KURIER-Informationen ist die Finanzierung der Juni-Gehälter gesichert.

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