Und irgendwann bleib i dann dort... Insel Andros, Kykladen

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Reise
05/09/2019

Von FKK bis Familie: Welche griechische Insel passt zu Ihnen?

Mehr als 3.000 griechische Inseln gibt es – ein Bruchteil davon ist bewohnt. Wir zeigen vier Alternativen zu Korfu, Kos und Kreta.

Die Inselwelt von Griechenland ist enorm. Sie zählt mehr als 3.000 Eilande, nur ein Bruchteil davon ist auch bewohnt. Sie liegen fast alle im Ionischen Meer oder in der Ägäis und gliedern sich grob in die Inselgruppen der Ionischen Inseln, der Kykladen und Sporaden.

Zu den beliebtesten Urlaubs-Destinationen gehören Santorin, Rhodos, Korfu, Mykonos und Kos.

Wer auch abseits der Masse reisen will, ist mit diesen vier Inseln gut beraten.

Vier griechische Inseln abseits der Masse:

Syros - für Kultur und Ruhe

Obwohl Syros bei den Griechen ein beliebtes Urlaubsziel ist, ist die zentrale Kykladeninsel unter den internationalen Hellas-Urlaubern eher unbekannt. Gebaut auf zwei Anhöhen, hat die Hauptstadt Ermoupoli eine doppelte Identität - eine orthodoxe und eine katholische. Über der "Hermes’ Stadt" thront eine orthodoxe Kirche, Ano Syros (Ober-Syros) ist hingegen ein typisches Kykladendorf mit katholischen Klöstern und Kirchen. Es warten renovierte Gebäude der klassizistischen Periode, eines der ältesten archäologischen Museen Griechenlands und das Apollon-Theater von 1861. An den Marmorpiazzen von Ermoupoli, fürstlichen Villen oder der Nachbildung der Scala, ist das Erbe einer langen venezianischen Besatzung zu erkennen.

Freunde moderner Kunst dürfen sich auf Festivals mit Animationen, Tanz, digitaler Kunst, Film, klassischer Musik, Jazz und den griechischen Musikstil Rembetiko freuen. Das Leben spielt sich rund um die Platía Miaoúlis und auf der Hafenpromenade ab. Strandurlauber finden in Galissás einen der schönsten Strände der Insel, ein lebhafter Badeort mit Bars, Cafés, Tavernen und Diskotheken.

Andros - die grüne Insel

Kultur, aber vor allem Natur warten auf der zweitgrößten Kykladeninsel auf Besucher. Es gibt venezianische Burgen neben unberührten Stränden, rauschende Flüsse und verlassene Wassermühlen, ein Museum für Moderne Kunst neben den Villen der Segler, ausgeschilderte Wanderwege und dramatische Abgründe zu entdecken. 

Im Hauptort Hora spiegelt sich der Wohlstand der Seefahrer aus vergangen Zeiten wieder. Es reihen sich stattliche Häuser an neoklassizistische Gebäude, es gibt Marmorpflaster und prachtvolle Plätze, aber ohne Protz. Wer baden will, darf sich auf unberührte Strände freuen, manche sind nur über unbefestigte Straßen oder per Boot erreichbar.

Ithaka - für Familien und Taucher

Obwohl Ithaka in Homers Epen auch der Name der Heimatinsel des Odysseus ist, ist es, abgesehen von Seglern, nicht bei vielen Griechenland-Urlaubern am Radar. Dabei warten neben herrlichen Buchten auch grüne Waldlandschaften mit  Wanderwegen, z. B. in das mittelalterliche Anogi, auf Besucher. Besonders schön ist die Ankunft mit dem Boot in Kioni. Von der Bucht gibt es eine fantastische Sicht auf das denkmalgeschützte Fischerdorf mit Steinhäusern mit blumengeschmückten Terrassen, kleine Cafés und Restaurants.

Um eine fjordartige Bucht ist die Hauptstadt, Vathi, gebaut. Die traditionelle ionische Architektur macht den Charme für Besucher aus. Die historische Insel des Retters, Lazareto, mit der kleinen Kirche aus dem 17. Jahrhundert, ist nur eine kurze Bootsfahrt entfernt. Und auf Taucher warten schöne Täler, Höhlen und Riffe. Mit etwas Glück sieht man eine Mittelmeer-Mönchsrobbe, die Zuflucht auf der felsigen Küste der Insel sucht.

Serifos - für FKK Liebhaber und Puristen

Wer schroffe Landschaften mag, wird die scheinbar versteinerten Hügel der Insel Serifos lieben. Hora, der Hauptort, teilt sich in eine Ober- und Unterstadt. Der Hauptplatz, Pano Piatsa, wird von der Kirche und dem neoklassizistischen Rathaus dominiert. In der Nacht ist der Ort voller Leben. Unten wartet ein ein Labyrinth aus weiß getünchten, kykladischen Gassen und kleinen Innenhöfen.

Die besten Strände (Kalo Ambeli, Vagia,Skala) sind nur über Schotterstraßen und Eselswege erreichbar, darum hat man sie oft einen ganzen Abschnitt für sich alleine und kann getrost auch ohne Bikini oder Bahdehose ins Wasser gehen. Oder man mietet sich gleich ein Motorboot und steuert die einsamen Strände vom Wasser aus an. Offizielle öffentliche FKK-Strände gibt es in Griechenland nicht, aber auf Karavi Beach und Lia Beach hat man gute Chancen, die Hüllen auch einmal fallen lassen zu können.