APA12308978-2 - 14042013 - GRAZ - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT SI - Tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen Puntigamer Sturm Graz und FK Austria Wien am Sonntag, 14. April 2013, in Graz. Im Bild: Florian Kainz (L. / Sturm) und Fabian Koch (Austria) APA-FOTO: ERWIN SCHERIAU

© APA/ERWIN SCHERIAU

Bundesliga-Sonntagsspiel
04/14/2013

Austrias Vorsprung schmilzt

Der Tabellenführer zeigt in Graz Nerven und holt mit Glück einen Punkt.

von Harald Ottawa, Alexander Strecha

Nervenflattern? Schlotternde Knie? Zweifel an der eigenen Stärke nach der zuletzt von Wolfsberg erhaltenen 0:4-Ohrfeige? In der ersten Hälfte auf alle Fälle. Die Austria fand in Graz eine Stunde lang nicht zu ihrem gewohnt erfolgreichen Spiel und wachte erst durch einen verwandelten Elfmeter so richtig auf. Mit dem 1:1 verringerte sich der Vorsprung des Tabellenführers auf Verfolger Salzburg auf acht Punkte.

Personell war das sonntägliche Duell ein Kommen und Gehen. Bei der Austria kamen die zuletzt gesperrten Mader, Gorgon und Grünwald in die Startelf retour. Bei Sturm wiederum meldeten sich Stürmer Szabics mit Wadenproblemen und Weber mit einer Verletzung, deren Name einer Dissertation würdig ist und die sich Schienbeinkanten-Syndrom nennt, kurz vor dem Spiel ab.

Sturm formierte sich in der Defensive gut und kam vorne gar zu durchaus passablen Möglichkeiten, so durch Schloffers guten Volley-Schuss oder durch Florian Kainz. Vor allem spielten die Steirer beherzter auf als noch letzte Woche in Salzburg. Die Austria wirkte in der Abwehr nicht so souverän wie sonst, im Spielaufbau unterliefen viele unerzwungene Fehler, und vorne näherte man sich mit kleinen Schritten und Schuss-Versuchen von Gorgon und Jun dem Sturm-Tor an.

Kurz vor der Pause hatte Sturm einen starken Auftritt – würde es die Bezeichnung Bilderbuch-Tor nicht geben, man hätte sie Sonntag erfunden. Florian Kainz, Bukva und Sukuta-Pasu sorgten von der eigenen Hälfte weg für eine Traumkombination, die der deutsche Stürmer gekonnt abschloss.

Die Austria wurde nach dem Wechsel offensiver, Stögers Kabinenpredigt wurde erhört. Der Ausgleich lag kurz in der steirischen Frühlingsluft. Und er fiel aus einem umstrittenen Elfmeter: Ehrenreich grätschte, Hosiner fiel. Die Meinungen gingen auseinander, Schiri Ouschan hatte nur eine. Alexander Grünwald verwandelte den Elfmeter zum 1:1.

Heißes Finish

Kurz danach hatten die kurz zuvor eingewechselten Marko Stankovic und Ex-Sturm-Spieler Kienast sogar die Führung auf dem Fuß. Richtig turbulent wurde das Finish: Zunächst wurde Mader mit Gelb-Rot in die Kabine geschickt, dann hatte Sturm noch Topchancen. Bei einem Volley von Madl rettete Lindner, beim Matchball von Sukuta-Pasu Rogulj auf der Linie. Am Ende konnten beide Seiten gut mit dem Unentschieden leben.

29. Runde

Sturm Graz - Austria Wien 1:1 (1:0)
Graz, UPC-Arena, 11.268, SR Ouschan

Tore:
1:0 (43.) Sukuta-Pasu
1:1 (66.) A. Grünwald (Foul-Elfmeter)

Sturm: Focher - Ehrenreich, Dudic, Vujadinovic, Klem - Madl, T. Kainz (75. Koch) - Schloffer, Bukva, F. Kainz (69. Hölzl) - Sukuta-Pasu

Austria: Lindner - Koch, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Mader, Holland - Gorgon, A. Grünwald (82. Kienast), Jun (61. Stankovic) - Hosiner (87. Dilaver)

Gelb-Rote Karte: Mader (85.)
Gelbe Karten: T. Kainz, Hölzl bzw. Gorgon

Bundesliga-Tabelle

„Das ist eine schwierige Phase für uns“

„Ja, ich habe ihn berührt“, meinte Sturm-Verteidiger Ehrenreich zur umstrittenen Elfmeter-Situation. „Keine Ahnung, ob er mich berührt hat“, zeigte sich der gefoulte Hosiner unwissend. Beiden gebührt dafür ein Fairnesspreis.

Austria-Trainer Peter Stöger wurde in der Pause laut wie schon lange nicht. „Wir haben einiges angesprochen. In der ersten Hälfte habe ich viele Dinge gesehen, die ich von meiner Mannschaft nicht gekannt habe. Nach der Pause habe ich viel Bekanntes gesehen. Am Ende können wir zufrieden sein. Das ist eine schwierige Phase für uns in der Meisterschaft, wir hatten zuletzt auch starke Gegner.“ Hosiner empfand das 1:1 nicht als glücklichen Punkt: „Nach der Pause haben wir Stärke gezeigt und hatten gute Chancen.“

Markus Suttner sprach von einem wichtigen Zähler. „Sturm war kämpferisch stark, wir sind nicht ins Spiel gekommen und kamen auch mit dem Boden nicht zurecht.“ Ebenso wenig mit dem Ball, obwohl man sich unter der Woche mit der verwendeten Marke Jako eingestimmt hatte auf das Spiel.

Sturm-Coach Peter Hyballa ortete eine deutliche Leistungssteigerung seiner Elf im Vergleich zur Vorwoche: „Wir haben uns ganz anders präsentiert und ordentlich kombiniert. Erste Hälfte waren wir besser, eigentlich sogar dominant. Danach haben wir ein bisschen gewackelt. Unterm Strich sind wir mit dem Punkt zufrieden.“

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