Sport
01.03.2013

Aus für Rapatz, Franzmair bei Hallen-WM

Beide Österreicher verpassen im 800-m-Vorlauf den Einzug ins Halbfinale.

Andreas Rapatz und Nikolaus Franzmair haben am Freitag bei der Leichtathletik-Hallen-EM in Göteborg im 800-Meter-Lauf den Einzug ins Semifinale verpasst. Der 26-jährige Rapatz lief zwar in 1:50,11 Minuten die achtschnellste Zeit, wurde in seinem schnellen Vorlauf aber nur Vierter. Der 18-jährige Franzmaier belegte in seinem Lauf Rang fünf und schaffte die insgesamt 15.-schnellste Zeit (1:51,10).

Die jeweils zwei besten jedes Laufes sowie die insgesamt zwei Schnellsten schafften den Aufstieg. Rapatz hatte bis zum fünften und letzten Vorlauf noch den letzten Semifinalplatz inne, wurde dann aber noch vom Spanier Francisco Roldan verdrängt.

Schwaches Finish

Der durch Probleme mit dem rechten Oberschenkel gehandicapte Hallen-WM-Achte von 2012 drückte in seinem Lauf kurz vor der letzten Runde aufs Tempo und übernahm kurzzeitig die Führung, musste allerdings im Finish alle Konkurrenten vorbeiziehen lassen. "Ich bin nach 500 Meter an die Spitze gekommen, das war vielleicht 100 Meter zu früh. Am Schluss habe ich das Tempo nicht mehr halten können", sagte Rapatz. Im Lauf habe es viel Gerangel gegeben. "Es war sehr schwierig." Den Vorlaufsieg sicherte sich der Brite Mukhtar Mohammed (1:49,43).

Bei Franzmair war die Situation ähnlich. Der zweitjüngste ÖLV-Athlet in der Hallen-EM-Geschichte war gar von Beginn weg voran, musste aber genauso im Finish die Konkurrenz passen lassen. "Normalerweise komme ich immer von hinten, jetzt habe ich es aber anders gemacht, da ich gewusst habe, dass eine schnelle Zeit reichen könnte", erklärte Franzmair. Als der Pole Adam Kszczot (1:48,69) und Co. einen Gang höher schalteten, war er aber machtlos. "Ich bin noch nicht in der Lage zu reagieren, da müssen wir noch daran arbeiten. Ich habe jedenfalls von diesem Rennen viel gelernt", resümierte der ÖLV-Läufer.

Entscheidungen

Der Serbe Asmir Kolasinac ist neuer Hallen-Europameister im Kugelstoßen. Der 28-Jährige Göteborg mit einer Weite von 20,62 Metern vor dem Bosnier Hamza Alic (20,34) sowie dem Tschechen Ladislav Prasil (20,29) durch. Lukas Weißhaidinger war als 20. der Qualifikation schon am Donnerstag gescheitert.

Den 60-Meter-Hürdensprint der Männer entschied der russische Freiluft-Europameister Sergej Schubenkow in der Jahresweltbestzeit von 7,49 Sekunden für sich. Silber ging an den Italiener Paolo dal Molin (7,51), Bronze an den Franzosen Pascal Martinot Lagarde (7,53). Bei den Frauen triumphierte die Türkin Nevin Yanit (7,89) vor der Weißrussin Alina Talaj (7,94) und der Italienerin Veronica Borsi (7,94).

Im Fünfkampf verteidigte die Französin Ida Antoinette Nana Djimou ihren Titel von Paris 2011 mit Erfolg. Die 27-Jährige schaffte 4.666 Punkte und siegte hauchdünn vor der Weißrussin Jana Maximawa (4.658) sowie der Ukrainerin Hanna Melnytschenko (4.608).