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Sport Fußball
11/27/2021

Der Testlauf der Österreicherinnen für die EM-Endrunde vor Rekordkulisse

18.000 Fans werden in Sunderland beim Spiel gegen EM-Veranstalter und -Gruppengegner England erwartet

von Günther Pavlovics

Die österreichischen Teamspielerinnen bekommen am Samstag einen Vorgeschmack darauf, was sie 142 Tage später erwartet. Die Österreicherinnen spielen in der WM-Qualifikation in England (13.30 Uhr/live ORF 1). Es ist ein besonderes Spiel, vor allem in Hinblick auf die Europameisterschaft, die am 6. Juli beginnt. Das Eröffnungsspiel zwischen Österreich und England findet im Old Trafford von Manchester United statt.

Es wird erwartet, dass das „Theater der Träume“ genannte Stadion ausverkauft ist, es fasst 74.000 Zuschauer. Das Spiel am Samstag in Sunderland soll einen Vorgeschmack auf die EM-Endrunde bringen. Gespielt wird im Stadium of Light das insgesamt rund 48.000 Plätze bietet, am Freitag waren schon 15.000 Karten verkauft, der englische Verband rechnet mit 18.000 Zuschauern.

Auch das ist für die Österreicherinnen eine noch nie dagewesene Kulisse. Bisher waren das WM-Qualifikations-Spiel gegen Frankreich in Troyes (2006, 11.355) sowie das EM-Halbfinale gegen Dänemark in Breda (2017, 10.184) die am besten besuchten Spiele mit ÖFB-Beteiligung.

 

Für Teamchefin Irene Fuhrmann war es bei den Terminverhandlungen für die WM-Qualifikation ganz wichtig, dass das Spiel gegen England noch vor der EM in England stattfindet. Noch bevor die Veranstalterinnen bei der EM-Gruppenauslosung als Endrundengegnerinnen feststanden. Dafür nahm sie in Kauf, dass fünf der ersten sechs WM-Qualifikationsspiele auswärts stattfinden.

Am Samstag sind die Engländerinnen klar in der Favoritenrolle. Sie haben die ersten vier Spiele gewonnen, 32 Tore geschossen und keines erhalten. „Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf das Duell und wollen ihnen das Leben so schwer wie möglich machen“, sagte Fuhrmann.

Auch die Bilanz spricht für die Engländerinnen, die aus vier WM-Qualifikationsspielen und zwei Testpartien stets als Siegerinnen vom Platz gegangen sind. Österreichs Team hat sich seit der EM 2017 entwickelt. Damals versuchte es unter Fuhrmanns Vorgänger Dominik Thalhammer, gegen starke Gegner hinten kompakt zu stehen und mit langen Bällen und schnellen Gegenstößen Nadelstiche zu setzen. „Ich erwarte mir eine mutige Mannschaft, die nicht nur gegen den Ball mit hoher Intensität spielen will, sondern schon versuchen möchte, in Ballbesitz das Spiel mitzugestalten“, erklärt die 41-jährige Wienerin den Spielplan.

Gefragte Arsenal-Torfrau

Es braucht dennoch eine fast fehlerfreie Partie, damit England nicht in einen Spielrausch kommt. Dann könnte es bitter werden. Vor allem aber muss die Effizienz vor dem Tor erhöht werden. „Das ist das, was uns zu den Topteams fehlt“, sagte Fuhrmann. Das war auch der Grund dafür, dass Österreich zuletzt in Nordirland 2:2 gespielt hat.

Bei der Pressekonferenz war gestern Manuela Zinsberger eine gefragte Frau bei den englischen Journalisten. Die 26-jährige Torfrau hat mit Arsenal in der Meisterschaft sieben von acht Spielen gewonnen und nur ein Mal Remis gespielt. Seit Februar gab es nur eine Niederlage – gegen Titelverteidiger Barcelona in der Champions League. „Sie sind schnell und haben eine robuste, physische Mannschaft, wir müssen uns auf einen harten Fight einstellen“, sagt Zinsberger über die 23 Spielerinnen, von denen nur eine nicht in England spielt.

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