Sport
06/27/2012

Rapatz, Pallitsch im 800-m-EM-Vorlauf gescheitert

Manchmal muss man es sich selbst zuschreiben, manchmal ist es auch die Konkurrenz, die einem den Weg zum Erfolg versperrt.

Im Fall von Raphael Pallitsch ist dies wörtlich zu nehmen.

Im 800-m-Vorlauf bei der EM in Helsinki machte ein unmittelbar vor Pallitsch laufender Athlet eine plötzliche Tempoänderung, der Burgenländer bekam die Spikes zu spüren, zog sich eine blutende Wunde am rechten Schienbein zu und verlor den Rhythmus. Für ihn war damit in 1:48,84 Minuten (Platz 28) ebenso Endstation wie für seinen Teamkollegen Andreas Rapatz in 1:51,79 (34).

Pallitsch lief Ende Mai in Dessau in 1:47,21 persönliche Bestleistung. Trotz gerade erst überstandener Verkühlung befindet er sich in guter Form, nach der Hallen-WM in Istanbul war das zweite große Halbfinale in diesem Jahr für ihn erreichbar. "Schade, denn ich glaube, der Aufstieg ist heute drinnen gewesen. Aber ich hatte bei 500 Meter einen klassischen Steher drinnen, da war natürlich jeder Rhythmus weg", erzählte Pallitsch. Warum der Läufer vor ihm bei gleichbleibendem Tempo des Feldes so langsam wurde, konnte sich der Student nicht erklären.

Durch den Vorfall verlor Pallitsch die Distanz, die sich am Ende in den fehlenden Zehntel niederschlug. Mit einer Zeit von 1:48,46 wäre er weitergekommen. "Ich glaube, ich habe nicht so viel falsch gemacht. Ich habe mich bis zum Schluss gut gefühlt, war nicht k.o. Ein paar Vorwürfe bleiben natürlich, vielleicht hätte ich ein bisschen weiter vorne bleiben sollen. Aber es ist eine Erfahrung mehr", zeigte er sich durchaus selbstkritisch. Voraussichtlich wird er nächste Woche in Bottrop noch einen Versuch unternehmen, das Olympia-Limit von 1:46,30 zu unterbieten.

Die Olympia-Ambition begraben hat hingegen Rapatz, der mit seiner Freiluft-Performance haderte. "Ich kann mir das nicht erklären. Von 500 auf 600 Meter war eine Tempoverschärfung, ich dachte, ich gehe mit, habe aber mein Pulver verschossen. Ich bin wohl der einzige Läufer weltweit, der in der Halle schneller läuft als draußen. Olympia schaue ich mir im Fernsehen an", sagte der Kärntner und schüttelte den Kopf. Er war ebenfalls im März in der Türkei im WM-Semifinale und lief zuvor in Wien ÖLV-Hallen-Rekord in 1:46,65.

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